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Kunststofflackierung

Kunststofflackierung: 04.10.2013

Simultan lackieren

Die im Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM neu entwickelte tiefziehfähige "FlexPLAS"-Trennfolie ermöglicht die trennmittelfreie Fertigung von Faserverbundkunststoff-Bauteilen, wie sie z.B. beim Bau von Flugzeugen oder Windenergieanlagen verwendet werden.

Die im Fraunhofer IFAM entwickelte "FlexPLAS"-Trennfolie lässt sich einfach von einem Faserverbundbauteil, das mit einem Gelcoat in der Form lackiert wurde, abziehen. Quelle: Fraunhofer IFAM

Die im Fraunhofer IFAM entwickelte "FlexPLAS"-Trennfolie lässt sich einfach von einem Faserverbundbauteil, das mit einem Gelcoat in der Form lackiert wurde, abziehen. Quelle: Fraunhofer IFAM

Sie führt nicht nur zu einer höheren Produktivität während der Herstellung von FVK-Bauteilen, sondern insbesondere auch hinsichtlich Lackierung und Transportschutz. Die "FlexPLAS"-Trennfolie ist mit einer fest haftenden, flexiblen, weniger als 0,3 µm dünnen plasmapolymeren Trennschicht ausgestattet. Dies ermöglicht ein einfaches Entformen und hinterlässt dabei keinerlei Rückstände auf der Bauteiloberfläche. Mithilfe einer einfachen Vakuumtiefziehtechnik kann die Folie ohne eine bauliche Änderung sowohl in Female- als auch auf Male-Werkzeuge aufgebracht werden. Zudem ist die Polymerfolie sehr strapazierfähig und elastisch. Selbst extremen Dehnungen von bis zu 300% hält sie ohne Funktionsbeeinträchtigung stand – die ideale Voraussetzung dafür, dass sie sich auch auf gekrümmten oder strukturierten Formen ohne Faltenbildung aufbringen lässt. Im Anschluss an die Fertigung können die Bauteile ohne weitere aufwändige Vorbehandlung sofort lackiert werden, da die Entformung durch die Trennfolie übertragsfrei erfolgt – weder Verschmutzungen noch Trennmittelrückstände verursachen bei dieser Anwendung vermeidbare Kosten. Alternativ ermöglicht die neue Technik ein Inmold-Coating von Faserverbundbauteilen: Dabei wird mit vergleichsweise geringem Aufwand in der Form ein Gelcoat-Lack auf die "FlexPLAS"-Trennfolie aufgebracht. Hierbei ist der Glanzgrad der lackierten Oberfläche über die Rauigkeit der verwendeten "FlexPLAS"-Trennfolie einstellbar. Das Risiko für Lackierfehler wird dadurch signifikant reduziert. Anschließend erfolgt die Fertigung des Faserverbundkunststoffs auf dem Lack, wobei der Inmold-Lack gemeinsam mit dem FVK-Bauteil aushärtet – das bereits fertig lackierte Bauteil kann mit der Trennfolie aus der Form entnommen werden. Verbleibt die Folie bis zur Lackierung bzw. – beim Inmold-Coating – bis zur Auslieferung an den Endkunden auf dem Bauteil, dient sie zusätzlich als Schutzfolie.

Mehr dazu erfahren Sie vom 16. bis 23. Oktober 2013 in Düsseldorf auf der Messe K in Halle 7 an Stand B05.

Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen, Dr. Klaus Vissing, Tel. +49 421 2246-428, klaus.vissing@ifam.fraunhofer.de, www.ifam.fraunhofer.de

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