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Schienenfahrzeuge

Schienenfahrzeuge, Umwelttechnik: 02.03.2017

Erster biobasierter Eisenbahnlack im Test

Kooperation von Newag, Lankwitzer Lackfabrik und Covestro für nachhaltigere Lackierungen auf der Schiene

Der polnische Schienenfahrzeughersteller Newag SA hat jetzt die Weichen für eine ressourcenschonende Lackierung gestellt. Als erstes Unternehmen stattete er zwei Diesellokomotiven mit einem Lack auf Basis nachwachsender Rohstoffe aus.

Der polnische Schienenfahrzeughersteller Newag stattete als erstes Unternehmen Diesellokomotiven mit einem Lack auf Basis nachwachsender Rohstoffe aus. Die Lankwitzer Lackfabrik entwickelte ihn in enger Zusammenarbeit mit Covestro unter Verwendung von dessen biobasiertem Lackhärter "Desmodur eco N 7300". Quelle: Covestro

Der polnische Schienenfahrzeughersteller Newag stattete als erstes Unternehmen Diesellokomotiven mit einem Lack auf Basis nachwachsender Rohstoffe aus. Die Lankwitzer Lackfabrik entwickelte ihn in enger Zusammenarbeit mit Covestro unter Verwendung von dessen biobasiertem Lackhärter "Desmodur eco N 7300". Quelle: Covestro

Die Transportindustrie ist stets auf der Suche nach Wegen, um nachhaltiger zu werden und ihren Kohlenstoff-Fußabdruck zu reduzieren. Fahrzeughersteller setzen auf Leichtbaukonzepte, um Treibstoffverbrauch und Emissionen zu senken. Zusätzlich argumentieren Schienennetzbetreiber mit der ohnehin größeren Nachhaltigkeit des Massentransports von Personen und Gütern. Auf die Dauer reicht dies aber nicht aus. Der polnische Schienenfahrzeughersteller Newag SA hat jetzt die Weichen für eine ressourcenschonende Lackierung gestellt. Als erstes Unternehmen stattete er zwei Diesellokomotiven mit einem Lack auf Basis nachwachsender Rohstoffe aus. Lieferant des Klarlacks ist die Lankwitzer Lackfabrik in Berlin, die ihn in enger Zusammenarbeit mit Covestro unter Verwendung des biobasierten Lackhärters "Desmodur eco N 7300" entwickelte. "Ein Lackhersteller muss natürlich für ein neues Produkt zunächst die Spezifikationen seines Kunden erfüllen", erläutert Mateusz Fedko, Projektleiter bei Newag. "Wenn der Lack dann noch einen Mehrwert bietet, wie in diesem Fall durch die nachwachsende Rohstoffbasis, dann ist dies für uns eine sehr gute Möglichkeit der Differenzierung von unserem Wettbewerb."

Serienreife Anwendung

Das Projekt mit den Partnern belegt anschaulich den Fortschritt, den Covestro mit seinem biobasierten Lackhärter inzwischen erzielt hat und auf der European Coatings Show 2017 in Nürnberg vorstellen wird. "Die damit formulierte Beschichtung ist ebenso leistungsfähig wie ein konventionelles Lacksystem, greift aber hauptsächlich auf nachwachsende Ressourcen zurück", sagt Julia Hellenbach, im Geschäftsfeld Lacke, Klebstoffe, Spezialitäten bei Covestro Marketingexpertin für den Transportsektor. "Der Kohlenstoffgehalt des Polyurethanrohstoffs basiert zu 70% auf Biomasse." Am Stammsitz der Newag in Polen wurde das "EVOClear 294 / PH 94-0000"-Lacksystem von Lankwitzer wie ein Standard-Klarlack mittels Spritzapplikation aufgetragen. Gemeinsame Prüfungen von Lankwitzer Lackfabrik und Covestro belegen die hohe Leistungsfähigkeit des Klarlacks: Er ist Polyurethansystemen auf pe­trochemischer Basis ebenbürtig. Die Abriebfestigkeit und Glanzstabilität des Lacks übertreffen diejenige von Standardbeschichtungen sogar um 70%, wie die Partner mithilfe des Amtec-Kistler-Tests (Simulation von Autowäschen) nachweisen konnten.

Viele Tests bestanden

Als nächstes planen sie eine gemeinsame Langzeit-Prüfung der Witterungsbeständigkeit. Der biobasierte Klarlack erfüllt die spezifischen Anforderungen der Schienenfahrzeugindustrie. So zeigt er eine sehr gute Beständigkeit gegen Reinigungsmittel, vor allem zur Entfernung von Graffitis (DB Blatt 39), außerdem gegenüber Alkalien, Salz- und Phosphorsäure. Tests bestätigen die einfache und schonende Entfernung von Graffitis. Die bisherigen Ergebnisse stimmen Michael Voxbrunner von der Lankwitzer Lackfabrik für die weitere Entwicklung optimistisch: "Ich bin sicher, dass dieser biobasierte Klarlack auch unseren Kunden in anderen Branchen einen Mehrwert bieten wird."

Covestro AG, Leverkusen, Dr. Frank Rothbarth, Tel. +49 214 6009-2536, frank.rothbarth@covestro.com, www.covestro.com

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