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18.09.2018

Unternehmensmeldungen

Unternehmensmeldungen: 06.06.2014

Nachhaltiges Lackieren im technologischen Wettbewerb

Das Green Award-Benchmark-Verfahren vergleicht die Zukunftsfähigkeit von Lackierbetrieben

Für industrielle Lackierbetriebe wird es immer wichtiger, ihr aktuelles Leistungspotenzial im technologischen und wirtschaftlichen Umfeld einzuordnen. Die Teilnahme am Benchmark-Wettbewerb um den besser lackieren. Green Award bietet jetzt Unternehmen die Möglichkeit zum direkten Vergleich ihrer Nachhaltigkeitsstrategie mit der des Wettbewerbs.

Grafik 1: Benchmark-Kontext für industrielle Lackierbetriebe. Quelle (drei Grafiken): Fraunhofer IPA

Grafik 1: Benchmark-Kontext für industrielle Lackierbetriebe. Quelle (drei Grafiken): Fraunhofer IPA

Unternehmen können sich heute nicht mehr ausschließlich durch Wirtschaftswachstum im Markt behaupten. Vielmehr unterliegen die angewandten Produktionsprozesse und die daraus resultierenden Produkte  einem Benchmark-Kontext im Spannungsfeld von Ökonomie, Ökologie, Gesellschaft und technologischer Innovation (Grafik 1). Umweltrelevanz und – insbesondere durch die Globalisierung aufgezeigt – weltweit begrenzte Ressourcen beschränken zunehmend das rein quantitative Wachstum. Klima, Umwelt, Ressourcen und biologische Vielfalt zu erhalten und gleichzeitig durch neue und effiziente Technologien Wirtschaftswachstum und eine Verbesserung des Lebensstandards zu ermöglichen erfordern neues unternehmerisches Handeln. Auch die proaktive Weiterentwicklung der Unternehmen mit Kunden, Lieferanten und Wettbewerbern besitzt eine hohe Priorität. Auch lackierende Betriebe müssen sich dieser Herausforderung stellen. Eine zukunftsfähige nachhaltige Unternehmensstrategie muss immer mehr über konventionelles, ökonomisch geprägtes Management hinausgehen. Um als Unternehmen langfristig Bestand am Markt zu haben, sind jetzt und in Zukunft verstärkt die ökologischen und sozialen Aspekte aller unternehmerischen Handlungen mit zu berücksichtigen. "Technologie statt Verzicht" beschreibt ein neues Paradigma, das nicht auf Stärken der Betriebe wie Kompetenz und Innovationsfähigkeit verzichtet, sondern diese Kriterien durch Effizienz und Effektivität ergänzt (Prof. T. Bauernhansl, VDI nachrichten 12.02.2012).

Grafik 2: Individuelles Kennfeld der Nachhaltigkeit als Ergebnis des besser lackieren. Green Award Benchmark-Verfahrens.

Grafik 2: Individuelles Kennfeld der Nachhaltigkeit als Ergebnis des besser lackieren. Green Award Benchmark-Verfahrens.

Grafik 3: Beispiel einer für Lackierbetriebe relevanten Ökoeffizienzstruktur.

Grafik 3: Beispiel einer für Lackierbetriebe relevanten Ökoeffizienzstruktur.

