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28.01.2020

Lohnbeschichtung

Lohnbeschichtung: 17.06.2011

„Die Software sollte sich dem Unternehmen anpassen und nicht umgekehrt!“

Da die bisherige Unternehmenssoftware an ihre Grenzen stieß, machte man sich bei Kopp Oberflächentechnik AG auf die Suche nach einem neuen ERP-System. Aufgrund der Flexibilität und Update-Fähigkeit entschied sich der Schwarzwälder Lohnbeschichter für eine Business-Software des Herstellers Abas.

Das Angebot des Lohnbeschichters ist vielfältig. Durch das neue ERP-System gab es vor allem in der Fertigung zahlreiche Änderungen. Jetzt regelt ein Schritt für Schritt abzuarbeitender Workflow die Weiterverarbeitung der Artikel. Quelle: Kopp

Das Angebot des Lohnbeschichters ist vielfältig. Durch das neue ERP-System gab es vor allem in der Fertigung zahlreiche Änderungen. Jetzt regelt ein Schritt für Schritt abzuarbeitender Workflow die Weiterverarbeitung der Artikel. Quelle: Kopp

Die Kopp Oberflächentechnik AG aus Villingen-Schwenningen hat sich auf die Oberflächenbeschichtung und Lackierung spezialisiert. Das Angebot des Lohnbeschichters reicht von der Pulverbeschichtung von Kleinteilen über das Lackieren bis zum Bearbeiten von Produkten aus dem medizinischen sowie dem Automotive-Bereich. Beleg für die Qualität der Leistungen ist eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000 und DIN EN 14001. "Wir bieten unseren Kunden Full-Service rund ums Beschichten und Lackieren. Das galt es mit einer neuen Unternehmenssoftware abzubilden", erklärt Diplom-Ingenieur und Vorstand Markus Kopp.

Das bisher genutzte System war individuell für das Unternehmen erstellt worden, sodass man beim Support und der Weiterentwicklung auf das Wissen des betreuenden IT-Dienstleisters angewiesen war. Aufgrund der vielen Anforderungen kam dieser mit den Modifikationen jedoch nicht mehr nach.

Projektteam aus Key-Usern und Hersteller

Kopp machte sich auf die Suche nach einer passenden ERP-Software und lud drei Hersteller zur Präsentation nach Schwenningen ein. "Wir müssen im Tagesgeschäft immer wieder viele kleine Dinge im ERP-System abbilden. Die Abas-Lösung versprach schon bei der Präsentation, solche Anforderungen direkt umsetzen zu können. Wir wollten aber eine Software, die sich unseren Anforderungen anpasst und nicht umgekehrt", erinnert sich der Vorstand. Andere, ähnlich flexible Systeme hingegen hatten keine Upgradefähigkeit. "Wir sind Lohnfertiger. Wenn ein Kunde ein Teil braucht, das wir noch nie gefertigt haben, muss das schnell und mit einem vertretbaren wirtschaftlichen Aufwand gehen. Außerdem sollte das System auch von Hilfskräften in der Produktion bedient werden können. Wir haben uns für die Abas-Software entschieden, weil sie unsere Anforderungen am besten erfüllte."

Kopp Erweiterungen

Direkt nach der Vertragsunterzeichnung begann die Einführung. Da sich ohne Fach-Know-how eine Unternehmensorganisation nur schwer mit Software abbilden lässt, bildeten Geschäftsführung, Projektleitung, Key-User und Mitarbeiter des Herstellers ein Projektteam. "Bei der Organisation unserer Abläufe orientierten wir uns am Standard. In einem Testsystem wurden wir anhand konkreter Aufgaben geschult und konnten so die Software kennen lernen. Danach wurden die Anpassungen definiert, die es bis zum Systemstart zu realisieren galt", fasst Markus Kopp zusammen. Als Grundlage dienten dabei auch die Prozesse des alten Systems. "Die Einführung hat super geklappt, nicht zuletzt auch, weil die gesamte Einführungszeit von zwei Mitarbeitern des Herstellers begleitet wurde und wir somit in der Kommunikation immer kurze Wege hatten."

