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10.08.2020

Lohnbeschichtung

Lohnbeschichtung, Sonstige Beschichtungen, Pulverbeschichten: 15.04.2014

Haslinger pulvert CO2-neutral

Mit gezielter Anlagenmodernisierung die Produktivität nachhaltig steigern

Die Haslinger Gruppe pulvert für den Eigenbedarf und agiert als Lohnbeschichter. Mit einer Anlagenmodernisierung und einer Hackschnitzelheizung produziert das Unternehmen jetzt CO2-neutral.

Pro Jahr beschichtet die Haslinger-Gruppe, die u.a. Krananlagen sowie Maschinen- und Anlagentechnik produziert und auch als Lohnbeschichter agiert etwa 100.000 m² und verarbeitet rund 20 t Pulverlacke.Quelle (zwei Foto): Meeh

Pro Jahr beschichtet die Haslinger-Gruppe, die u.a. Krananlagen sowie Maschinen- und Anlagentechnik produziert und auch als Lohnbeschichter agiert etwa 100.000 m² und verarbeitet rund 20 t Pulverlacke.Quelle (zwei Foto): Meeh

Die Haslinger Gruppe stellt Verbindungselemente für den Ingenieurholzbau her, entwickelt und produziert Krananlagen sowie Maschinen- und Anlagentechnik und agiert außerdem als Lohnbeschichter u.a. für Metallbauer sowie die Fahrzeugbau- und Baugeräteindustrie. Weiterhin gehört eine moderne Stahlbaufertigung zum Unternehmen. Pro Jahr beschichtet die Gruppe etwa 100.000 m² bzw. verarbeitet rund 20 t Pulver. Um die vorhandenen Pulverkapazitäten auszubauen und das Teilespektrum zu erweitern, fiel die Entscheidung, in einen zweiten Einbrennofen und eine neue Vorbehandlung zu investieren. Die bestehende Anlage hatte Haslinger zehn Jahre zuvor von der Meeh Jumbo-Coat GmbH realisieren lassen und vertraute aufgrund der positiven Erfahrungen auch bei der Modernisierung auf das Know-how des Wimsheimer Anlagenherstellers. Zusammen mit der Haslinger Gruppe entwickelte die Meeh Jumbo-Coat GmbH ein Konzept, das eine Modernisierung der Vorbehandlung, einen zweiten Einbrennofen und – mit Blick auf CO2-neutrale Produktion – eine Hackschnitzelheizung beinhaltet.

Bei dem Ofen für das Einbrennen handelt es sich um einen Gebläsebrenner aus Finnland mit einer Leistung von 400 kW.

Bei dem Ofen für das Einbrennen handelt es sich um einen Gebläsebrenner aus Finnland mit einer Leistung von 400 kW.

Multimetallfähige Vorbehandlung

Die Vorbehandlungskabine, die nur für die manuelle Vorreinigung von Stahl ausgelegt war, wurde komplett erneuert, vergrößert und zusätzlich mit einem automatischen Sprühkranz ausgestattet. Die Prozess-Chemie wurde dahingehend erweitert, dass die Anlage jetzt multimetallfähig ist und beispielsweise auch Werkstücke aus Aluminium und Zink vorbehandelt werden können. Möglich sind sechs Prozessschritte (Beizen, Entfetten, Phosphatieren, zweimal Spülen und zum Schluss VE-Spülen), die materialabhängig durchgeführt werden. Nach Vorbehandlung und Pulverbeschichtung kommen die Werkstücke in einen der beiden Einbrennöfen, die über Umluft auf 160 °C bis 200 °C aufgeheizt werden können. Der Clou der Erweiterung ist die Hackschnitzelheizung, die fünf Produktionshallen, die Vorbehandlungsbäder und die beiden Einbrennöfen mit Wärme versorgt. Da für die Erwärmung der Hallen eine andere Temperatur notwendig ist als für den Einbrennofen, kamen unterschiedliche Technologien zum Einsatz. Für die Hallenheizung wurden zwei Öfen installiert, die jeweils eine Leistung von 500 kW besitzen und über das Medium Wasser eine Fläche von rund 12.000 m² beheizen. Bei dem Ofen für das Einbrennen handelt es sich um einen Gebläsebrenner aus Finnland. Er besitzt eine Leistung von 400 kW und nutzt die Luft als Brenn- und Transportmedium. Sie wird durch den Verbrennungsvorgang auf bis zu 230 °C erhitzt und von einem Radialventilator in einem geschlossenen Kreislauf über insgesamt 135 laufende Meter isolierte Luftkanäle zu den Einbrennöfen und wieder zurück gefördert. Eine intelligente Steuerungstechnik und eine ausgefeilte Klappentechnik in den Luftkanälen sorgen dafür, dass in den Öfen konstante Temperaturen herrschen. Auf ihrem Rückweg zum Ofen strömt die heiße Luft über einen Luft-/Wasserwärmetauscher, über den die Beiz- und Entfettungsbecken der Vorbehandlungsanlage beheizt werden. Durch die Installation der Hackschnitzelheizung und die Stromgewinne durch die vorhandene Photovoltaikanlage produziert die Haslinger Gruppe seit 1. Januar 2014 CO2-neutral. Mit Inbetriebnahme der Hackschnitzelheizung spart das Unternehmen pro Jahr rund 186.000 l Heizöl und etwa 75.150 Euro an Heizkosten ein. Hinzu kommen die Kostensenkung für die Beheizung der Hallen (62.300 l; 31.000 Euro) und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes von insgesamt ca. 700 t im Jahr.

Meeh Jumbo-Coat GmbH, Wimsheim, UIrich Meeh, Tel. +49 7044 95151-0, u.meeh@jumbo-coat.de, www.jumbo-coat.de

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