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28.01.2020

Lohnbeschichtung

Lohnbeschichtung: 10.07.2013

„Prüfpflicht für Lohnbeschichter wird intensiver“

Lohnbeschichter müssen sich immer neuen Herausforderungen stellen, denn die Anforderungen an die Qualität steigen stetig. Über mögliche Wege aus diesem Dilemma, z.B. durch eine regelmäßige Prozessüberwachung, sprach besser lackieren. mit Philipp Swoboda, QS-Auditor für Pulverbeschichtungen im Bereich Oberflächentechnik bei der OFI Technologie & Innovation GmbH.

In Klimakammern werden beschichtete Werkstücke reproduzierbaren Prüfungen unterzogen – ein unerlässliches Mittel zur Qualitätssicherung. In dieser Klimaprüfzelle finden Temperaturprüfungen im Bereich von -70 °C bis +150 °C und Klimaprüfungen von 10 °C bis +90 °C im Feuchtebereich 10% bis 95% r.F. statt. Quelle: OFI

In Klimakammern werden beschichtete Werkstücke reproduzierbaren Prüfungen unterzogen – ein unerlässliches Mittel zur Qualitätssicherung. In dieser Klimaprüfzelle finden Temperaturprüfungen im Bereich von -70 °C bis +150 °C und Klimaprüfungen von 10 °C bis +90 °C im Feuchtebereich 10% bis 95% r.F. statt. Quelle: OFI

Welches sind Ihren Erfahrungen nach die größten Probleme bzw. Herausforderungen, denen sich Lohnbeschichter momentan stellen müssen, und die sie an Sie herantragen?

Der Markt verlangt stetig steigende Qualität. Dies bedeutet, dass seitens der Auftraggeber die Anforderungen höher werden. Für den Lohnbeschichter wird somit nicht nur die Qualität bezüglich der Vorbehandlung und der Beschichtungsstoffe höher, sondern es resultieren daraus auch die deutlich aufwändigeren Prüfpflichten. Der Lohnbeschichter ist also nicht durch die Probleme des Gesetzgebers, wie z.B. Umstellung auf chromfreie Vorbehandlung durch Verbot von Chrom(VI) oder denen von Herstellern der Beschichtungsstoffe wie stetige Verbesserungen durch Anforderungen an Korrosionsschutz, Stabilität gegen Umweltbelastungen etc., sondern auch durch neue und anspruchsvolle Normen und Vorschriften gefordert. Wir sehen unsere Aufgabe darin, durch Beratung und entsprechende Prüfungen Lohnbeschichtern zur Seite zu stehen.

Was können Lohnbeschichter in ihrem Betrieb tun, um gleichbleibend gute Qualität liefern zu können, die den erforderlichen Standards entspricht?

Qualität ist ein stetiger Wachstumsprozess in einem Unternehmen wie beim Lohnbeschichter beispielsweise. Um eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten, sind dabei – neben einer technisch einwandfreien Anlage und der Kontrolle durch Messungen wichtiger Parameter im Prozess – die stetige Schulung und Weiterbildung des Personals erforderlich. Ein Mitarbeiter muss die Produktionsabläufe beherrschen, um Fehler frühzeitig erkennen zu können und um gegebenenfalls die entsprechenden Prozessparameter justieren zu können. Der Einfluss des Lohnbeschichters auf die Qualität der Beschichtung beginnt bei der Anlieferung (Wareneingangskontrolle), erfordert während der Herstellung eine Produktionskontrolle und endet beim Warenausgang (Produktkontrolle).

Philipp Swoboda

Philipp Swoboda

Welche Strategien sollten Beschichter verfolgen, um zuverlässigen Korrosionsschutz bei ihren Werkstücken zu erzielen und wo liegen die häufigsten Fehlerursachen?

Wie schon erwähnt, beginnt die Qualitätssicherung bei der Anlieferung. Entsprechend dem zu beschichtenden Werkstoff und dem Anlieferungszustand – Schmutz, Korrosion etc. – sind die weiteren Vorbehandlungsschritte zu entscheiden, um einen für die darauffolgende Beschichtung entsprechenden Untergrund herzustellen. Die gesamten Vorbehandlungsprozesse, z.B. Entfettung, Beize, Konversionsschicht, Strahlen u.a. – und bei Entfettung sowie chemischer Vorbehandlung insbesondere die Spülvorgänge – sind aufeinander abzustimmen und zu kontrollieren. Eine adäquate Überwachung (z.B. kontinuierlich bei Vorbehandlungsbädern, Vorbehandlungsgrade bei Strahlvorgängen) ist erforderlich, um eine qualitativ hochwertige Vorbehandlung sicher zu stellen. Dies ist umso wichtiger, da in diesem Bereich des Prozesses die meisten Ursachen für spätere Fehler entstehen.

Welche Kundenaufträge im Bereich Lacke und Beschichtungen bearbeiten Sie darüber hinaus zurzeit?

Das OFI am Standort Wiener Neustadt ist spezialisiert auf Oberflächentechnik, Umweltsimulation und Materialanalytik. Das heißt, dass wir z.B. Beschichtungsstoffe oder auch beschichtete Produkte auf vorgegebene Anforderungen oder auch auf während der Lebens-/Gebrauchsdauer zu erwartende Belastungen (Umweltbelastungen, chemische Belastungen, mechanische Belastungen) prüfen und beurteilen. Außerdem befasst sich ein großer Teil unserer Arbeiten mit der Feststellung der Ursache von Schäden bei Beschichtungen, wie z.B. Korrosionsbildungsphänomene, Ablösung und Blasenbildung an Beschichtungen. Im Bereich der Pulverbeschichtung bin ich als Prüfer/Auditor unter anderem für die Überwachung der Qualität bei den Beschichtern – das OFI ist Kooperationspartner der GSB International – tätig. Ein Fokus unserer Aktivitäten liegt auch auf der Information, z.B. im Rahmen des von mir initiierten OFI Pulvertags. Das OFI steht seinen Kunden dabei als kompetenter Partner zur Seite – getreu unserem Motto: "Fortschritt in guten Händen".

OFI Technologie & Innovation GmbH, A-Wiener Neustadt, Philipp Swoboda, Tel. +43 1 7981601-580, philipp.swoboda@ofi.at, www.ofi.at

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