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22.11.2019

Schienenfahrzeuge

Schienenfahrzeuge: 23.09.2011

Züge in dynamischem Design lackieren

Ab Dezember 2011 rollen zwischen Wien und Salzburg sieben Doppelstock-Triebzüge, lackiert von der Grass RCS AG aus Altenrhein. Die Herausforderung bestand in dem dynamischen Design.

Die fertige Lackierung eines hinteren Wagenkastens, die Türen lackiert Grass separat. Quelle: Redaktion

Die fertige Lackierung eines hinteren Wagenkastens, die Türen lackiert Grass separat. Quelle: Redaktion

Die Westbahn Management GmbH, ein Tochterunternehmen der Rail Holding bestellte sieben sechsteilige Doppelstock-Triebzüge "KISS" (= komfortabler innovativer spurtstarker S-Bahn-Zug) bei der Stadler Rail AG, die die Züge im schweizerischen Altenrhein baut. Die Lackierung hat die auf dem Firmengelände der Stadler Altenrhein AG ansässige Grass RCS AG übernommen. Der Lohnbeschichter erweiterte 2010 seine Lackierhallen so dass die Wagen des Modells "KISS” dort lackiert werden können. Bewegungen und Schwingungen bei Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h, Temperaturschwankungen und Reinigungsvorgänge dürfen die Lackierung nicht beschädigen. Die Westbahn fordert eine Haltbarkeit von 15 Jahren. Um das zu gewährleisten, kommen wasserverdünnbare Lacke der Feyco AG zum Einsatz. Eine besondere Herausforderung stellte das Design dar. Als erste Konkurrenz zu den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) möchte sich die Westbahn in hellen, leichten Farben präsentieren – eben "alles andere als Staatsbahn". So lauteten die Anweisungen der Westbahn an die Designer von Spirit Design für das Aussehen der neuen Züge. Es gab keine Vorlagen, keine konstruierten Linien. Das Design sollte dynamisch sein und nicht geometrisch und starr. Deshalb zog der Designer die Linien auf dem ersten Wagenkasten mit Klebeband von Hand. Das entstandene Bild konnten die Lackierer dann für die nächsten Wagen übernehmen. Die Applikation auf den Wagenkästen erfolgt von Hand in mehreren Durchgängen. Nach dem Strahlen mit Normalkorund werden Grundierung, Spachtel und Füller appliziert, Grundierung und Füller jeweils durch Airmix-Pistolen. Für den anschließenden Decklackauftrag verwenden die Lackierer luftzerstäubende Pistolen. Die Frontkabinen aus GFK erhalten eine Epoxigrundierung sowie zwei Schichten Decklack. Sie werden separat lackiert und im Anschluss an den Wagenkasten geklebt. Um die von den Designern geforderten brillante Farben und der Glanzgrad zu gewährleisten, werden während der Lackiervorgänge regelmäßig die Werte erfasst.

Grass RCS AG, CH-Altenrhein, Peter Grundlehner, Tel. +41 71 85846-89, peter.grundlehner@grass.ch, www.grass.ch; Spirit Design Consulting and Services GmbH, A-Wien, Daniel Huber, Tel. +43 1 3677979-16, daniel.huber@spiritdesign.com, www.spiritdesign.com

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