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18.10.2018

Schienenfahrzeuge

Schienenfahrzeuge: 12.03.2013

Wiener Linien eröffnen neues Oberflächenzentrum

Die Wiener Linien haben beim Neubau der Hauptwerkstätte auf ressourcenschonende Anlagen mit möglichst geringem Energieverbrauch und dennoch modernster Technik gesetzt.

Die Wiener Linien lackieren ihre Schienenfahrzeuge künftig in einer neuen Waggon-Lackierkabine, die mit sektionaler Belüftung und einer automatischen Personenerkennung ausgestattet ist. Quelle: SLF

Die Wiener Linien lackieren ihre Schienenfahrzeuge künftig in einer neuen Waggon-Lackierkabine, die mit sektionaler Belüftung und einer automatischen Personenerkennung ausgestattet ist. Quelle: SLF

163 Mio. Euro investieren die Wiener Linien in einem bis 2013 dauernden Umbauzeitraum, um die Hauptwerkstätte im 11. Wiener Gemeindebezirk auf den neuesten technischen Stand zu bringen. Vor kurzem ist der Oberflächenbereich in Betrieb genommen worden. Neben den hohen Anforderungen an die Lackierung von Schienenfahrzeugen, die in der Anlage zum Tragen kommen, wird ein hohes Augenmerk auf die Wirtschaftlichkeit gelegt.
Straßenbahnen, Nahverkehrsbusse und die dazugehörigen Klein- und Anbauteile werden im Zuge der regelmäßigen Wartung nicht nur technisch sondern auch optisch auf den neuesten Stand gebracht. Bedingt durch den ULF, das neue Niederflurfahrzeug in der Flotte, musste neben einer Kleinteilelackierkabine eine 42 Meter lange Waggon-Lackierkabine realisiert werden. SLF Oberflächentechnik hat sich dabei mit ihrer sektionalen Belüftung in Kombination mit einer automatischen Personenerkennung in einer EU-weiten Ausschreibung als bester Anbieter durchgesetzt. Die eingesetzte Technik ermöglicht u.a. Energieeinsparungen. Aufgrund der sehr unterschiedlichen und bis zu 37 m langen Fahrzeuge wurde das Kabinenkonzept mit einer automatischen Personenerkennung für die Lackierer ausgestattet. Durch die sektionale Arbeitsweise wird in hohem Maße Energie eingespart. Dabei wird nur in dem unmittelbaren Arbeitsbereich um den tätigen Lackierer herum Frischluft zugeführt und im Bodenbereich sektional abgesaugt. Die Belüftung begleitet also den Lackierer. So lässt sich vermeiden, dass der restliche Lackierraum, in dem niemand arbeitet, unnötig belüftet wird. Die betreffende Arbeitssektion kann vom Lackierer manuell über Taster an den Kabinenlängswänden, eine explosionsgeschützte mobile Fernbedienung oder vollautomatisch über ein Personenerkennungssystem angewählt werden.

Einsparpotenziale bei der Belüftung nutzen

Auf beiden Seiten der Waggonlackierkabine sind Falttore – abgestimmt auf das übrige Hallenkonzept – integriert. Die Straßenbahn wird über eine Verschubbühne in Position gebracht und kann sowohl aus dem Freien als auch einem Verbindungshallenschiff in die Lackierkabine eingefahren werden. Autobusse werden zur Überarbeitung aus dem Freien eingebracht. Die Lackierer können die Fahrzeuge entweder vom Boden aus oder über wandgeführte

