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05.08.2020

Lohnbeschichtung

Lohnbeschichtung, Pulverbeschichten, Kabinen-Anlagen-Technik: 17.10.2016

Maßgeschneidert pulverlackieren

Mit der GSB-konformen Beschichtungsanlage bedient Plastcoat einen weitgefächerten Kundenstamm

Weil der Lohnbeschichter Plastcoat wachsen und dabei seine Flexibilität sowie die Qualität weiter erhöhen wollte, investierte er in eine "Flex-i-Coat"- Pulverbeschichtungsanlage von Meeh. Die Experten platzieren die Anlage in eine grundlegend umgebaute alte Werkshalle.

Die neue Pulverlackieranlage erlaubt Plastcoat auch, große Werkstücke effizient zu beschichten. Quelle (drei Bilder): Meeh

Die neue Pulverlackieranlage erlaubt Plastcoat auch, große Werkstücke effizient zu beschichten. Quelle (drei Bilder): Meeh

Bei dem Freitaler Unternehmen Plastcoat Kunststoffbeschichtung GmbH stehen die Zeichen auf  Wachstum. Der Lohnbeschichter mit dem Schwerpunkt Pulverlackieren bedient Kunden aus den verschiedensten Branchen. Geschäftsführer Andreas Kupfer erläutert: "Da kommt uns unsere Vergangenheit als ehemaliger Forschungsstandort und Reallabor für Pulverbeschichtung zugute." Damit sein Unternehmen das angestrebte Umsatzwachstum realisieren kann, hat Plastcoat in eine neue P+F-Pulverbeschichtungsanlage investiert, die von Meeh geplant und geliefert wurde. Aufträge können auf der im März 2016 in Betrieb genommenen Anlage nun deutlich schneller und flexibler durchgesteuert werden. Vor allem die Multi-Metall-Fähigkeit und die immens schnellen Farbwechsel überzeugen die Sachsen täglich. Die maßgeschneiderte Anlage ist nicht nur kundenspezifisch konfiguriert, sondern auch stark an die räumlichen Gegebenheiten angepasst.
Kupfer lobt: "Die wunderbare Zusammenarbeit mit den Experten von Meeh hat es uns ermöglicht, viele Dinge in Eigenleistungen zu erbringen."

Schwierige Hallensituation

So steht zum Beispiel die GSB-konforme Vorbehandlungsanlage in einem Bereich, dessen Bodenniveau etwa 1 m unter dem restlichen Hallenboden liegt. Dahin transportiert die P+F-Fördertechnik mit 7 m langen Traversen die zu beschichtenden Werkstücke nach dem Aufnehmen durch die erste Hub-Senk-Station. Die Traversen können mit bis zu 1000 kg Material beladen werden. Sie eignen sich mit dem von Plastcoat neu integrierten und eigens modellierten Aufhängesystem gut dazu, lange Aluminium-Profile zu transportieren, wie sie beispielsweise für Markisen, Wintergärten oder Terrassendächer benötigt werden. In der Mehrzonen-Vorbehandlungsanlage können Stahl- und Aluminiumteile sowie verzinkte Teile, egal nach welchem Verfahren sie verzinkt wurden, gleichermaßen vorbehandelt werden. So werden die Werkstücke je nach Material entfettet oder gebeizt, in bis zu drei Spülvorgängen mit unterschiedlichen Leitwerten gereinigt, mit VE-Wasser nachgespült, wenn nötig passiviert und schließlich haftwassergetrocknet. Alle Sollwerte werden im hauseigenen Labor mehrmals täglich überprüft und akribisch dokumentiert. "Das Labor haben wir extra dafür eingerichtet. Eine wichtige Maßnahme zur Qualitätssicherung", versichert Kupfer.

Am Leitstand sieht Plastcoat Geschäftsführer Andreas Kupfer alle Daten der Prozesse und Teile.

Am Leitstand sieht Plastcoat Geschäftsführer Andreas Kupfer alle Daten der Prozesse und Teile.

