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28.01.2020

Sonstige Beschichtungen

Lohnbeschichtung, Sonstige Beschichtungen, Pulverbeschichten: 17.01.2017

Engste Toleranzen dank ­moderner Fördertechnologie

Aluminiumprofile mit Elektrostatik-Anlage funktionell pulverbeschichten

Siemens fertigt im Werk Köln das Schienenverteiler-System "LD/LDM". Diese flexible Stromversorgung ist eine Alternative zu Kabeln und wird erfolgreich in Windkraftanlagen, der Industrie, auf Kreuzfahrtschiffen sowie für Gebäude und Einrichtungen eingesetzt. Die für einen sicheren Betrieb notwendige funktionale Pulverbeschichtung erfolgt jetzt materialschonend mit einer Elektrostatik-Anlage.

Siemens ersetzte 2016 in Köln die alte Tribotechnologie durch eine neue elektrostatische Pulverbeschichtungsanlage, die sowohl für eine kontinuierliche Einfarbenbeschichtung, als auch für schnelle Farbwechsel ausgelegt ist. Quelle (vier Fotos) : Gema

Siemens ersetzte 2016 in Köln die alte Tribotechnologie durch eine neue elektrostatische Pulverbeschichtungsanlage, die sowohl für eine kontinuierliche Einfarbenbeschichtung, als auch für schnelle Farbwechsel ausgelegt ist. Quelle (vier Fotos) : Gema

Die Schienenverteiler-Systeme von Siemens übertragen und verteilen die Energie von 40 A bis 8200 A sicher und wirtschaftlich vom Transformator über die Haupt- und Unterverteilungen bis hin zu den Verbrauchern. Das luftisolierte System wird besonders in Windkraftanlagen für die Energieübertragung vom Generator bis hin zur Einspeisung in das Stromnetz eingesetzt. Die schnelle und kostengünstige Installation und der zum Vorgängermodell höhere Wirkungsgrad mit geringerer Verlustleistung machen damit den Bau als auch den Betrieb einer Windkraftanlage effizienter und damit wirtschaftlicher. Die geringe Brandlast durch den Verzicht von Kunststoffen und die normgerechte Bauartprüfung erhöhen zudem die Sicherheit der Anlagen.

Die Pulverbeschichtung der Aluminiumprofile von bis zu 3 m Länge dient als Funktionsbeschichtung zwischen den einzelnen Leitern und gleichzeitig der Wärmeableitung.

Die Pulverbeschichtung der Aluminiumprofile von bis zu 3 m Länge dient als Funktionsbeschichtung zwischen den einzelnen Leitern und gleichzeitig der Wärmeableitung.

Funktionsbeschichtung auf neuer Elektrostatik-Anlage

Die Pulverbeschichtung der Aluminiumprofile von bis zu 3 m Länge dient als Funktions-beschichtung zwischen den einzelnen Leitern und gleichzeitig der Wärmeableitung. Die Schichtstärken reichen von 90 µm bis zu 250 µm für spezielle Anwendungen. Um die Funktionalität des Schienenverteiler-Systems unter sämtlichen Bedingungen sicherzustellen, sind exakte Schichtstärken und enge Fertigungstoleranzen gefordert. Dies stellt besonders hohe Anforderungen an die Pulverbeschichtung. Im Werk Köln ersetzte Siemens die alte Tribotechnologie durch eine neue elektrostatische Pulverbeschichtungsanlage von Gema. Diese ist gleichzeitig für eine kontinuierliche Einfarbenbeschichtung, als auch für schnelle Farbwechsel ausgelegt. "Um die geforderten Schichtstärkentoleranzen einzuhalten, braucht es ein exaktes Zusammenspiel zwischen Pulverförderung, Steuerung der Beschichtungsparameter und exakter Applikation. Mit der Pulverpumpe ,OptiSpray AP01‘, der Pistolensteuerung ,Opti­Star‘ mit Strombegrenzungskontrolle und den Automatikpistolen ,OptiGun GA03‘ hat Gema für solche Anforderungen das ideale Paket", erklärt Wulf Schönfeld, Gebietsverantwortlicher bei Gema Europe S.r.l., Niederlassung Deutschland. Dieses Zusammenspiel bezeichnet der Anbieter als SIT-Prinzip (Smart Inline Technology). Die Inline-Technology besagt, dass der gesamte Pulverstrom in der Pumpe geradlinig verläuft. Im Gegensatz zu anderen Systemen, welche den Pulverfluss innerhalb der Pumpe bis zu 180° umlenken, lässt sich auf diese Weise eine schonendere Pulverförderung realisieren. Dies ist besonders bei speziellen Pulvern, wie es auch Siemens für die Beschichtung der Stromschienen verwendet, von großem Vorteil. Dank der langsamen Fördergeschwindigkeit wird das Pulver geschont und somit qualitativ während des Transportvorgangs nicht verändert.

Das Spezialpulver wird aus dem BigBag (li.) über das „OptiCenter“ mit Pulverpumpen zu den Applikationspistolen  gefördert.

Das Spezialpulver wird aus dem BigBag (li.) über das "OptiCenter" mit Pulverpumpen zu den Applikationspistolen gefördert.

Bei Siemens in Köln wird das Beschichtungspulver aus BigBag-Stationen oder aus Pulverbehältern an das "OptiCenter" gefördert und von dort mittels der Pulverpumpen über zehn Automatikpistolen appliziert. Eine Vor- und eine Nachbeschichtungsstation an der Kunststoffkabine ermöglichen eine flexible Beschichtung der diversen Teilegeometrien. Bei der Installation wurde die bestehende Stahlkabine der Triboanlage ausgebaut und die neue Kunststoffkabine exakt den vorgegebenen, engen Platzverhältnissen angepasst. So konnten teure Umrüstungen der Förderanlagen vermieden werden. Da die Kabine eine wesentlich höhere Absaugleistung als deren Vorgänger hat, musste auch ein größerer Zyklon im Raum untergebracht werden. Dafür wurde eine Grube angelegt, welche den Abscheider aufnimmt. Die Installation zeichnet sich neben einer einfacher Handhabung durch eine regelmäßige Schichtstärkenverteilung bei gleichzeitig konstant hoher Beschichtungsqualität aus. Aufgrund der exakten Pulverförderung ist der Qualitätsstandard so hoch, dass Siemens auf eine geplante, berührungslose Inline-Schichtdickenmessung verzichten konnte.

Siemens AG, Köln, Jürgen Jacobs, Tel. +49 221 956426-0, juergen.jacobs@siemens.com, www.siemens.com; Gema Europe S.r.l., Rödermark, Wulf Schönfeld, Tel. +49 6074 81944-0, info.germany@gema.eu.com, www.gemapowdercoating.com

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