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18.09.2018

Nutzfahrzeuglackierung

Nutzfahrzeuglackierung: 02.02.2018

Luftblasen gezielt verdrängen

VW setzt im Werk Września ein patentiertes Verfahren während des KTL-Beschichtens ein

Im Crafter-Werk im polnischen Września hat Volkswagen jetzt gemeinsam mit dem Anlagenhersteller Eisenmann SE, dem Lackhersteller BASF Coatings GmbH und der Dierking GmbH ein inzwischen patentiertes Verfahren entwickelt, bei dem die Luftblasen während der KTL-Beschichtung durch gezielte Anströmung mit Lack aus der Karosserie verdrängt werden.

Die Grafik (o.) veranschaulicht das Funktionsprinzip des Verfahrens. Während des Beschichtungsprozesses fährt ein Schlitten, auf dem zwei Pumpen montiert sind, vor der Karosserie her. Mithilfe der Pumpen wird ein großer Volumenstrom erzeugt, der eingeschlossene Luftblasen verdrängt. Fotos/ Grafik: VW

Die Grafik (o.) veranschaulicht das Funktionsprinzip des Verfahrens. Während des Beschichtungsprozesses fährt ein Schlitten, auf dem zwei Pumpen montiert sind, vor der Karosserie her. Mithilfe der Pumpen wird ein großer Volumenstrom erzeugt, der eingeschlossene Luftblasen verdrängt. Fotos/ Grafik: VW

Während des Beschichtungsprozesses fährt ein Schlitten, auf dem zwei Pumpen montiert sind, vor der Karosserie her. Mithilfe der Pumpen wird ein großer Volumenstrom an KTL-Material durch den Frontscheibenausschnitt in die Karosserie gepumpt, sodass die eingeschlossenen Luftblasen verdrängt werden. 

Keine Nacharbeiten mehr

Während der Vorbehandlungsprozesse und beim kathodischen Tauchlackieren, welche die ersten Prozessschritte einer Karosserielackierung darstellen, können sich bedingt durch die Tauchkurve und die Geometrie der Karosserie Luftblasen im Fahrzeuginnenraum sammeln. Dadurch besteht die Möglichkeit für Behandlungs- bzw. Beschichtungsfehlstellen im Dachinnenbereich. Besonders problematisch sind Luftblasen bei Fahrzeugen, bei denen dieser Bereich nicht durch einen Dachhimmel abgedeckt wird.

Dr. Josef Baumert (11 v.l.), Vorstand für Produktion und Logistik bei Volkswagen Nutzfahrzeuge, und ein Teil des Projektteams, das das patentierte Verfahren entwickelt und eingeführt hat.

Dr. Josef Baumert (11 v.l.), Vorstand für Produktion und Logistik bei Volkswagen Nutzfahrzeuge, und ein Teil des Projektteams, das das patentierte Verfahren entwickelt und eingeführt hat.

Dies ist bei Nutzfahrzeugen der Fall, sodass die Fehlstelle im Innenraum für den Kunden sichtbar ist und ein leicht erhöhtes Korrosionsrisiko besteht. Treten Fehlstellen auf, ist eine aufwändige und kostenintensive Nacharbeit, wie z.B. zusätzliche Lackapplikation notwendig. "Mit dem patentierten Verfahren werden mögliche Fehlstellen und damit verbundene Nacharbeiten vollständig vermieden", sagt Stefan Melzer von der Markenplanung Lackiererei bei der Volkswagen AG und einer der Projektinitiatoren. Ein weiteres Ziel der Prozessverantwortlichen ist es, mit dem patentierten Verfahren und durch die bessere Materialströmung im Karosserie-Innenraum eine noch gleichmäßigere Schichtdickenverteilung zwischen Innen- und Außenflächen zu realisieren. Dadurch wird gleichzeitig der Materialverbrauch gesenkt.

Zum Netzwerken:
Volkswagen AG, Hannover, Stefan Melzer, Tel. +49 511 798-80075, stefan.melzer1@volkswagen.de, www.volkswagen-nutzfahrzeuge.de

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