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15.11.2019

Kabinen-Anlagen-Technik

Kabinen-Anlagen-Technik: 27.04.2012

„Beim Einstellen einer Lackieranlage trennt sich die Spreu vom Weizen“

Mit einem klaren Projektauftrag ist Michael Fleer zur Paint-Expo gekommen: Der Leiter Galvanik und Verfahrenstechnik bei Wincor Nixdorf, Hersteller von Geldautomaten, will  jetzt die Handlackierung mit einer automatisierten Lösung erweitern.

Klar ist, dass die ausgewählte Technologie  in Richtung eines Flächenspritzautomaten mit eventuell integriertem Roboterarm gehen soll. Dafür haben das Team und er sich eineinhalb Tage nach sinnvollen und umsetzbaren Lösungen umgeschaut. Die Teile, die in Paderborn beschichtet werden müssen, hängen weitgehend ohne Fixierung am Förderer. Ein Lackierroboter würde deshalb einen zu großen, mechanischen Aufwand bedeuten. Denn zuvor müssten die Teile aufwändig fixiert werden. Das Thema schlummert schon länger in einer Innovationsschublade. Im Rahmen einer jetzt aktuell laufenden Produkt-Neueinführung ist es akut geworden: "Wir launchen gerade unseren neuen Geldautomaten ,Cineò‘. Da müssen wir andere Mengen und andere Produktgeometrien lackieren können", erklärt Michel Fleer die neuen Anforderungen. Im unteren Bereich besteht der neue Geldautomat aus Standardteilen, die nicht hängend lackiert werden müssen. Diese Türblenden sind  weitgehend flach  und können quasi wie am Fließband hintereinander weg lackiert werden und sind – im Gegensatz zu den Bedienblenden oben – hervorragend für einen Flächenspritzer geeignet. Klar ist auch: Die angestrebte Automatisierungslösung muss passen, ein Roboter "auf Biegen und Brechen" muss nicht sein. Was ist Michael Fleer vor allem wichtig bei der neuen Lösung? Vier Anforderungen stehen dabei ganz oben auf der Wunsch-Agenda der Paderborner:

  • Prozess-Flexibilität hat absoluten Vorrang
  • Der Sprühstrahl muss genügend Umgriff für die Kanten des Lackierguts (Türblenden) haben
  • Die Anlage muss tiefgezogene Teile mit abdecken können
  • In der Mitte befindliche Durchbrüche beim Lackiergut müssen, da sie zu den Sichtbereichen zählen, ebenfalls an den Kanten mit Lack abgedeckt werden

Dieses Anforderungsprofil sei exakt auf die Lackierbedürfnisse der Türblenden zugeschnitten: "Bei der von uns angestrebten Lösung müssen wir ganz klar den mittelfristigen Kostenvorteil und den technischen Sinn erkennen. Dann setzen wir uns für die techno-logisch beste Lösung ein", sagt Fleer. Begeistert zeigen sein Team und er sich nach dem PaintExpo-Rundgang von drei Anbietern:

  • einem bayerischen Anbieter von kleinen, kompakten Anlagen mit individueller Applikationstechnik
  • einem Anbieter mit Sitz in Baden-Württemberg, mit dessen Technik Wincor Nixdorf-Leute schon ansehnliche Versuche im Kunststoff-Institut Lüdenscheid mit hängendem Roboterarm bei liegenden Teilen durchgeführt haben; das System "ist schön, allerdings fragen wir uns, ob es für unsere Anforderungen hinreichend flexibel ausgelegt werden kann", sagt Fleer
  • einem ostwestfälischen Anbieter qualitativ hochwertiger Lösungen und mit viel Erfahrung in der Projektierung von Kunststoff-Lackieranlagen

Das meint der erfahrene Diplom-Chemie-Ingenieur: "Wenn mir ein Anbieter eher unabhängig von seinen Projektierungen und Produkten verfahrenstechnisch fast alles als machbar  verspricht, fehlt es nach meiner Erfahrung in der Regel an genügend Wissen für die Detailplanung. Eine Lackieranlage aus verschiedenen, zusammen gekauften Komponenten  aufbauen kann heutzutage jeder. Beim Einstellen der Anlage trennt sich dann aber die Spreu vom
Weizen." Seine ultimativen Tipps für die finale Auswahl eines Lieferanten:

  • Paarweiser Vergleich als Bewertungsstrategie zur Anbieterauswahl hat sich bewährt
  • Nichts überstürzen – langsam gehen, wenn man es eilig hat!

Das Wincor Nixdorf-Team tendiert im Moment zu einer qualitativ hochwertigen Lösung des ostwestfälischen Anbieters. Die habe, so sagt Fleer, bislang am meisten überzeugt; die räumliche Nähe komme als weiterer Vorteil hinzu.

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Drei Anbieter, drei Automaten: Bei der Entscheidung für den richtigen Flächenspritzautomaten gilt es, die Vor- und Nachteile der einzelnen Möglichkeiten zu bedenken. Quelle: Redaktion

Wincor Nixdorf Manufacturing GmbH, Paderborn, Michael Fleer, Tel. +49 5251 693-6842, michael.fleer@wincor-nixdorf.com, www.wincor-nixdorf.com

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