Zwei Monate nach Start waren beim Schwarzwälder Beschichter die Abteilungen Einkauf, Verkauf, Fertigung und Qualitätssicherung mit der Abas-Business-Software in Betrieb. Konkrete Verbesserungen stellten sich umgehend ein: "Früher kam es vor, dass Teile vom Einkauf doppelt oder dreifach bestellt wurden. Jetzt haben wir die volle Transparenz.

Bestand, Bestellungen und voraussichtliche Liefertermine der Teile sind auf Knopfdruck abrufbar. Auch Sicherheitsbestände gehören der Vergangenheit an. Wir konnten sogar viele der Bestände aus der Vergangenheit wieder abbauen, wodurch unsere Liquidität gestiegen ist."

Neuer Workflow regelt Prozessqualität

Im Verkauf werden aus nur einer Maske heraus Verkaufsvorgänge erstellt, verwaltet und gesteuert. So ist beispielsweise das Verfolgen der Liefertermine jederzeit möglich. In der Fertigung gab es die meisten Änderungen. Ein Schritt für Schritt abzuarbeitender Workflow regelt jetzt die Weiterverarbeitung der Artikel. Hierdurch konnte die Prozessqualität deutlich gesteigert werden. "Wenn wir heute einen Auftrag bekommen, wird das Material vorher und nachher gewogen. Wir wissen also, was wir an Pulver oder Lack verbraucht haben und was nachbestellt werden muss. Auch hier ist durch die ERP-Software die Transparenz deutlich gestiegen", freut sich Kopp.
Qualität wurde beim Schwarzwälder Lohnbeschichter schon immer großgeschrieben. Um die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000 und DIN EN 14001 zu unterstützen, modifizierte man das alte Individualsystem an
vielen Stellen. Diese maßgeschneiderten Abläufe wurden in die Abas-Business-Software übernommen. Das Beste bestand für Markus Kopp jedoch darin, "dass wir die Umstellung kaum bemerkt haben und alles seinen gewohnten Gang lief".

3 FRAGEN AN ...

Markus Kopp, Vorstand der Kopp Oberflächentechnik AG

Markus Kopp

Markus Kopp

Warum haben Sie sich für eine ERP-Lösung entschieden, die nicht explizit für den Beschichtungsbereich entwickelt wurde?

Die Software, die wir gewählt haben, ist für Fertigungsbetriebe konzipiert worden – und hier sind viele Abläufe gleich. Uns war die Größe des Anbieters wichtig, damit nicht alles an einem Programmierer hängt, wie es bei uns zuvor der Fall war. Was wirklich großartig ist, ist die Oberfläche – ich kann mich schnell durch die einzelnen Bereiche wie Lager oder Einkauf durchnavigieren, ohne zuvor einzelne Masken schließen zu müssen. Und von ganz entscheidendem Vorteil ist die Tatsache, dass wir auch jetzt noch einzelne Features nachprogrammieren können, sobald das nötig ist.

Wie häufig erfolgen denn die Updates?

Ein- bis zweimal pro Jahr kommt ein Mitarbeiter des Software-Unternehmens, oder das Update wird per Fernzugriff aufgespielt, um dann noch einmal von einem Mitarbeiter vor Ort geprüft zu werden. Mehr ist gar nicht nötig.

Worauf sollten Lohnbeschichter bei der Entscheidung für eine ERP-Software besonders achten?

Das lässt sich nicht so einfach sagen, denn jedes Unternehmen ist ja ganz anders 
gestrickt. Wir haben letztlich nur unsere Software gewechselt, weil wir plötzlich ganze Baugruppen zu beschichten hatten. Generell finde ich es ­wichtig, dass die Software zukunftsorientiert ist und lan-
ge upgradefähig bleibt. Beschichter sollten auch ganz genau hinterfragen, welche 
Zusatznutzen wirklich nötig sind – es gibt viele Optionen bei den Anbietern, die ich für verzichtbar halte. Und natürlich sind auch immer die Kosten von besonderer Bedeutung, das versteht sich von selbst.

Kopp Oberflächentechnik AG, Villingen-Schwenningen, 
Markus Kopp, 
Tel. +49 7720 99430, info@koppag.de, 
www.koppag.de

Abas Software AG, Karlsruhe, Christoph Harzer, Tel. +49 721 967230, ch@abas.de, www.abas.de

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