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18.10.2018

Flugzeuglackierung

Flugzeuglackierung, Nasslackieren: 06.05.2011

Mit Nanotechnologie den Luftwiderstand reduzieren und Kosten sparen

Um Treibstoff zu sparen und damit die Kosten zu senken, hat EasyJet kürzlich acht Flugzeuge mit einer Nanobeschichtung ausrüsten lassen.

Die Beschichtung wird manuell appliziert und abschließend poliert. Quelle: TripleO

Die Beschichtung wird manuell appliziert und abschließend poliert. Quelle: TripleO

Kerosin ist teuer und schlägt bei Fluggesellschaften mit einem beachtlichen Betrag zu Buche. In Zahlen ausgedrückt: Knapp 850 Mio. Euro hat die Fluggesellschaft EasyJet im letzten Jahr allein für Treibstoff aufwenden müssen. Das waren rund 40% der Gesamtkosten – Tendenz steigend. Wie jedes Unternehmen arbeitet auch der Günstigflieger kontinuierlich daran, die Wirtschaftlichkeit zu steigern und beschreitet deshalb seit Anfang des Jahres neue Wege. Um Treibstoff zu sparen und damit die Kosten zu senken, hat EasyJet kürzlich acht Flugzeuge mit einer Nanobeschichtung ausrüsten lassen. Es handelt sich dabei um ein Polymer, das in der Lage ist, sich mit Oberflächen zu verbinden und zu vernetzen. Es enthält harte und langlebige Acryl-Elemente und gleicht die für das menschliche Auge nicht sichtbaren Vertiefungen und Erhöhungen einer Lackschicht aus. Außerdem füllen die Nanopartikel feine Risse und Lücken im Lack. Vor der Applikation der Nanoemulsion wird die Flugzeugoberfläche gereinigt und anschließend mit einer Dicarbonsäure vorbehandelt. Diese saure Waschlösung hat die Aufgabe, die oberste Schicht positiv aufzuladen.

Geringe Schichtstärke

Dann erfolgt der manuelle Auftrag der Nanobeschichtung. Ihre negativ aufgeladenen Moleküle werden in die Poren und auf die Oberfläche gezogen und dort festgehalten, bis die Beschichtung vernetzt und ausgehärtet ist und poliert

Die Nanobeschichtung soll den Luftwiderstand reduzieren und Treibstoff einsparen. Quelle: Easyjet

Die Nanobeschichtung soll den Luftwiderstand reduzieren und Treibstoff einsparen. Quelle: Easyjet

werden kann. Die Schichtstärke beträgt weniger als 1 µm und erhöht das Gesamtgewicht eines Flugzeugs um lediglich 113 g. Die Beschichtung ist schon vor langer Zeit entwickelt worden und wird bereits bei Militärfahrzeugen und bei Fahrzeugen von Rettungsdiensten eingesetzt. Sie ist frei von Silikon und Teflon, eignet sich für lackierte und nicht lackierte Oberflächen und hemmt das Eindringen von Feuchtigkeit. Außerdem schützt sie den Topcoat vor Farbveränderungen und verhindert Ablagerungen wie Ruß, Umweltverschmutzungen und Eis. Wichtigste Funktion: die Beschichtung verringert den Luftwiderstand der gesamten Flugzeugoberfläche. Zwölf Monate will EasyJet die Beschichtung testen. Lässt sich bei den acht Flugzeugen der Treibstoffverbrauch um 2% senken, soll die gesamte Flotte damit ausgestattet werden.

TripleO, GB-Poole/Dorset, Ross Thornley, Tel. +44 1202 88192, ross@tripleops.com, www.tripleops.com

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