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05.08.2020

Lohnbeschichtung

Lohnbeschichtung, Nutzfahrzeuglackierung, Pulverbeschichten: 07.10.2011

Mit neuem Antikorrosionslack Baufahrzeuge schützen

Der Kunde eines Lohnbeschichters wollte die Standzeiten seiner Baumaschinen deutlich erhöhen, damit diese im rauen Baustelleneinsatz besser bestehen würden. Ein neuer Antikorrosionslack von Pulverit konnte den bisherigen Lack jetzt nach erfolgreichen Salzsprühtests unkompliziert ablösen – ohne Änderungen im Beschichtungsprozess und ganz ohne Stillstandzeit.

Die Umstellung bei Wochner verlief reibungslos, der bestehende Lackierprozess konnte 1:1 beibehalten werden. Quelle: Wochner

Die Umstellung bei Wochner verlief reibungslos, der bestehende Lackierprozess konnte 1:1 beibehalten werden. Quelle: Wochner

Die Wochner Sandstrahlen und Pulverbeschichtung e.K. aus Hohenfels am Bodensee lackiert u.a. Bauteile von Rad- und Teleskopladern eines namhaften deutschen Herstellers. In der betriebseigenen Lackiererei, die im Zweischichtbetrieb läuft, gehören vor allem Metalloberflächen wie der Unterfahrschutz, Trittleisten, Blinker- oder Kotflügelhalter zum täglichen Beschichtungsgeschäft. Aber auch Montagewagen für Ausbeul- und Schleifwerkzeuge sowie Werkzeuge aus dem Maschinenbau zählen zum Lackierspektrum in Hohenfels. Die Bauteile werden von verschiedenen Unternehmen gefertigt und in Hohenfels angeliefert. Der erste Arbeitsschritt bei Wochner ist üblicherweise das Sandstrahlen, ehe die Werkstücke gewaschen und entfettet werden. "Wenn die Teile gereinigt sind, behandeln wir sie mit einer klassischen Eisenphosphatierung vor, die wir von Haug Chemie beziehen", erklärt Frank Wochner. Abschließend gelangen die Bauteile dann in die Beschichtung. Gerade Baufahrzeuge benötigen eine dauerhafte und robuste Beschichtung für die extremen Anforderungen auf den Baustellen. "Stoßfestigkeit und Witterungsbeständigkeit waren wiederkehrende Themen, die unser Hauptkunde immer wieder ansprach. Er bat uns, die Lackierung langlebiger und resistenter zu machen. Natürlich wäre es einfach gewesen, eine zweite Schicht Lack aufzutragen. Aber das wäre mit erheblichen Mehrkosten verbunden gewesen und nicht im Sinne unseres Kunden", berichtet der Lohnbeschichter. Die Ergebnisse der Salzsprühtests, die Wochner im Auftrag des Kunden am bisherigen Lackiersystem durchführen ließ, lagen bei rund 240 h; sein Kunde jedoch wollte eine doppelt so hohe Beständigkeit, ohne allzu viel am Prozess zu ändern. Wochner, mit anderen Projekten bereits Kunde bei Pulverhersteller Pulverit, erfuhr eher zufällig, dass in diesem Hause gerade eine Antikorrosions-Grundierung zur Marktreife gebracht worden war. Auf dieser Grundlage sollte nun ein neuer Einschichtlack mit antikorrosiven Eigenschaften entwickelt werden. In den Gesprächen zwischen Pulverit-Verkaufsleiter Sandro Albano und Wochner kam man schnell überein, dass es sich dabei um eine geeignete Lösung für die Anforderungen des Baumaschinen-Kunden handeln könnte.

Reibungslose Umstellung

Pulverit führte an dem fertig entwickelten Polyesterlack mehrere Salzsprühtests durch, die einen sehr hohen Korrosionsschutz bestätigten. Das Ergebnis zeigte tatsächlich den gewünschten Erfolg: Es lag mit fast 500 h genau in dem Bereich, den der Baumaschinenhersteller vorgegeben hatte. Nach verschiedenen Abstimmungen mit allen Beteiligten konnte schließlich mit der Umstellung des Lacksystems begonnen werden. Die ersten Oberflächen verließen nach kurzer Umstellungsphase im gewohnten Baumaschinen-Farbton die Lackiererei. Da in Wochners Fall nur das Lacksystem ausgetauscht werden musste – bei beiden Systemen handelt es sich um Einschichtlacke auf Polyesterbasis – verlief die Umstellung reibungslos, denn der bestehende Lackierprozess konnte 1:1 beibehalten werden. "Die Übergangszeit war ein wenig ruckelig, aber das ist ja normal. Wir haben sonst keinerlei Umstellung vornehmen müssen. Das ist schon ziemlich ungewöhnlich", erklärt Wochner nicht ohne Begeisterung.

3 FRAGEN AN...

Sandro Albano, Verkaufsleiter bei Pulverit

Sandro Albano

Sandro Albano

Wie kam es zur Entwicklung des Einschichtlacks?

Wir hatten die Entwicklung einer Antikorrosionsgrundierung abgeschlossen. Da dieses Projekt von Erfolg gekrönt war, kam uns die Idee, aus dem Verfahren dann noch einen einschichtigen Antikorrosionslack auf Polyesterbasis abzuleiten.

Wie kam die Firma Wochner ins Spiel?

Wochner ist schon länger Kunde bei uns – allerdings bezieht er Pulver für andere Kunden und Aufträge. Als wir auf das Thema Standzeiten zu sprechen kamen, hat sich ein Kreis geschlossen, wir hatten einfach im richtigen Moment die passende Lösung. So kamen die Dinge ins Rollen: Wir hatten unseren ersten Anwender gefunden.

Ist der Lack für Wochner mit hohen Mehrkosten verbunden?

Das Pulver mit dem Antikorrosionswirkstoff kostet rund 15% mehr als das bisherige Pulver ohne diese Komponente. Dennoch rechnet es sich, weil man sonst auf eine zusätzliche Lackschicht hätte setzen müssen – und das wäre erheblich teurer geworden. Übrigens erfüllt unser neuer Antikorrosionslack sogar die Kategorie C3 / C5.

Wochner Sandstrahlen und Pulverbeschichtung e.K., Hohenfels, Frank Wochner, +49 7557 9284990, info@wochner-s-p.de, www.wochner-s-p.de; Pulverit Deutschland GmbH, Böblingen/Rems, Sandro Albano, Tel. +49 7173 9146055, s.albano@pulverit.de, www.pulverit.de

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