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02.12.2020

Automobillackierung

Automobillackierung: 02.12.2011

Flexibilität für effiziente Lackierprozesse neu definiert

Russischer Automobilzulieferer setzt auf zukunftssichere Lackiertechnik von Eisenmann

Um die hohen Qualitätsstandards von General Motors bei der Lackierung von Stoßfängern zu erfüllen, investierte ZAO Vlankas in eine neue Lackieranlage. Das System ist von Eisenmann so ausgelegt worden, dass sowohl eine Verdoppelung des Durchsatzes als auch die Umstellung auf ein wasserbasierendes Lacksystem praktisch ohne Produktionsunterbrechung möglich sind.

Alle Lackierkabinen können mit weiteren Robotern nachgerüstet werden. Durch den gleichzeitigen Lackauftrag von beiden Seiten lässt sich der Durchsatz problemlos verdoppeln. Quelle: Eisenmann

Alle Lackierkabinen können mit weiteren Robotern nachgerüstet werden. Durch den gleichzeitigen Lackauftrag von beiden Seiten lässt sich der Durchsatz problemlos verdoppeln. Quelle: Eisenmann

Stolz ist man bei der ZAO Vlankas, einer Tochtergesellschaft der Krista Group darauf, erster russischer Automobilzulieferer zu sein, der für einen westlichen OEM Kunststoff-Anbauteile produziert. Das in St. Petersburg ansässige Unternehmen fertigt für General Motors Stoßfänger inklusive der Lackierung. Verbunden mit dem Auftrag war das Investment in eine neue Lackieranlage. Wesentliches Kriterium bei der Entscheidung für das Anlagenkonzept von Eisenmann war die flexible Auslegung des Lackiersystems. Denn Vlankas wollte mit der Anlage nicht nur für den derzeitigen Durchsatz von 240.000 Stoßfängern pro Jahr ausgerüstet sein, sondern bei einer Ausweitung der
Produktion das Lackiersystem schnell und einfach auf die doppelte Kapazität erweitern können. Ein ebenso großes Augenmerk legten die Projektverantwortlichen beim Automobilzulieferer auf die Möglichkeit, ohne zeitaufwändige Umbauten auch wasserbasierende Lacksysteme zu verarbeiten und damit optimal auf zukünftige Anforderungen vorbereitet zu sein. Umgesetzt hat das Böblinger Unternehmen die Forderung der problemlosen und kurzfristigen Erweiterbarkeit durch ein Skidfördersystem, das beidseitig beschickt werden kann. Dafür verfügt die Aufgabe- und Abnahmestation jeweils über eine Dreheinrichtung. Dadurch lassen sich beide Seiten der Skids einfach von einem Mitarbeiter bestücken. Ein weiteres Plus des Skidförderers ist der gegenüber der herkömmlichen Kettenförderung geringere Platzbedarf. Darüber hinaus wurde bei der Auslegung der Lackierkabinen die Nachrüstung mit weiteren Robotern für das Beflämmen sowie Primer-, Basis- und Klarlackauftrag vorgesehen. Die Applikation kann dann bei gleich bleibender Taktzeit von beiden Seiten der Skids erfolgen, was einer Verdoppelung des Durchsatzes entspricht. Momentan verarbeitet Vlankas lösemittelhaltige Lacke im Nass-in-Nass-Verfahren. Um bei Bedarf praktisch ohne Produktionsunterbrechung auf wasserbasierende Lacke umzustellen, wurde die Integration von Trocken- und Kühlzonen nach dem Primer- und Basislackauftrag sowohl von der erforderlichen Fläche her als auch verfahrenstechnisch berücksichtigt. Platziert werden musste die Anlage in eine bestehende, nur etwa 12 m breite und zirka ebenso hohe Halle. Diese Herausforderung meisterte Eisenmann einerseits durch eine sehr kompakte Ausführung, andererseits durch die Installation des Lackiersystems über mehrere Ebenen. Diese sind durch Ständerhubeinrichtungen miteinander verbunden.

Um die neue Lackieranlage an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen, wurde sie sehr kompakt ausgeführt und über mehrere, mit Ständerhubeinrichtungen verbundene Ebenen angeordnet.

Um die neue Lackieranlage an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen, wurde sie sehr kompakt ausgeführt und über mehrere, mit Ständerhubeinrichtungen verbundene Ebenen angeordnet.

Verflüssiger erzeugen die Kälte für die Kühlzonen und die Konditionierung der Lackierkabinen. Die dabei entstehende Wärme wird im Prozess genutzt. Quelle (zwei Fotos): Eisenmann

Verflüssiger erzeugen die Kälte für die Kühlzonen und die Konditionierung der Lackierkabinen. Die dabei entstehende Wärme wird im Prozess genutzt. Quelle (zwei Fotos): Eisenmann

Lackierprozess über mehrere Ebenen

Die Stoßfänger werden bei Vlankas im Spritzguss produziert und direkt zur Lackiererei transportiert. Nach der manuellen Beschickung auf Ebene null durchlaufen die Teile den gesamten Lackierprozess automatisch. Erster Schritt ist die Vorbehandlung mit vier Zonen, die sich eine Etage höher befindet. Eine Besonderheit stellt hier die Kipp-und Rüttelstation dar. Sie gewährleistet, dass Flüssigkeit aus der Spülzone vor dem Abblasen und dem etwa 20-minütigen Trockenprozess aus den schöpfenden Geometrien der Teile entfernt wird. Dies verhindert die Verschleppung von Wasser in den Lackierprozess und trägt damit zur hohen Qualität der Lackierung bei. Auf der so genannten Behandlungsebene befinden sich die Zonen für das Beflämmen, Maskieren und Ionisieren der Stoßfänger sowie die Lackierkabinen für den Primer-, Basis- und Klarlack-Auftrag jeweils mit zwischengeschalteten Abdunstzonen. Dabei ermöglicht die Auslegung des Systems das Vorhalten von acht unterschiedlichen Farben für die Baislackapplikationen. Die Farbwechsel erfolgen automatisch. Für den rund 45-minütigen Trockenprozess, der bei etwa 90 °C durchgeführt wird, wurde der Trockner eine Ebene darüber installiert. Nach der Kühlzone geht es wieder nach unten auf Ebene null, auf der die Stoßfänger durch eine Demaskier- und Kontrollstation zur Abnahme transportiert werden. Um Wärmeverluste im Trockenprozess zu minimieren, verfügt die Anlage über einen Trockner mit A-Schleusen. Bei dieser auch Camel-Back-Oven genannten Ausführung befinden sich Ein- und Auslauf tiefer als die eigentliche Trocknungseinheit. Diese spezielle Konstruktion trägt dem physikalischen Verhalten der Wärme Rechnung. Es kommt dadurch im Vergleich zu konventionell gestalteten Trocknern beim Ein- und Ausfahren der Teile nur zu einem geringen Wärmeaustritt und damit einem minimierten Energieverlust. Einen Beitrag zum energieeffizienten Betrieb leistet auch, dass die Konditionierung der Lackierkabinen durch ein Umluftsystem erfolgt. Die bei der Kälteerzeugung im Verflüssiger entstehende Wärme wird für den Prozess genutzt. Die Reinigung der lösemittelhaltigen Abluft erfolgt über eine regenerative Nachverbrennung, die autotherm arbeitet.

Eisenmann Anlagenbau GmbH & Co. KG, Böblingen, Drasko Markic, Tel. +49 7031 78-0, info@eisenmann.com, www.eisenmann.com

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