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Unternehmensmeldungen

Unternehmensmeldungen: 04.05.2019

„Die Risikoerfassung ist entscheidend“

Wie sich industrielle Lackierbetriebe richtig absichern

Die Hoffmann Industrieversicherungsmakler GmbH betreut hauptsächlich Unternehmen aus der Oberflächentechnik und hat sich auf das betriebliche Versicherungswesen fokussiert. Über die richtige Unternehmensabsicherung, komplexe Haftungsthemen und Fallstricke sprach BESSER LACKIEREN mit Sven Hoffmann.

Sven Hoffmann betreut Unternehmen aus der Oberflächentechnik. Foto: Hoffmann

Sven Hoffmann betreut Unternehmen aus der Oberflächentechnik. Foto: Hoffmann

Gerade in industriellen Lackierbetrieben und bei Lohnbeschichtern gibt es komplizierte und komplexe Haftungsthemen, z.B. mangelnde Vorbehandlung, fehlende Lackhaftung, Transportschäden, Farbtonunterschiede etc. Wie stellen Sie sich diesen Themen und wie lassen sich diese Risiken bezahlbar absichern?

Hintergrund
Unternehmen investieren meist viel Geld in ihr betriebliches Versicherungswesen und haben nichtsdestotrotz die Befürchtung, dass im Schadensfall eine Entschädigung ausbleibt. Versicherungen im bearbeitenden Gewerbe und Industrie – gerade in der Lohnbe- und verarbeitung sind kompliziert und enthalten komplexe Haftungsthemen. Die Risikofaktoren sind schwierig herauszuarbeiten, erfordern im Gegenzug eine entsprechende Lösung. Standardlösungen, welche meist am Markt zu finden sind, treiben die Kosten unnötig nach oben, da sie ein viel zu breites und für den Versicherer intransparentes Risiko absichern müssen und gehen trotzdem zu Lasten der Deckungsqualität. Sie sichern die entscheidenden Details, das individuelle Unternehmensrisiko nicht ab. So entsteht in der Praxis häufig die Situation, dass viel Geld für Versicherungen ausgegeben wird, das Unternehmen aber gerade im Großschadensfall ohne ausreichende Deckung dastehen. Eine weitere Ursache für mangelnde Deckung kann oft in unzureichender Einhaltung von Obliegenheiten des Versicherungsnehmers (VN) zu sehen sein. Dies sind Verpflichtungen, die dem VN aus dem Versicherungsvertrag entstehen, auf deren Nichtbeachtung sich der Versicherer im Schadensfall berufen kann. Diese stehen meist im Kleingedrucken, auf deren Einhaltung wird selten aktiv hingewiesen, denn solange alles gut geht, spielen sie keine Rolle. Doch im Schadensfall kann der Versicherer einen "Joker ziehen" und eine Entschädigungszahlung verweigern. Gerade die anspruchsvolle Haftungssituation sowie Verpflichtungen der Oberflächentechnik – insbesondere in Zuliefergemeinschaften – erfordern eine kompetente und zutreffende Risikoanalyse, um diese dann zutreffend aus den Unternehmen auslagern zu können.

 Unser Konzept zielt genau auf diese Themen ab. Gerade die Spezialisierung darauf bietet uns die Basis, dass wir die Risiken zu Konditionen abdecken können, welche die bisherigen Prämien in der Regel nicht erhöhen. Die Risikoerfassung ist Grundlage unserer Arbeit, um genau zu wissen, wie die individuellen Haftungsthemen des Unternehmens sind. Das fängt bereits bei den vorvertraglichen Anzeigepflichten an. Hier gilt es bereits, bei der Risikoerfassung und Ausschreibung ein Augenmerk auf die von den Versicherern geforderten Anzeigepflichten zu legen. Unsere Branchenanalyse hat dieses Thema als zentralen Inhalt. Nächstes Thema ist ein umfassendes Policenmanagement d.h. die Policen müssen regelmäßig an den aktuellen Stand angepasst und auf dem Laufenden gehalten werden. Im Schadensfall ist es wichtig, sich gleich von Beginn an richtig zu positionieren und auch hier die vertraglichen Verpflichtungen im Schadenfall zu berücksichtigen.

Was sind aus Ihrer Sicht häufig auftretende Schadensfälle?
Ein ganz wichtiges Thema ist der Ausbau mangelhafter Erzeugnisse und der Einbau mangelfreier Erzeugnisse. Eine Herausforderung für den Beschichter ist, dass er in der Praxis oft nicht einschätzen kann, welchen Wert die ihm zur Lohnbearbeitung übergebenen Teile darstellen. Dieses Problem können unsere Policen jedoch weitgehend lösen. Seltener, aber in der Auswirkung existenzgefährdend sind Betriebsunterbrechungsschäden und Sachschäden, z.B. infolge von Feuer. Die Auftraggeber der Beschichter suchen sich einen anderen Lieferanten. Nach Wiederaufbau sind die Kunden weg. Von daher ist es wichtig, den organisatorischen Brandschutz auszubauen sowie einen Notfallplan zu haben.

Der Versicherungsmarkt ist dadurch gekennzeichnet, dass er vom Grundmodell her nicht auf die Haftungsrisiken zugeschnitten ist, die Beschichter benötigen. Was bedeutet das konkret?
Konkret bedeutet dies, dass die Lieferantenketten und die darin fixierten Verpflichtungen nicht im Vorfeld – der Risikoanalyse – erörtert wurden. Es ist dann kein risikokonformer Versicherungsschutz vorhanden. Wir bieten daher umfassende Analysen für Unternehmen der Oberflächentechnik an.

Es gab in letzter Zeit einige neue gesetzliche Rahmenbedingungen und Haftungsanforderungen, z.B. das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG). Was bedeutet das für die Unternehmen?
Das Betriebsrentenstärkungsgesetz ist ein klares Aufbruchssignal für die betriebliche Altersversorgung in Deutschland und somit eine wesentliche Aufgabe für den Unternehmer sich hier auch im Hinblick auf die Gewinnung neuer und die Bindung von Mitarbeitern vorzubereiten. Der Gesetzgeber hat ein umfangreiches Paket an Maßnahmen beschlossen. Diese sind im Wesent­lichen Sozialpartnermodelle, Optionsmodelle, der Ausbau der steuerlichen Förderung, eine spezielle Förderung für Geringverdiener sowie ein verpflichtender Arbeitgeberzuschuss für ersparte Sozialversicherungsbeiträge. Es ist wichtig, dass sich das Unternehmen im Beratungsprozess rechtssicher bewegt und so die gesetzlichen Vorgaben erfüllt.

Zum Netzwerken:
Hoffmann Industrieversicherungsmakler GmbH & Co. KG, Villingen-Schwenningen, Sven Hoffmann, Tel. +49 7720 94100, sven.hoffmann@industriemakler.com, www.industriemakler.com

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