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28.01.2020

Lohnbeschichtung

Lohnbeschichtung, Pulverbeschichten: 02.02.2017

Pulverbeschichten als Mehrwert

Seeger Lasertechnik folgt dem Trend hin zu beschichteten und komplett montierten Baugruppen

Schneiden, Biegen und Schweißen ist in der klassischen Blechbearbeitung heute nicht mehr ausreichend. Die sogenannten Lohnfertiger oder Systemlieferanten sind dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Mehrwert zu steigern. Grund genug für die Seeger Lasertechnik GmbH, eine "Jumbo-Coat"-Anlage von Meeh in Betrieb zu nehmen.

Das Teilespektrum wird in der Pulverkabine manuell beschichtet. Quelle: Meeh

Das Teilespektrum wird in der Pulverkabine manuell beschichtet. Quelle: Meeh

Seit über 25 Jahren beliefert die Seeger Lasertechnik GmbH in Lorsch Industriekunden mit passgenau und nach Kundenwunsch zugeschnittenen Blechteilen in unterschiedlichen Losgrößen – vom Einzelteil bis zur Großserie. "Im Laufe der Zeit", so Roland Kiefer, Geschäftsführender Gesellschafter von Seeger, "haben sich die Wünsche der Kunden stetig verändert – sie sind anspruchsvoller geworden. Waren es zum Anfang nur Blechteile, so können wir seit geraumer Zeit einen Trend hin zu komplett montierten Baugruppen feststellen." Dieser Trend hat sich mittlerweile als fest etabliert herausgestellt und wurde durch neue Kundenwünsche ergänzt. Einbaufertige Teile oder Baugruppen werden heute von den Kunden verlangt. Einbaufertig heißt in diesem Falle, dass sich Lohnbetriebe, wie Seeger Lasertechnik, mit zusätzlichen Leistungen befassen müssen. Dazu gehören unter anderem oberflächenbehandelte Produkte wie sie beispielsweise durch die Pulverbeschichtung entstehen. "Die Oberflächentechnik – sprich Pulverbeschichtung  – ist ein Fertigungsbereich, mit dem wir eindeutig unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern und den Mehrwert für unsere Kunden unterstreichen. Deshalb haben wir uns 2015 dazu entschlossen in eine Pulverbeschichtungsanlage zu investieren", sagt Kiefer. Auf der Suche nach der geeigneten Technologie und einem zuverlässigen und erfahrenen Partner ist Kiefer bei den "Jumbo-Coat"-Anlagen von Meeh fündig geworden. "Die Abwicklung war einfach und ging reibungslos über die Bühne", unterstreicht Kiefer. Dabei lag das gesamte Anlagenengineering in den Händen von Meeh. Der zuständige Vertriebsingenieur, Dietmar Damm, konnte dabei seine gesamte Erfahrung aus zahlreichen Projekten einbringen. Die Platzverhältnisse waren mit einer bereits fertiggestellten Halle vorgegeben. Diese stellte erst einmal die Basis für die Anlagenplanung dar. Dabei kristallisierte sich schon heraus, dass es keine Kreisförderanlage wird, sondern es sich um eine Chargenanlage handeln würde.

Roland Kiefer (l.), Geschäftsführender Gesellschafter der Seeger Lasertechnik GmbH mit Dietmar Damm, Vertriebsingenieur bei Meeh vor der neuen Anlage.

Roland Kiefer (l.), Geschäftsführender Gesellschafter der Seeger Lasertechnik GmbH mit Dietmar Damm, Vertriebsingenieur bei Meeh vor der neuen Anlage.

Die bereits pulverbeschichteten Teile werden von der Querfahrbühne in den Einbrennofen geschoben. Quelle (zwei Fotos): Dietmar Kuhn

Die bereits pulverbeschichteten Teile werden von der Querfahrbühne in den Einbrennofen geschoben. Quelle (zwei Fotos): Dietmar Kuhn

Passgenaue Chargenanlage

"Durchlaufanlagen", so Damm, "sind für Lohnfertiger, wie Seeger, aufgrund der oft wechselnden Chargen und differenzierten Chargengrößen nicht geeignet. In solchen Fällen empfehlen wir unseren Kunden passgenau konzipierte Chargenanlagen." So umfasst das Gesamtkonzept bei Seeger Lasertechnik den Stahlbau mit Fördertechnik, die Vorbehandlungsanlage, die Pulverbeschichtungskabine sowie den Einbrenn- bzw. Trockenofen. Umwelttechnische Vorschriften und Regeln wurden selbstverständlich berücksichtigt und die entsprechenden Anlagenkomponenten praktisch und platzsparend auf dem Dach der Anlage installiert. Für einen reibungslosen Ablauf und den Transport der Blechteile sorgt ein ausgeklügelter Verschiebebahnhof der im Grunde aus einer Stahlkonstruktion mit entsprechendem Schienensystem besteht. Damit können die zu beschichtenden Blechteile sehr platzsparend sowohl längs als auch quer verfahren werden. "Aus Erfahrung wissen wir, dass jede Anlage individuell geplant werden muss und einerseits den Kundenwünschen und andererseits den räumlichen Gegebenheiten sowie letztendlich den Produkten gerecht sein muss", erklärt Damm. Die einzelnen Anlagenkomponenten sind optimal aufeinander abgestimmt. So wird die Waschkabine zum Entfetten/Phosphatieren und für die Spülprozesse genutzt. Dabei werden alle Medien über einen Pumpensumpf und Bandfilteranlagen im Kreislauf geführt. Eine Einleitung in das Kanalnetz entfällt durch diesen Kreislauf. Der Trockner wird zum einen für die Trocknung nach der Teilereinigung und zum anderen für das Einbrennen des Pulverlacks eingesetzt. Das Ofenkonzept sorgt dabei für einen idealen Lufthaushalt bei konstanter Temperaturhaltung. Trocknen und Einbrennen erfolgt zeitüberwacht, damit jedes Werkstück entsprechend seiner Materialdicke die optimale Verweilzeit erhält.

Stetig steigende Auslastung

In der begehbaren Beschichtungskabine erfolgt die Absaugung durch einen Patronenfilter. Die gereinigte und saubere Luft wird mittels Polizeifilter in die Halle zurückgeführt. Mit der Investition in die Jumbo-Coat Anlage hat sich die Seeger Lasertechnik GmbH ein Stück Zukunft gesichert und ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter ausgebaut. "Als Systemlieferant mussten wir diesen Weg gehen", betont Roland Kiefer. "Damit können wir jetzt Teile bis zu 5200 mm Länge, 2500 mm Höhe, 1500 mm Tiefe und mit Gewichten bis zu 1000 kg beschichten." Die Auslastung der Anlage im Zwei-Schicht-Betrieb nimmt täglich zu. Wegen des erweiterten Angebots durch die Pulverbeschichtung  greifen immer mehr Kunden auf das Leistungsspektrum mit "buntem Blech" von Seeger als Systemlieferant zu.

Seeger Lasertechnik GmbH, Lorsch, Roland Kiefer, Tel. +49 62515865-0, r.kiefer@seeger-laser.de, www.seeger-laser.de; Meeh Pulverbeschichtungs- und Staubfilteranlagen GmbH, Wimsheim, Ulrich Meeh, Tel. +49 7044 95151-0, info@jumbo-coat.de, www.jumbo-coat.de

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