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07.12.2019

Umwelttechnik

Umwelttechnik: 20.05.2011

„Man muss Mitarbeiter für das Energiesparen sensibilisieren“

Jörg Immel und Frank Heinzel, Energiemanager bei Rittal über ihre Fortbildung, die praktische Umsetzung und Maßnahmen zum Energiesparen.

Wieso haben Sie sich für die Weiterbildung zum Energiemanager entschieden?
Frank Heinzel: Wir hatten von der IHK-Fortbildung zum Energiemanager gehört. Als Gruppenleiter im Gesamtbereich Oberfläche passte die Fortbildung gut zu unseren Aufgaben und schien auch inhaltlich spannend zu sein. So haben wir uns entschlossen, daran teilzunehmen.

Was beinhaltet diese Weiterbildung, wie viel Zeit nimmt sie in Anspruch?
Jörg Immel: Die Fortbildung hat von April bis Dezember 2009 gedauert und umfasste insgesamt 240 Stunden – 160 Stunden Unterricht, 80 Stunden Projektarbeit. Am Ende haben wir vor der Prüfungskommission der IHK eine mündliche Prüfung abgelegt. Anschließend wurde unser Projekt dann ganz überraschend als bestes Energieeffizienzprojekt ausgewählt.

Frank Heinzel

Frank Heinzel

Gibt es viele Energiemanager bei Rittal? Wo genau sind sie im Einsatz?
Frank Heinzel: In allen Werken von Rittal gibt es Spezialisten für die Bereiche Sicherheit, Energie, Umwelt und Bauten. Aber nicht alle sind ausgebildete IHK-Energiemanager wie wir.

Setzen Sie bei Rittal ein Energiemanagementsystem ein?
Frank Heinzel: Unser Werk in Rittershausen ist nach DIN ISO 14001 zertifiziert, der Umweltmanagement-Norm. Darin sind ja auch die Auflagen für die Norm der Energiemanagementsysteme 16001 enthalten, die wir separat ausweisen.

Jörg Immel

Jörg Immel

Haben Sie darüber hinaus weitere Ideen zur Steigerung der Energieeffizienz?
Jörg Immel: Wir haben eine zentrale Auswertung aller Energiedaten bei Rittal, die jeweils den entsprechenden Kostenstellen zugeordnet werden – das hilft uns, schnell Potenziale zu erkennen oder Änderungen umzusetzen. Einmal im Monat tagt darüber hinaus unser Arbeitskreis für Energieeffizienz, der Effizienzmaßnahmen berät und umsetzt. In diesem Rahmen haben wir im letzten Jahr beispielsweise im Bereich der Vorbehandlung einen Trockner optimiert und abgedichtet sowie dort neue Brenner installiert. In den Vorbehandlungsbecken planen wir, neue, energieeffiziente Pumpen und Motoren zu integrieren und somit weiter den Energieverbrauch zu reduzieren.

Wie können Lackierereien am besten Energie einsparen?
Jörg Immel: Man sollte immer wieder sämtliche Prozesse überprüfen und hinterfragen – von der Beleuchtung der Halle bis zum Einsatz der Druckluft. Voraussetzung dafür ist, dass die Energiedaten vollständig vorliegen. Wenn man regelmäßig den tatsächlichen Verbrauch aller Energieabnehmer auswertet, erkennt man ganz leicht die energetischen Schwachstellen.

Hilfreich ist es zudem, dass man technisch auf dem aktuellen Stand bleibt und Innovationen für sich zu nutzen weiß. Natürlich braucht man dafür auch die Unterstützung von den entscheidenden Stellen – speziell seinem Vorgesetzten.

Welche Einspar-Empfehlungen können Sie Ihrer Branche geben?
Frank Heinzel: Ganz allgemein: In den Pausen müssen alle Maschinen abgeschaltet werden, ebenso abends der PC  und selbstredend auch das Licht. Hier hilft nur Kommunikation: Man muss die Mitarbeiter für das Energiesparen und den effizienten Einsatz von Energie sensibilisieren, sonst wird kein Versuch gelingen.

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