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Lohnbeschichtung

Lohnbeschichtung: 19.03.2018

Fit für die Zukunft

LOV setzt zukunftsorientiertes Konzept um und erweitert die Nasslackierung

"Als Lohnbeschichter ist es wichtig, auf die Anforderungen unserer Kunden und den Markt zu reagieren, um als verlässlicher Partner für Pulverbeschichtungen und Nasslackierungen auftreten zu können", so Uwe Jentsch, Geschäftsführer der Limbacher Oberflächenveredelung GmbH.

Die nasschemische Vorbehandlung ist jetzt automatisiert. Fotos: LOV; Jörg Seiche

Die nasschemische Vorbehandlung ist jetzt automatisiert. Fotos: LOV; Jörg Seiche

Veränderung ist dabei eine der Konstanten von LOV. Ein Meilenstein war die Inbetriebnahme einer Pulverbeschichtungs- und Nasslackieranlage im Jahr 2009. Bis heute investiert der Lohnbeschichter stetig in die Fertigungseinrichtungen und innovative Lösungen. Die Aspekte der Umwelt-, Energie und Ressourcenschonung stehen dabei immer im Fokus. "Wir waren aber an einem Punkt, wo vorhandene Optimierungspotenziale im Anlagenbestand erschöpft waren und wir daher neue Wege einschlagen mussten", so Uwe Jentsch weiter. Im Rahmen einer Analyse stellten die Verantwortlichen den kompletten Lackierprozess auf den Prüfstand. Mit den Mitarbeitern analysierte der Lohnbeschichter zunächst Schwachstellen im Prozess und bezog gleichzeitig zukünftige Geschäftsfelder und steigende Kundenanforderungen ein. Im Ergebnis entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer Meeh Pulverbeschichtungs- und Staubfilteranlagen GmbH ein zukunftsorientiertes Konzept, welches vorhandene Anlagentechnik mit moderner Technologie verbindet. Die bisher rein manuell betriebene nasschemische Vorbehandlung ist jetzt automatisiert und die bereits vorhandene Anlagenperipherie erweitert.

Vorbehandlung automatisiert

Damit konnte die Vorbehandlung von kleinen und mittelgroßen Teilen im Pulverbereich substituiert werden. Die gewonnene Kapazität ist für die Pulverbeschichtung nutzbar. Über eine Auswahl von Reinigungsprogrammen der modifizierten Waschkabine kann nun spezifisch auf die unterschiedlichen Substrate und deren Verschmutzungsgrad reagiert werden. Die Auswahl der Chemie erfolgte mit der NABU-Oberflächentechnik GmbH. Die Anlage ermöglicht die Vorbehandlung von Stahl, Zink und Aluminium. Um die Anforderungen hinsichtlich des Korrosionsschutzes zu erfüllen, kommt zusätzlich die chromfreie und multimetallfähige Passivierung "E-CLPS 1900" zum Einsatz, die bei Bedarf als Nachpassivierung fungiert. Die Vorbehandlung ist so projektiert, dass bereits vorhandene Ressourcen, wie z.B. VE-Wasser genutzt werden können.

Geschäftsführer Uwe Jentsch (li.) und Produktionsleiter Felix Saße überzeugen sich von der erreichten Qualität der Nasslackierung.

Geschäftsführer Uwe Jentsch (li.) und Produktionsleiter Felix Saße überzeugen sich von der erreichten Qualität der Nasslackierung.

Nasslackierung

Die zweite Komponente der Optimierung beschäftigte sich der Nasslackierung. "Für uns waren dabei zwei Punkte besonders wichtig. Zum einen sollte der Fertigungsfluss von kleinen und flächigen Teilen nicht durch die Beschichtung von Großteilen negativ beeinflusst werden. Zum anderen suchten wir nach einer effektiveren, möglichst zeitparallelen Beschichtung von sperrigen Großteilen", betont Jentsch. Mit der Modifikation der alten Lackierkabine bei gleichzeitigem Invest in eine zusätzliche Lackierkabine mit integriertem Trockner ist dieses Ziel umgesetzt. Um einen effizienten Fertigungsdurchlauf zu realisieren, ist eine leistungsfähige Trocknung unabdingbar. "Unsere Analyse des bisherigen Konzeptes hat gezeigt, dass wir hier enormes Potenzial erschließen können. In der Vergangenheit bestimmte meist die vorhandene Trocknerkapazität den Durchsatz", so Uwe Jentsch. In Verbindung mit dem alten Transportsystem war trotz komfortabler Ofengröße die Trocknung von maximal zwei 6-Meter-Traversen gleichzeitig möglich. Im Rahmen des Umbaus hat LOV diese Kapazität jetzt verdreifacht. Beim Teilehandling stellten die Prozessverantwortlichen fest, dass das auf 600 kg beschränkte Stückgewicht pro Traverse konträr zu anstehenden Beschichtungsaufgaben stand. Die LOV entschied sich daher, dass vorhandene Transportsystem zu ersetzen. Die neu geschaffene Lösung ermöglicht das Handling von Teilegewichten bis zu 2 t bei einer gleichzeitigen Erhöhung des Bedienkomforts. Das aus der Analyse entstandene Umbau-Konzept hat die LOV vollständig umgesetzt. Der Bereich Pulverbeschichtung ist entlastet, die Kapazität und Flexibilität in der Nass­lackierung erhöht. Aus Sicht der Redaktion entwickelt sich die LOV stetig weiter. Mit der jährliche Teilnahme am BESSER LACKIEREN Award erhält der Lohnbeschichter auf unkonventionelle Weise einen realistischen Wettbewerbs­vergleich.

Zum Netzwerken:
LOV GmbH, Limbach-Oberfrohna, Uwe Jentsch, Tel +49 3722-776-400, jentsch@lov.de, Jörg Seiche, Tel. +49 3722-776-402, seiche@lov.de, www.lov.de
NABU-Oberflächentechnik GmbH, Stulln, Patrick Kirchner, Tel. +49 9435 300 65-28, Patrick.Kirchner@nabu-stulln.de, www.nabu-stulln.de

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