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Schienenfahrzeuge

Schienenfahrzeuge: 23.02.2017

„Lacksysteme nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten bewerten“

Christian Hocke über aktuelle Projekte und Herausforderungen

Die Deutsche Bahn AG hat mit mehreren Lackherstellern ein bis 2022 laufendes Langzeitprojekt gestartet. Im DB-Werk Wittenberge/Elbe werden Gelenkgetriebewagen mit verschiedenen Lacksystemen beschichtet und jährlich geprüft. besser lackieren. sprach mit Christian Hocke, Leiter Produktionsstandort Berlin, Region Nordost über die aktuellen Projekte.

Im DB-Werk Wittenberge werden die 14 Gelenkgetriebewagen der DB Regio AG sukzessive mit verschiedenen Systemen der Lackhersteller beschichtet. Quelle: FreiLacke

Im DB-Werk Wittenberge werden die 14 Gelenkgetriebewagen der DB Regio AG sukzessive mit verschiedenen Systemen der Lackhersteller beschichtet. Quelle: FreiLacke

Gemeinsam mit acht Lackherstellern werden aktuell rund 14 Getriebewagen mit verschiedenen Lacksystemen beschichtet. Was ist das Ziel dieses Projekts?

Das Ziel ist, der Industrie die Möglichkeit zu geben, ihre neuen Lacksysteme im normalen Betriebsumfeld der Deutschen Bahn zu testen, um daraus Erkenntnisse für die Entwicklung von neuen, bahntauglichen Lacksystemen zu ziehen. Außerdem sollen Lacksysteme erprobt werden, die eine bessere Graffitientfernung und Reinigung gewährleisten und mit günstigen Lifecycle-Kosten über den Betriebszeitraum von 30 Jahren verbunden sind. Weiterhin wollen wir die Systeme nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten über den Betriebszeitraum auswerten und ihre Ökobilanz gegenüberstellen.

Welchen Nutzen hat das Projekt für die Beteiligten?

Die Lackhersteller haben die Möglichkeit, an je einem Fahrzeug der Baureihe 646 ihre Lacksysteme aufzubringen und über einen langen Zeitraum zu beobachten. Es werden der Ausgangszustand und das Verhalten des Lacksystems im laufenden Betrieb bei DB Regio bewertet. Die Bahn fördert neue Entwicklungen der Industrie und kann davon bei zukünftigen Neufahrzeugen profitieren.

PULVERBESCHICHTEN FÜR DIE DEUTSCHE BAHN
Christian Hocke

Christian Hocke

Um möglicherweise in Bezug auf den Kasten "Lackieren für die Deutsche Bahn" in Nr. 2/2017, S.5 entstandene Missverständnisse aufzulösen, betont die Redaktion besser lackieren., dass die dort gemachten Angaben sich ausschließlich auf die Qualifizierung von Pulverlacksystemen und Pulverbeschichtern beziehen. Die Deutsche Bahn AG hat früher von Pulverbeschichtern einen Qualitätsnachweis in Form einer DB-Zulassung gefordert. Das Verfahren erwies sich jedoch als problematisch, weil manche Lohnbeschichter immer mal wieder für den Anwendungsbereich ungeeignete Lacksysteme einsetzten. Deshalb hat die DB Systemtechnik GmbH mit Unterstützung der Qualitätsgemeinschaft Industriebeschichtung (QIB), in den letzten zwei Jahren zusammen mit Lackherstellern, Lohnbeschichtern, Systemhäusern und dem Institut für Oberflächentechnik (IFO) eine Überarbeitung der DB-Richtlinie durchgeführt. Durch Festlegung neuer Kriterien entwickelten die Beteiligten eine Klassifizierung, die sich an Substraten (Alu, Stahl), an Einsatzbereichen (innen, außen) und Aufgaben (dekorativ, technisch) orientiert. Statt der ausschließlichen Einzelzulassung des Pulverbeschichters müssen jetzt die Lacksysteme nach ihrem Einsatzbereich generell zugelassen werden. Die Qualifikation der Beschichter kann neben einer Prüfung (alle zwei Jahre) durch ein unabhängiges akkreditiertes Prüfinstitut, jetzt auch durch die Mitgliedschaft in einer Gütegemeinschaft, wie der QIB, Qualicoat, GSB, abhängig vom Geltungsbereich nachgewiesen werden. Zulassungen für Pulverlacksysteme sind seit Juni 2016 möglich. Die neuen Zulassungskriterien für Pulverbeschichter gelten seit Januar 2017.

DB Regio AG, Region Nordost, Berlin, Christian Hocke, Tel. +49 30 297-14500, christian.hocke@deutschebahn.com, www.bahn.de

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