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29.09.2020

Lohnbeschichtung

Lohnbeschichtung: 05.10.2016

Das BOT-Beschichtungssystem

Auf dem Weg vom Inhouse- zum Lohnbeschichter mit eigenentwickeltem Verfahren

Pünktlich zum 10-jährigen Firmenjubiläum hat die BOT Oberflächentechnik GmbH eine neue Lagerhalle eingeweiht. Das Unternehmen entwickelt sich zum reinen Lohnbeschichter, dank eigenentwickeltem Verfahren und Investitionen mit Augenmaß.

Einblicke in die Fertigung: Bis heute verfügt BOT über eine der größten und modernsten KTL-Anlagen in Europa. Quelle: Redaktion

Einblicke in die Fertigung: Bis heute verfügt BOT über eine der größten und modernsten KTL-Anlagen in Europa. Quelle: Redaktion

"Ein wichtiger Meilenstein war die Entscheidung, sich vom Inhouse- zum Lohnbeschichter zu entwickeln", sagt BOT-Geschäftsführer Klaus-Dieter Gewert. Das Unternehmen gehörte ursprünglich zu Galler Regalsysteme und lackierte inhouse das Produktspektrum. Nach dem Ausscheiden der Familie Galler und der Übernahme durch die Hölscher Unternehmensgruppe erfolgte 2006 die Umbenennung der Oberflächenaktivitäten in die BOT Oberflächentechnik GmbH. Bis heute verfügt das Unternehmen über eine der größten und modernsten KTL-Anlagen in Europa: Zu den europäischen Kunden zählen u.a. Produzenten von Landmaschinen und Nutzfahrzeugen, Stahlbauer, Schienenfahrzeughersteller sowie Unternehmen der Chemie- und Prozessindustrie. Im Lackierprozess werden alle zu beschichtenden Teile an einer zentralen Station aufgegeben. Nach der Bestückung gelangen die Warenträger im Automatik-Takt-Verfahren zunächst in den Warenspeicher. Je nach Auftragsvorgabe werden hier Warenträger zusammengestellt und den Prozessen zugeführt. Zunächst gelangen die zu behandelnden Werkstücke von der Vorbehandlung in die Phosphatierung und danach entweder in den Trockner oder zur KTL. Werkstücke, die ausschließlich KTL-beschichtet werden, werden anschließend eingebrannt und dann ausgeschleust. Ist eine anschließende Pulverbeschichtung vorgesehen, gelangen diese Teile in den entsprechenden Warenspeicher für die Pulveranlage. Mit "OR 6000" (s. Kasten) hat BOT einen neuartigen, vollautomatisierten Beschichtungsprozess und eine Alternative für höchsten Korrosionsschutz entwickelt. Das Verfahren kombiniert die Vorteile der KTL mit denen moderner Pulverlacke und übertrifft die Korrosionsbeanspruchungen nach ISO 20340. "Damit erschließen wir neue Anwendungen und Kundenkreise", so Gerwert.

DAS VERFAHREN OR 6000...

… ist ein von der BOT Oberflächentechnik GmbH entwickeltes Verfahren, das die Werkstücke

  • zuerst zinkphosphatiert
  • dann mit einer kathodischen Tauchlackierung (KTL) versieht
  • und abschließend mit bis zu zwei Schichten Pulverlack beschichtet

Jeder Schritt des gesamten Bearbeitungsprozesses, welcher über Jahre entwickelt wurde, ist exakt aufeinander abgestimmt. Das Verfahren beinhaltet entweder einfach und mehrfach Tauchgänge bei genau definierten Temperaturen sowie Taktzeiten und wird penibel überwacht oder durch genau dosierten Chemieeinsatz bei genau definierten Temperaturen und Toleranzen bestimmt. Der gesamte Produktionsprozess ist vollständig automatisiert und die einzelnen Arbeitsgänge komplett miteinander verkettet. So wird eine beliebige Wiederholbarkeit der Ergebnisse garantiert. Im unabhängigen Prüfinstitut iLF, Magdeburg, wurden folgende Langzeittests durchgeführt:

  • Salzsprühtests
  • Salzwassertauchtest
  • Klimawechseltest
  • UV-, Xenon- und Kester-Tests

Das Ergebnis: "OR 6000" zeigte auch nach 6000 h Salzsprühtests keinerlei Beeinträchtigungen, d.h. keine Blasenbildung, keine Enthaftung und keine Unterwanderung am künstlich zugefügten Ritz.

 
3 FRAGEN AN...
Klaus-Dieter Gerwert

Klaus-Dieter Gerwert

Klaus-Dieter Gerwert, Geschäftsführer

Herzlichen Glückwunsch zum 10jährigen Firmenjubiläum. Was waren aus Ihrer Sicht die Meilensteine in der Firmenentwicklung?

Unser Unternehmen verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Tauchlackierung, der hochwertigen Oberflächenbearbeitung und im Korrosionsschutz. Nach dem Ausscheiden der Familie Galler erfolgte 2006 die Umbenennung der Oberflächenaktivitäten in die BOT Oberflächentechnik GmbH. Ein wichtiger Meilenstein war die Entscheidung, sich vom Inhouse- zum Lohnbeschichter zu entwickeln und mehr denn je auf die Wünsche und Anforderungen unserer Lohnbeschichtungs- und Korrosionsschutzkunden zu konzentrieren. Und in 2012 haben wir mit dem "OR 6000"-Verfahren einen neuartigen, vollautomatisierten Beschichtungsprozess als Alternative für höchsten Korrosionsschutz entwickelt. Damit bewegen wir uns auf dem Markt des hohen Korrosionsschutzes und konnten neue Anwendungsgebiete und Kundenkreise erschließen.

Mit dem Jubiläum haben Sie eine neue Lagerhalle in Betrieb genommen. Welche weiteren Schritte sind geplant?

Bis heute verfügen wir über eine der größten und modernsten KTL-Anlagen in Europa: Hier können Werkstücke mit bis zu einer Größe von 12.200 x 700 x 2300 mm (L x B x H) und 2 t Nutzgewicht durchgehend und vollautomatisch beschichtet werden. Die Durchlauf-Pulverlackieranlage lässt sogar Werkstücke bis zu einer Breite von 1500 mm zu. Wir investieren permanent, zuletzt haben wir eine neue Strahlanlage von Agtos in Betrieb genommen und derzeit bauen wir eine neue Kompressor-Anlage auf. Geplant ist zudem eine zweite automatische Pulverlackierkabine und eine neue Anlage, in der wir Kleinteile lackieren können.

Welche Trends sehen Sie aktuell?

Unsere Kunden wollen eine zuverlässige und termintreue Lohnbeschichtung. Dabei steigt der Anspruch an die Qualität immer weiter. Um dies zu erfüllen, investieren wir permanent und bilden Personal aus.

BOT Oberflächentechnik GmbH, Kulmbach, Klaus-Dieter Gerwert, Tel. +49 9221 69037-13, gerwert@bot.eu, www.bot.eu

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