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27. Sep 2020 // Automobillackierung

Kontrast in Serie

Oversprayfreies Lackieren revolutioniert Kontrastlackierungen


Mit dem Oversprayfreien Lackieren (OFLA) kann Audi jetzt zwei verschiedene Farben im selben Lackierdurchgang auftragen.

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Durch die präzise Aneinanderreihung der feinen Farbstreifen entsteht die Kontrastlackierung.
Foto: Audi

Aufgrund der herkömmlichen Lackzerstäuber, welche Overspray verursachen, waren Kontrastlackierungen bisher nur mittels zwei Lackdurchläufen mit vorherigem Abkleben darstellbar.  Die Technologie des OFLA revolutioniert diesen zeit- und materialintensiven Prozess. Durch die neue OFLA-Technologie können bei Audi nun zwei verschiedene Farben im selben Lackierdurchlauf aufgetragen werden: Nachdem die Basislackschicht am Dach über ein Trocknungsmodul vorgetrocknet wurde, vermisst das robotergeführte und hochpräzise Messgerät die Kanten des Daches. Anschließend trägt der sogenannte "EcoPaintJet"-Applikator von Dürr den brillantschwarzen Lack millimetergenau und ohne Sprühnebel in Streifen auf die Karosserie auf.

Durch die präzise Aneinanderreihung der feinen Farbstreifen entsteht die Kontrastlackierung, welche anschließend, wie auch der Rest der Karosse, noch die Klarlackschicht erhält – alles in nur einem Lackdurchlauf. Derzeit werden die OFLA-applizierten Schwarzdächer für folgende Modelle in Serie angeboten: A4 Limousine, A5 Coupé und seit kurzem nun auch für die S3 Limousine.

Zum OFLA
Der "EcoPaintJet" trägt den Lack ohne Overspray auf, sodass aufwändiges Maskieren entfällt. Farbig abgesetzte Flächen lassen sich in kurzen Taktzeiten inklusive schneller Farbwechsel lackieren. Die Fläche wird vorher dreidimensional vermessen, so dass der "EcoPaintJet" die Farbe randscharf auftragen kann. Neben großen Flächen sind auch individuelle Muster möglich.

Zum Netzwerken

Audi AG, Ingolstadt, Sabine Taner, Tel. +49 841 89-42505, sabine.taner@audi.de, www.audi.de

Tipp der Redaktion:
Mehr zum oversprayfreien Lackieren erfahren Sie auf der BESSER LACKIEREN Expo live am 12. Oktober 2020 in den Vorträgen von Julia Holzapfel, Audi AG, Technologieentwicklung Werkstoffe / Verfahren, Ingolstadt, und Frank Herre, Entwicklungsleiter Applikationstechnik, Dürr, Bietigheim-Bissingen.

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