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22.01.2020

Lohnbeschichtung

Lohnbeschichtung: 30.09.2015

„Langlebigkeit und Qualität sind das A & O“

Wie Müritz-Zink optimalen Korrosionsschutz und bestes Oberflächendesign sicherstellt

Die Müritz-Zink GmbH hat sich auf Duplex-Systeme spezialisiert. Die Kombination aus Feuerverzinkung und Pulverbeschichtung wird u.a. in vielen Bereichen des Stahlbaus eingesetzt. Nach einjähriger Probezeit und unbeanstandeten Prüfungen hat Müritz-Zink jetzt als einziges Unternehmen in Deutschland das Gütesiegel "GSB International – Approved Coated Zinc & Steel" erhalten. Eine Herausforderung bleibt: Die Umstellung auf Cr(VI)-freie Vorbehandlungssysteme.

Die feuerverzinkten Bauteile werden manuell pulverbeschichtet. Quelle: Müritz-Zink

Die feuerverzinkten Bauteile werden manuell pulverbeschichtet. Quelle: Müritz-Zink

Thomas Wagner hat gleich zwei Lebensmittelpunkte: Als Geschäftsführer der Müritz-Zink GmbH lebt und arbeitet er die Woche über in Waren, dem Hauptort an Deutschlands größtem See und Zentrum der Urlaubsregion Mecklenburger Seenplatte. Seine Wochenenden verbringt der 56-Jährige dann meistens im thüringischen Brotterode. Besonders stolz ist Thomas Wagner auf seinen Zaun, den er an seinem Haus aufgebaut hat und der seit 1997 den Witterungsbedingungen standhält und keinerlei Anzeichen von Korrosion aufweist. Insofern verbindet der Zaun die berufliche und private Welt und versinnbildlicht das Qualitätsdenken des Geschäftsführers. "Brotterode liegt 610 m ü.n.N. und im Winter ist der Zaun eingeschneit und verschwunden. Er ist mit der gleichen Technologie beschichtet, wie sie heute bei Müritz-Zink eingesetzt wird. Zink ist der beste Korrosionsschutz für Stahl, weil eine feste Legierung eingegangen wird. Sollen Zinkoberflächen beschichtet werden, gibt es nur eine 100%ige Technologie, und die heißt "Chrom auf Zink" für langlebiges Haften von Pulverbeschichtungen", erklärt Wagner.

WARUM DAS WICHTIG WIRD
Bis zum 21. September 2017 haben industrielle Lackierbetriebe laut REACH-Verordnung Zeit, für Konversionsschichten und Passivierungen Cr(VI)-freie Systeme einzusetzen. Hintergrund ist, dass Chrom(VI)-Verbindungen äußerst giftig und mutagen sind und die DNA schädigen. Sollen Zink­oberflächen beschichtet werden, sorgt "Chrom auf Zink" für langlebiges Haften von Pulverbeschichtungen. Bisher entwickelte chromfreie Systeme funktionieren für Aluminium sehr gut – für verzinkte Oberflächen mit Pulverbeschichtung gibt es bisher keine funktionierenden langlebigen Systeme. Tendenziell ist zu erwarten, das Chrom(III)-Systeme als Alternativen für Zinkoberflächen entwickelt werden.

Die Müritz-Zink GmbH arbeitet seit 1998 im Gewerbegebiet Waren-Ost und ist in der Region das einzige Unternehmen, das sowohl feuerverzinkt als auch pulverbeschichtet, und beides in sehr hoher Qualität. "Da haben wir ein Alleinstellungsmerkmal und das schätzen unsere Kunden in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen. Wir verstehen uns als Dienstleister im Bereich des Korrosionsschutzes für Stahlbauteile und Aluminiumkonstruktionen und arbeiten u.a. für die Branchen Stadtmöblierung, Fahrzeugbau, Windanlagenbau sowie für den Stahlbau-, Schlosser- und Fassadenmarkt", so Wagner. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 40 Mitarbeiter.

