Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Home > Technik & Produkte > Kabinen-Anlagen-Technik > Filter leichter auswählen

20.09.2017

Kabinen-Anlagen-Technik

Kabinen-Anlagen-Technik: 14.09.2017

Filter leichter auswählen

Die Freudenberg Filtration hat die Umstellung von EN 779 auf ISO 16890 schon vollzogen

Die Experten für Luftreinheit bei Freudenberg Filtration haben in Gremien bei der Entstehung der neuen Norm mitgewirkt. Ihr Expertenwissen geben die Weinheimer praxisorientiert an Anwender weiter. Im Interview geht Karsten Schulz, Manager Produkt Segment Engineering bei Freudenberg Filtration, auf die Änderungen und Chancen der neuen Filterbewertung ein.

BL_15_2017_Freudenberg_Deckenfilterfilter_preview.jpg

Mit Einführung der EN ISO 16890 am 30. Juni 2018 erfolgen Bewertung und Klassifizierung der Fein- und Grobfilter in vier Gruppen. Foto: Freudenberg Filtration

Herr Schulz, kurz und knapp: Was ändert sich mit der Einführung von ISO 16890?

Die neue ISO 16890 liefert Ergebnisse, die sehr viel näher an der Realität liegen als die vorherige Norm EN779. Konkret wird der Anwender in Zukunft damit bewerten können, wie viel der Feinstaubfraktionen ein Filter abscheidet. Die Bewertung und Klassifizierung der Fein- und Grobstaubfilter findet künftig in vier Gruppen statt und nicht mehr in Filterklassen.

Inwieweit ergeben sich im Filterprüfverfahren Unterschiede?

Die Klassifizierung der Filter erfolgt nicht mehr mit synthetischem Prüfstaub, sondern mit definierten Aerosolen wie DEHS oder KCl. Der neue Prüfstaub "AC fine" kommt allerdings noch für die Staubbeaufschlagung zur Anwendung, um das Staubspeichervermögen eines Filters zu bestimmen.

Welche Vorteile ergeben sich durch die neue Prüfnorm?

Im Unterschied zur alten Norm, bei der nur die Partikelgröße 0,4 µm im Fokus stand, schließt die ISO 16890 die Betrachtung des gesamten Partikelspektrums zwischen 0,3 µm bis 10 µm mit ein. Eine bedarfsgerechte Filterwahl vereinfacht sich somit deutlich – man muss nur die eigene Luft kennen.

In wieweit ist die ISO 16890 für Anwender, vor allem im Bereich der Oberflächentechnik relevant?

Letztlich ist die Norm für jeden Anwender relevant. Wenn wir aber die Oberflächentechnik betrachten, so liegt das relevante Partikelgrößenspektrum zwischen 5 µm und 10 µm. Mit diesem Wissen und den nach ISO 16890 klassifizierten Filtern kann man die für die Anwendung effizienteste Filterkombination leicht auswählen.

Welche Unterstützung bieten Sie Beschichtern?

Wir bieten Unternehmen, die Beschichtungsprozesse planen, bauen und betreiben unterschiedliche Bausteine an. Dies können Schulungen bei uns oder vor Ort sein. Eine weitere Hilfe ist das neue Berechnungstool "e.FFECT", über das die optimale Filterkombination analog der ISO 16890 auslegbar ist. Zudem haben wir "Viledon filterCair" im Portfolio. Diese individuellen Paketlösungen beinhalten Analysen, sowohl vor Ort als auch in unserem Weinheimer Prüflabor, Optimierungsoptionen und das volle Filtermanagement im Betrieb.

Haben Sie in Ihrem Unternehmen schon umgestellt?

Ja, alle unsere Produkte sind auf der Website, der "Viledon­App" und im "Viledon"-Produktkatalog sowohl nach EN 779 als auch nach DIN EN ISO 16890 klassifiziert.

Erwarten Sie Änderungen in Bezug auf Produkte und wird sich das relevante Produktspektrum verschieben?

Die Filter selbst ändern sich durch die neue Prüfnorm nicht. Wir gehen aber davon aus, dass die zielgerichtete Auswahl der Kunden auch die Marktanforderungen in Zukunft ändern kann.

Freudenberg Filtration ­Technologies, Weinheim, ­Karsten Schulz, Tel. +49 6201 806224, karsten.schulz@freudenberg-filter.com, www.freudenberg-filter.de

Dieser Beitrag stammt aus der Kategorie:

Kommentare (0)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

Kontakt

Marko Schmidt

Marko Schmidt

Redaktion

besser lackieren.

Tel.: +49 511 9910-321

Fax: +49 511 9910-339

zum Formular

Verwandte Inhalte

Das Video zeigt Ausschnitte aus 
der Modernisierung der Pulverlackierung der Firma Kögl. Wichtig war hier u.a. die richtige Verlegung der Pulverschläuche. Das Video zeigt außerdem, welche Aufgaben Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik bei Kögl übernehmen und für welche Arbeitsgebiete sie im Unternehmen zuständig sind.

Vom 20. bis 24. April fand die Surface Technology auf dem Messegelände in Hannover statt. Besucher bekamen hier Einblicke in die gesamte Prozesskette - von der Vorbehandlung über die Kabinen- und Anlagentechnik bis hin zur Automatisierung und Trocknungstechnik.