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25.09.2020

Lohnbeschichtung

Lohnbeschichtung: 16.10.2015

Lackierprozesse bei Lohnbeschichtern absichern

Sichere und objektive Zusammenarbeit durch systematisierte Bemusterungsabläufe

Aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt die Lackierung von Kleinserien und einzelnen Baugruppen immer häufiger nicht mehr durch die Erst- (OEMs) und Systemausrüster (Tier-One-Lieferanten). Vielmehr werden diese Arbeiten zunehmend an Lohnbeschichter vergeben. Dabei sind detaillierte Spezifikationen über Freigabeprozesse zu erfüllen. Dieses Vorgehen zur Qualitätssicherung aus der Automobilindustrie wird verstärkt in anderen Branchen angewendet.

Wärmebildkamera, Gitterschnittmesser, Bewitterungsgerät und Laborwaschanlage als beispielhafte Ausrüstung für eine effiziente Qualitätssicherung. Quelle (vier Bilder, Tabelle): Fraunhofer IPA

Wärmebildkamera, Gitterschnittmesser, Bewitterungsgerät und Laborwaschanlage als beispielhafte Ausrüstung für eine effiziente Qualitätssicherung. Quelle (vier Bilder, Tabelle): Fraunhofer IPA

Bevor es zu einer Serienfreigabe durch den OEM kommt, muss der Lohnbeschichter mit dem lackierten Bauteil einen umfangreichen Freigabeprozess durchlaufen, an dessen Ende ein Bemusterungsprogramm steht. Durch die richtige Vorgehensweise und in Zusammenarbeit mit dem OEM und dem Tier-One-Lieferanten kann der Lohnbeschichter im Freigabeprozess Zeit und Geld einsparen. Auch wird eventuellen Fehlern im Beschichtungsprozess vor Serienbeginn vorgebeugt und die Einhaltung der geforderten Beschichtungsqualität überprüft. Der Freigabeprozess kann bis zu einer Optimierung der Lackieranlage und somit zu einer Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Lohnbeschichters führen.

Trotz der Vielzahl der Hausnormen werden häufig die gleichen Prüfverfahren und -geräte eingesetzt, so dass sich die Prüfgeräte für verschiedene OEMs nutzen lassen. Auch kleinere Lohnbeschichter sollten daher Prüfmittel mit geringen Investitionskosten bereithalten. So können über Selbstkontrollen die Anlagen optimiert und die Prüfzyklen verkürzt werden. Allem voran steht hier die Haftungsprüfung mittels Gitterschnitt. Weitere Beispiele für Prüfmittel, die keine hohen Investitionskosten erfordern, sind außerdem:

  • Schichtdickenmessgerät mit magnetisch-induktiver und Wirbelstrom-Messsonde
  • IR-Thermometer zur kontaktlosen Temperaturmessung
  • Farbabmusterungskabine mit definierten Lichtarten.

Weiterhin beinhalten Bemusterungsprogramme auch zahlreiche Prüfungen, wie zum Beispiel künstliche Bewitterungen oder Korrosions- bzw. Alterungstests bei diversen Klimata. Solche Tests können aufgrund der hohen Investitionskosten in der Regel nicht mehr wirtschaftlich durch den Lohnbeschichter durchgeführt werden. In ­diesen Fällen können die Bemusterungsaufträge an externe Prüflabore vergeben werden. So sind zum Beispiel die Prüflabore am Fraunhofer IPA sehr gut mit den verschiedenen OEMs vernetzt und mit deren Anforderungen vertraut. Des Weiteren arbeitet das Fraunhofer IPA neutral bzw. unabhängig und seine Labore sind nach DIN EN ISO / IEC 17025 akkreditiert. Die hier gewonnenen Prüfergebnisse im Rahmen eines Freigabeprozesses haben daher eine hohe Akzeptanz bei den OEMs.

Systematisierung der Qualitätssicherung für lackierte Teile
bei der Teileherstellung     vor dem Lackierprozess   während des Lackauftrages   nach dem Lackierprozess

Design

Systementwicklung (Material)

Werkzeug

Herstellprozess

Lackeigenschaften

Rheologie
Festkörper
Dichte

Oberflächenqualität

Benetzbarkeit
Sauberkeit

Anlagentechnik
Klima
Luftströmungen
Temperaturen

Lackauftrag
Lackierparameter
Spritzbild
Lacktropfen
Auftragswirkungsgrad

Lackschicht

Schichtdicke

Filmeigenschaften

mechanische,
klimatische,
chemische, optische Lackfilmeigenschaften

 

Lesen Sie den gesamten Beitrag in besser lackieren. Nr. 17/2015.

Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart, Dr. Michael Hilt, Tel. + 49 711 970 3820, michael.hilt@ipa.fraunhofer.de; Rainer Göpfrich, Tel. +49 711 970 1146, rainer.goepfrich@ipa.fraunhofer.de, www.ipa.fraunhofer.de/beschichtung

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