Steuerung mit QR-Codes

Anschließend werden die Teile zum Beschichten gefahren - dafür geht es rechtwinklig um die Ecke unter Berücksichtigung von mehreren Säulen. Geht es um größere Serien, gelangen die vorbehandelten Teile in die hochmoderne Automatikkabine. Bei kleineren Chargen oder Sonderarbeiten wie zum Beispiel Spachteln, Abkleben oder ähnliches, fahren diese in die Großkabine für manuelles Beschichten. Dort können Teile mit Abmessungen von bis zu 7000 x 1200 x 2100 mm verarbeitet werden. Sowohl in der automatischen Beschichtungskabine, die auf Rückgewinnung arbeitet, als auch in der Großraumkabine regelt ein Datenträger in Form eines QR-Codes den gesamten Bearbeitungsprozess. Sämtliche Parameter wie Farbe, Schichtdicke, Spül- und Passivierungsprozesse, Einbrennzeiten, Temperaturen, u.v.m. sind darin abgelegt und werden vom Bediener mit einem QR-Code-Scanner zeitgleich an alle Anlagenbereiche übergeben. Alle Werte können ebenso über den zentralen Leitstand eingesehen und die Prozesse darüber gesteuert oder mit einem Smartphone ausgelesen werden. Sämtliche Soll-Ist-Parameter werden kontinuierlich aufgezeichnet und in der Datenbank dokumentiert. Von dort können sie jederzeit wieder abgerufen werden. Durch die vielen Säulen in der Halle gestaltete sich die Platzierung der Einbrennöfen als besondere Herausforderung. Die Verdampferanlage für die Wasseraufbereitung musste aus Platzgründen in einem Zwischenboden unter der Hallendecke untergebracht werden. Für ein optimales Raumklima ist eine leistungsfähige Abluftanlage mit einem Volumenstrom von 30.000 m³/h installiert. Sie sorgt dafür, dass die Temperaturgrenzwerte eingehalten werden. Kupfer lobt den Erfindungsreichtum von Meeh: "Die Leute haben immer wieder neue Lösungen und Anlagenlayouts gefunden, die sich an unsere schwierige Raumsituation angepasst haben. Da hätte manch anderer Anbieter längst aufgegeben." Insgesamt hat die Planungsphase mit Änderungen etwa ein dreiviertel Jahr gedauert.

Die GSB-konforme Vorbehandlung musste unter schwierigsten Platzverhältnisse in die Halle eingepasst werden.

Die GSB-konforme Vorbehandlung musste unter schwierigsten Platzverhältnisse in die Halle eingepasst werden.

Anspruchsvolle Aufträge

Im Ergebnis verfügt Plastcoat nun über eine leistungsfähige Pulverbeschichtungsanlage, mit der das Unternehmen seine Wachstumsziele verfolgen kann. "Bei der Beschichtung von Aluminium- und Stahlteilen arbeiten wir jetzt auf GSB-Niveau und planen die entsprechende Zertifizierung", versichert Kupfer. An anspruchsvollen Aufträgen mangelt es nicht. So bearbeitet Plastcoat große Serien an feuerverzinkten Gitterrosten, die im Duplex-Verfahren beschichtet werden. Die 4000 x 1800 mm großen Teile dienen später als begehbarer Zwischenboden in einem Automobilwerk. "Den Auftrag haben wir nur dank der neuen Anlage erhalten", ist sich Kupfer sicher. Ebenso Fassadenteile für das neue Fußballstadion von Erzgebirge Aue oder elektrisch leitende Teile für Maschinen, die im Reinraum eingesetzt werden und mit elektrisch leitfähigen Lacken beschichtet werden. Die Flexibilität und die Leistungsfähigkeit der Meeh-Lösung sowie die früheren Erfahrungen von Plastcoat aus der Vorgängerzeit als Forschungsstandort und Reallabor für Pulverbeschichtung versetzen Kupfer in die Lage auch heikle Aufträge anzunehmen. Dazu gehören zum Beispiel batteriesäurebeständige Beschichtungen für die Solarbranche oder Beschichtungen, die gegen Hydrauliköle, wie sie in der Luftfahrt eingesetzt werden, resistent sind.

Plastcoat Kunststoff­beschichtung GmbH, Andreas Kupfer, Freital, Tel. +49 351 210859-13, kupfer@plastcoat.de, www.plastcoat.de; Meeh Pulverbeschichtungs- und Staubfilteranlagen GmbH, Ulrich Meeh, Wimsheim, Tel. +49 7044 95151-0, info@jumbo-coat.de, www.jumbo-coat.de

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