vorteile

Hubarbeitsbühnen bequem beschichten. Die beiden Hubarbeitsbühnen verfügen mit ihrer maximalen Tragkraft von 250 kg pro Arbeitsplattform über ausreichende Reserven, um auch die Farbversorgung direkt auf der Plattform sicherzustellen. Die Sparschaltung der Lüftungsanlage sorgt bei Unterbrechungen der Lackiertätigkeit mit einer frei einstellbaren Zeit für zusätzliches Einsparpotenzial – bei Strombedarf wie auch bei der Heizleistung –, indem die Lüftungsanlage im Sparbetrieb lediglich mit 50% ihrer Leistung arbeitet. Bei den Kabinen wurde eine Sandwich-Paneel-Konstruktion zum Einsatz gebracht und sämtliche wärmeführenden Leitungen mit einer hochwertigen Wärmedämmung isoliert. Zum Energiespareffekt durch diese Maßnahmen, welche bei kombinierten Lackier- und Trockenkabinen mit SLF-Technik gegenüber einer konventionellen vollflächigen Be- und Entlüftung ein Einsparpotenzial von bis zu 70% erzielen, lassen sich durch den Einsatz des zweistufigen Farbabscheidesystems mit Prallabscheidern die Wartungskosten entschieden reduzieren.

Zweistufige Farbnebelabscheidung

Über eine vollflächige Zuluftfilterdecke erfasst der Luftstrom in der aktiven Arbeitssektion das Overspray und leitet die Schadstoffe in die Bodenabsaugung. Hier wird das Overspray zunächst durch die von SLF entwickelten Schwerlastprallabscheider zu circa 70% vorabgeschieden und anschließend in einem Zentralfilter soweit nachgefiltert, dass die gesetzlichen Grenzwerte weit unterschritten werden. Dadurch verlängert sich die Standzeit der nachgeschalteten Filterkassetten gegenüber der herköm-mlichen Abscheidung mit Gitterrosten und untergelegter Filtermatte enorm. Neben den wesentlich längeren Standzeiten zwischen den Filterwechselzyklen ist der Arbeitsaufwand für einen Filterwechsel nicht nur ergonomischer, sondern auch erheblich kürzer und ohne Nebenzeiten in weniger als 15 Minuten erledigt.

Kleinteile separat und wirtschaftlich lackieren

Parallel zu der Waggonlackierkabine wurde ebenfalls eine Kleinteilelackierung eingerichtet. Kleinteile können so unabhängig von der Fahrzeuglackieranlage in einer kombinierten Spritz- und Trockenkabine lackiert werden. Auch hier kommen die im Boden eingelassenen Schwerlastprallabscheider zum Einsatz. Aus wirtschaftlichen Betrachtungen wurde auch in dieser Kabine eine sektionale Be- und Entlüftung realisiert und die 7,0 x 6,0 m in zwei manuell vorwählbare Sektionen unterteilt. Die Lüftungsanlage ist jedoch so ausgelegt, dass im Bedarfsfall auch der gesamte Lackierbereich

Busse können entweder vom Boden aus oder über die wandgeführten Hubarbeitsbühnen von den Lackierern bearbeitet werden, auf denen eine direkte Farbversorgung möglich ist. Quelle: SLF

Busse können entweder vom Boden aus oder über die wandgeführten Hubarbeitsbühnen von den Lackierern bearbeitet werden, auf denen eine direkte Farbversorgung möglich ist. Quelle: SLF

be- und entlüftet werden kann. Die Beheizung beider Anlagen wird von einer Fernwärmeübergabestation gespeist und sorgt für die Konditionierung im Lackierbetrieb und eine Umlufttemperatur beim Trocknen von bis zu 60 °C. Die gesamte Anlagen- und Lüftungstechnik wurde inklusive der Wärmerückgewinnung durch Rotationswärmetauscher mit einem Wirkungsgrad von 65% im Kellergeschoß unmittelbar unter den Lackierkabinen errichtet. Abgerundet wird das  energieeffiziente Anlagenkonzept mit frequenzgeregelten Lüftermotoren, einer intuitiven Bedienoberfläche mittels Touch-Paneel, einer Brandmeldeanlage und einer Fernwartungsmöglichkeit der SLF-Techniker aus dem Stammhaus in Greven. Neben dem Großprojekt bei der Siemens AG in Wien zählt das neue Oberflächenzentrum in der Hauptwerkstätte der Wiener Linien ebenso zu den modernen Anlagen der Schienenfahrzeuglackierung von SLF Oberflächentechnik GmbH.

SLF Vertriebsbüro Süddeutschland und Österreich, Vilshofen, Alfons Griessler, Tel. +49 8549 9739307, a.griessler@slf.eu, www.slf.eu

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