Wegfall logistischer Kosten

Für das Verzinken werden die Bauteile nach der Warenannahme auf entsprechend richtige Be- und Entlüftungsöffnungen überprüft, um eine nasschemische Vorbehandlung zu gewährleisten. Anschließend wird das Material in Schräglage an die Traversen gehängt. Um Arbeitsunfälle mit Säuren zu vermeiden, ist die gesamte Vorbehandlung in einem jeweils abgeschlossenen Raum integriert, der mittels Unterdruck abgesaugt und dessen Luft mit spezieller Umwelttechnik abgereinigt wird. Der Arbeitsbereich der Mitarbeiter ist somit weitgehend von den aggressiven Medien getrennt. Zur Sichtkontrolle sind Revisions-Fenster- und -Türen eingebaut. Die Bedienung der geführten Anlage erfolgt von außen. Am Verzinkungsofen liegt ständig eine Temperatur von 450 °C an. Im 2-Schichtbetrieb werden hier die Materialien verzinkt.

QUALITÄT UND TIPPS

Qualitätsanforderungen an die Oberfläche der ­Feuerverzinkung (Oberfläche muss Anforderungen DIN EN ISO 1461 entsprechen)

  • Geschlossener Zinkfilm mit entsprechender Schichtdicke (Materialdicken abhängig)
  • Keine Fehlstellen
  • Keine rauen Stellen, Zinkspritzer oder sonstige Verunreinigungen
  • Flussmittel und Zinkaschereste sind unzulässig
  • Zinkverdickungen sind unzulässig falls sie "bestimmungsgemäßen Gebrauch" des Stahlteils stören

Tipps:

  • feuerverzinkte Oberflächen sollten vor Pulverbeschichtung immer mechanisch geschliffen/gesweept werden
  • die Zinkoberfläche muss eingeebnet, Zink-Oxidschichten, Weißrost, temporäre Korrosionsschutzmittel beseitigt werden
  • fremdaufgebrachte temporäre Korrosionsschutzmittel sind keine Haftgrundlage für nachfolgende Lackierung

Bei der Pulverbeschichtung werden die Werkstücke aus Aluminium, Stahl oder feuerverzinktem Stahl mit Polyester- oder Polyester-Epoxidpulver beschichtet. Anschließend wird das Pulver in einem Ofen bei Temperaturen von ca. 180 °C Objekttemperatur eingebrannt und verläuft bei diesem Prozess zu einer Lackschicht. "Wir bearbeiten hier nach der DIN EN ISO 12944-5 und DIN 55633 Teile mit den Abmaßen von 4,5 m x 1,4 m x 2 m und max. 500 kg und Sonderkonstruktionen bis 8 m sowie bis zu 1 t Gewicht. Da wir Feuerverzinkung und Pulverbeschichtung anbieten, können logistische Kosten wegfallen und Duplexsysteme realisiert werden. Dabei handelt es sich um ein Korrosionsschutzsystem, das aus der Feuerverzinkung in Kombination mit einer nachfolgenden Pulverbeschichtung besteht", sagt Wagner. Die Schutzdauer von Duplexsystemen ist im Regelfall deutlich länger als die Summe der jeweiligen Einzelschutzdauer der Verzinkung und der Beschichtung. Dieser Synergie-Effekt ermöglicht einen Verlängerungsfaktor des Schutzes je nach System zwischen 1.2 und 2.5. "Duplex-Systeme werden in vielen Bereichen des Stahlbaus eingesetzt und die Korrosivitätskategorie C 5 H wird erreicht", erläutert Wagner.

Lesen Sie den gesamten Beitrag in besser lackieren. Nr. 16/2015.

Müritz-Zink GmbH, Waren (Müritz), Thomas Wagner, Tel. +49 3991 61156-0, t.wagner@mueritz-zink.de, www.mueritz-zink.com

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