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24.04.2019

Kabinen-Anlagen-Technik

Kabinen-Anlagen-Technik: 01.07.2011

Sicherheitsrelevante Steuerungen für Lackieranlagen richtig auslegen

Um als Anwender und Hersteller von Lackier- und anderen Oberflächenbehandlungsanlagen das Sicherheitsniveau, das die Normen für sicherheitsgerichtete Steuerungen fordern in Bezug auf diese Anlagen besser überblicken zu können, entwarfen die BG Holz Metall und der VDMA Oberflächentechnik zusammen mit Experten aus Herstellerfirmen das Einheitsblatt VDMA 24387.

Anwendungsbereich des VDMA Einheitsblatts "Sicherheitsrelevante Steuerungen für Lackieranlagen". Quelle: VDMA

Anwendungsbereich des VDMA Einheitsblatts "Sicherheitsrelevante Steuerungen für Lackieranlagen". Quelle: VDMA

Bereits seit 1996, mit Inkrafttreten der DIN EN 954 ("Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen"), existieren Vorgaben, wie Schutzmaßnahmen unter Einsatz von sicherheitsgerichteten Steuerungen umzusetzen sind. Die Nachfolgenorm ist die DIN EN 13849, die bereits seit 2007 gültig ist und im Dezember 2011 die Vorgängernorm endgültig ablösen wird. Das VDMA 24387 "Sicherheitsrelevante Steuerungen für Lackieranlagen" gibt jetzt branchenspezifische Hilfestellung zu diesen Anforderungen. Der Schwerpunkt des Einheitsblatts sind Lackieranlagen, Trockner und kombinierte Spritz-Trocknungskabinen. Daneben sind weitere Anlagen der Oberflächentechnik sowie Spritz- und Sprühgeräte Gegenstand des Einheitsblatts (siehe Tabelle).

Ausgehend von den jeweiligen Produktnormen werden die relevanten Sicherheitsfunktionen abgeleitet sowie das erforderliche Schutzniveau erläutert. Unter Anwendung der DIN EN 13849 wird die Steuerungstechnik sowohl auf System- wie auch auf Bauteil-Ebene ausführlich dargestellt. Das Einheitsblatt ist unter aktiver Mitwirkung von Experten aus Herstellerfirmen entstanden und gibt anschauliche Praxisbeispiele für die korrekte Umsetzung der normativen Anforderungen. Weiterhin werden Beispiele für die unzureichende Auslegung von sicherheitsrelevanten Steuerungen gezeigt.

Die Gefährdungen bei Spritzkabinen resultieren hauptsächlich aus dem Umgang mit gesundheitsschädlichen und oftmals brennbaren Stoffen. Zentraler Bestandteil des Sicherheitskonzeptes ist daher eine ausreichende Abluftführung und Frischluftzufuhr. Hierdurch können gesundheitsschädliche Stoffe entfernt und brennbare Bestandteile wie etwa Lösemittel so stark verdünnt werden, dass keine explosionsfähige Atmosphäre entsteht.

Bei Trocknern nach der DIN EN 1539 steht sicherheitstechnisch die Vermeidung einer explosionsfähigen Atmosphäre im Vordergrund. Jeder Trockner muss über eine Abluftüberwachung und Temperaturbegrenzung verfügen sowie vor dem Einschalten der Heizung den Innenraums mit Frischluft spülen. Je nach Ausführung und Betriebsbereich des Gerätes kommen weitere Sicherheitsfunktionen hinzu, wie z.B. Vorrichtungen zur Überwachung von automatischen Zuführeinrichtungen oder Messungen der Lösemittelkonzentration sein.

Für Anwender und Betreiber genannter Anlagen bietet das Einheitsblatt eine unterstützende Funktion, um das in den Normen geforderte Sicherheitsniveau für sicherheitsgerichtete  Steuerungen erfüllen zu können, speziell auf Anlagen der Lackier- und Oberflächenbehandlungstechnik bezogen.

Der Entwurf des Einheitsblatts ist noch bis zum 31. Juli verfügbar. Bis zu diesem Zeitpunkt können Anwender und Betreiber den Entwurf einsehen und kommentieren. Im September diskutieren VDMA, BG und Experten die eingegangenen Kommentare und erstellen die Endfassung. Die Veröffentlichung der endgültigen Fassung ist für Ende 2011 geplant.

Berufsgenossenschaft Holz Metall, Hannover, Dr. Martin Föhse, Tel. +49 511 8118-13507, martin.foehse@bghm.de, www.bghm.de;

VDMA Oberflächentechnik, Frankfurt am Main, Dr. Martin Riester, Tel. +49 69 6603-1290, martin.riester@vdma.org, www.vdma.org

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