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Nutzfahrzeuglackierung

Nutzfahrzeuglackierung: 06.12.2018

Höhere Effizienz, bessere Qualität

Kässbohrer automatisiert die Lackierung des Pistenbully

Skifahrer kennen sie – die Pistenraupen, die nachts und frühmorgens die Pisten präparieren. Die Kässbohrer Geländefahrzeug AG ist Weltmarktführer in diesem Bereich, vertreibt die Spezialfahrzeuge unter dem Markennamen Pistenbully und hat jetzt die Lackierung der Fahrerkabinen automatisiert.

Die Farbwechsel- und Dosiertechnik ist im vorderen Roboterarm integriert. Foto: Dürr

Die Farbwechsel- und Dosiertechnik ist im vorderen Roboterarm integriert. Foto: Dürr

Die Fahrzeuge sind härtesten Bedingungen ausgesetzt: Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, scharfkantige Eiskristalle, starke UV-Bestrahlung. Um die Kabinen zuverlässig vor den rauen Umwelteinflüssen zu schützen, appliziert der Hersteller der Spezialfahrzeuge zwei Füllerschichten sowie den Basislack. Da die Werker die Lacke manuell applizierten, verfolgte  das Unternehmen das Ziel, diesen Prozess zu optimieren. Deshalb hat Kässbohrer jetzt einen Lackierroboter von Dürr in­­stallieren lassen, der die Metallrahmen von außen und innen beschichtet. "Für die Lackierung eines Fahrerhauses benötigt der Roboter höchstens eine Stunde. Im Vergleich zur bisherigen Handlackierung spart uns das so viel Zeit, dass wir die Ausbringrate auf 600 Fahrerhäuser pro Jahr deutlich steigern können", sagt Uwe Thierer, Werkleiter am Standort Laup­heim der Kässbohrer Geländefahrzeug AG.

Füllerapplikation nass-in-nass

Der Roboter erhöht die Effizienz des Lackierprozesses in mehrfacher Hinsicht: Er appliziert schneller und sorgt zudem für eine gleichmäßige und jederzeit reproduzierbare Qualität.  In der Kombikabine. trägt der Lackierroboter des Typs "EcoRP L033" zuerst zwei Füllerschichten als Haftvermittler und Korrosionsschutz nass-in-nass ohne zwischengeschaltete Trocknung auf. Dabei sorgt die im vorderen Roboterarm integrierte Farbwechsel- und Dosiertechnik für geringe Farbverluste beim Farbwechsel sowie kurze Spülzeiten mit geringem Lösemittelverbrauch. Danach erfolgen die Zwischentrocknung und anschließend die dritte Lackierstufe, die Applikation des Basislacks als Farbauftrag.
Dürr lieferte auch die Skidfördertechnik mit Drehtisch und Kippfunktion. Sie justiert das Fahrerhaus reproduzierbar und bringt es für den Lackiervorgang in die richtige Position. Der Roboter lackiert die Fahrerhaus-Karosserie komplett und sorgt mit dem doppelten Füllerauftrag gleichzeitig für den Korrosionsschutz, der in der Automobillackierung durch das Tauchbad erfolgt. Für die Farbversorgung stehen fünf Druckbehälter für Stammlack, Härter und Verdünner zur Verfügung.

Chromatfreier Lack

Der Gesundheitsschutz war für Kässbohrer ein weiteres, gewichtiges Argument für die Automatisierung des Lackierprozesses. Erfolgt dieser per Hand, sind die Mitarbeiter Lack- und Lösemittelnebeln ausgesetzt. Beim Einsatz eines Roboters entfällt diese Belastung für die Werker. Im Zuge der Automatisierung stellte Kässbohrer in der Pistenbully-Fertigung zugleich auf chromatfreien Lack um.

 Zum Netzwerken:
Dürr Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen, Günter Buzer, Tel. +49 7142 78-2614, guenter.buzer@durr.com, www.durr.com

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