Wissensbasierte Fragestellung

Eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt stimmiger Benchmark-Ergebnisse ist eine wissensbasierte Zusammenstellung möglicher Fragen. Das Fraunhofer IPA hat in den Fragestellungen das wissenschaftlich fundierte Material-, Prozess-, Produktions- und praxisnahe Erfahrungswissen sowie das komplexe Umfeld strukturiert abgebildet. Beispielhaft ist in Grafik 3 eine mögliche für Lackierbetriebe relevante Ökoeffizienzstruktur dargestellt. Sie verknüpft das lackierte Produkt und die erforderliche Prozesstechnik mit den Ressourcen und Emissionen. Im Lackierprozess anfallende Abfälle, Abwässer, Abluft und Abwärme sind bzgl. ihrer umweltrelevanten Auswirkungen zu bewerten und eine Behandlung bzw. Entsorgung nach dem Stand der Technik zu garantieren. Dabei sind die entsprechenden Gesetze, Verordnungen und Richtlinien zu beachten. Initiativen sind meist freiwillig, die Beteiligung an ihnen trägt aber in hohem Maße zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens bei. Die Alternative ist die Vermeidung von Emissionen oder zumindest ihre Reduzierung durch Kreislauf- und Recycling-Verfahren. Die Fragen werden auf www.besserlackieren-green-award.de in einfacher Weise präsentiert und können dort direkt beantwortet werden. Soweit wie möglich ist eine Auswahl von Antworten vorgegeben (geschlossene Fragen). Eine Sitzung kann jederzeit unterbrochen (Abmelden) und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden. Auch ein Springen zwischen den Fragen ist möglich. Wenn gewünscht, können alle Fragen vorab als pdf-Datei heruntergeladen werden, z.B. wenn man die Antworten vorbereiten will. Der Benchmark-Wettbewerb richtet sich sowohl an Inhouse- als auch an Lohnbeschichter.

DAS BESSER LACKIEREN.-GREEN AWARD-KONZEPT
Aus der Analyse des Benchmark-Kontextes hat das Fraunhofer IPA in Zusammenarbeit mit besser lackieren. fünf Leistungsdimensionen abgeleitet. Diese sind Indikatoren für die Kompetenz, das Innovationspotenzial, die wirtschaftliche Basis sowie die ökologische Umsetzung und die soziale Ausprägung der Firmen. Die Quantifizierung dieser Fähigkeiten werden als
  • Leistungsprofil
  • Innoprofil
  • Ecoprofil
  • Ökoprofil und
  • Sozioprofil
bezeichnet und definieren zusammen das "Kennfeld der Nachhaltigkeit".  Beispielhaft zeigt Grafik 2 ein solches Kennfeld für einen fiktiven Lackierbetrieb. Es wird nach der Online-Beantwortung von ca. 115 "geschlossenen und offenen Fragen" (www.besserlackieren-green-award.de) durch eine weitgehend automatisierte Auswertung erstellt. Geschlossene Fragen bieten die möglichen Antworten bereits an, z.B. ja / nein. Bei offenen  Fragen sind die Antworten frei formulierbar. Die Bewertung, Gewichtung und Relativierung der Antworten ergeben dann für jeden teilnehmenden Betrieb die quantifizierten Werte für die einzelnen Profile. Der maximale theoretisch erreichbare Wert ist jeweils 1. Zwei für den Benchmark wichtige Orientierungen sind die für die jeweilige Leistungsdimension erzielten Bestwerte sowie die Durchschnittswerte aller Teilnehmer. Der im Beispiel angeführte fiktive Betrieb kann sich damit im Wettbewerbsumfeld einordnen. So erzielt dieser Betrieb einen Bestwert beim Ökoprofil, überdurchschnittliche Werte beim Leistungsprofil, Innoprofil und Ecoprofil sowie einen Durchschnittswert im Sozioprofil. Durch eine detailliertere Analyse der Daten lassen sich  Ansätze zur weiteren Optimierung ableiten. Eine jährliche Teilnahme am besser lackieren. Green Award kann für das Unternehmen wichtige Trends aufzeigen. Das mathematische Produkt der Einzelprofile multipliziert mit dem Faktor 105 ergibt das "Exzellenzmaß". Auf diese Weise lässt sich die Nachhaltigkeit der Unternehmen durch eine Zahl darstellen und damit leichter vergleichen. Der Vorteil der Produktbildung im Vergleich zur Aufsummierung ist, dass eine deutliche Schwäche in einem Einzelprofil zur Abwertung führt und damit sofort erkennbar wird.

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart, Dr. Michael Hilt, Tel. +49 711 970-3820, michael.hilt@ipa.fraunhofer.de, Dr. Armin Gemmler, Tel. +49 711 970-3867, armin.gemmler@ipa.fraunhofer.de, www.ipa.fraunhofer.de/beschichtung

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