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04.12.2020

Metalllackierung

Lohnbeschichtung, Pulverbeschichten, Metalllackierung: 17.01.2014

Nachhaltiger Korrosionsschutz

Unter "schwerem Korrosionsschutz" stellt man sich dick aufgetragene und raue Oberflächen vor. Also nicht gerade das, was das Auge erfreut. Dabei kann schwerer Korrosionsschutz durchaus ästhetisch sein. Möglich macht dies eine Kombination von Primer und Pulverlack, welcher auf feuerverzinkte Oberflächen aufgetragen wird.

Wirksam, robust, langlebig und ästhetisch zugleich: mit "Thermoplex 2"- Verfahren beschichtete Lärmschutzwand an Schweizer Autobahn. Quelle: KABE

Wirksam, robust, langlebig und ästhetisch zugleich: mit "Thermoplex 2"- Verfahren beschichtete Lärmschutzwand an Schweizer Autobahn. Quelle: KABE

"Nur ganz wenige Dinge im Leben halten so lang wie Galvaswiss." Dieser Leitspruch verkörpert den Anspruch des Schweizer Oberflächenunternehmens, Ästhetik und Werterhaltung von Stahl- und Metallobjekten miteinander zu verbinden. In vier modernen Verzinkereien und Lackierwerken werden bei Galvaswiss Teile bis zu 20 m Länge sowie 3 m Höhe feuerverzinkt und anschließend beschichtet. Nebst der klassischen Feuerverzinkung wird dabei auch das "Thermoplex 2"- Verfahren eingesetzt, welches Dr. Martin Matter, Leiter F+E bei Galva-swiss Oberflächentechnik, so erklärt: "Beim ,Thermoplex 2‘- Verfahren wird auf die feuerverzinkte Oberfläche ein Pulverprimer und anschließend ein Pulverlack aufgetragen. Diese Kombination verbindet sich einerseits zu einem perfekten Korrosionsschutz, da von außen keine korrosionsfördernden Einflüsse auf das Grundmaterial einwirken können. Zum anderen werden Teile schon im Verzinkungsverfahren so behandelt, dass eine weniger raue, verzinkte Oberfläche resultiert. Zusammen mit dem Pulverlack garantiert dieses Vorgehen eine glatte, ästhetisch sehr attraktive Oberfläche. Wir bieten dem Kunden damit die optimale Kombination von Korrosionsschutz und Ästhetik."

ANWENDUNG
Besonders geeignet ist das von Galvaswiss angewandte "Thermoplex 2"- Verfahren für Bauten und Teile, welche permanent starken Belastungen ausgesetzt sind. Dazu
gehören beispielsweise Schallschutzwände an Autobahnen und Eisenbahnlinien. Das System ist stabil gegen Abplatzer aufgrund von mechanischen Einflüssen. Bei Lackschäden garantiert so die darunterliegende Zinkoberfläche den Korrosionsschutz und folglich rostet das Trägermaterial aus Stahl nicht an.

Ausgasungsresistenz als Schlüsselfaktor

Galvaswiss setzt im Werk Aarberg für die "Thermoplex 2"-Beschichtung auf Produkte der Karl Bubenhofer AG. Speziell für die Anwendung auf feuerverzinkten Oberflächen hat das Unternehmen den "Polyflex EP-20"-Korroflex-primer entwickelt, welcher mit dem Deckpulver "Polyflex PES-125-GU" kombiniert wird. Beim Pulverbeschichtungsprozess kann es zu Ausgasungen aus der Zinkoberfläche kommen. Der Grund liegt in der teilweise porösen Zinkschicht, in welcher sich Feuchtigkeit einlagern kann. Diese Feuchtigkeit verdampft nach der Beschichtung im Einbrennofen wieder in Form von Ausgasungen und erzeugt Krater oder Einschlüsse auf der Oberfläche. Das eingesetzte System  unterbindet diese unerwünschten Ausgasungen. "Bei der Entwicklung des Korrosionsschutzsystems wurde besonders darauf Wert gelegt, dass das Pulver den höchstmöglichen Schutz bietet. Dafür wurde die Zusammensetzung so ausgelegt, dass sich der Primer nahtlos mit der Zinkoberfläche verbindet und diese sozusagen abisoliert. Dank dieser extremen Haftfestigkeit schließt der Primer die Poren der Zinkoberfläche und unterbindet damit die Ausgasung. Gleichzeitig haben wir großen Wert auf einen sehr guten Verlauf gelegt. Der Primer nivelliert die raue Zinkoberfläche aus, was wiederum der Oberflächenbeschaffenheit des Decklacks entgegenkommt. Ein glatter Verlauf ist damit jederzeit gewährleistet", erläutert Willi Linsi, Anwendungstechniker bei der Karl Bubenhofer AG. Das Resultat des gesamten Aufbaus überzeugt mit ausgezeichneter Wetterbeständigkeit, guter Chemikalienresistenz (Säuren/Laugen) und vorzüglicher Überbrennstabilität.

FACHWISSEN IN KOMPAKTER FORM

Galvaswiss stellt Fachleuten im Metallbau mit "Ks" einen kompakten, handlichen Ratgeber rund um das Thema Korrosionsschutz auf Metall- und Stahlbauteilen zur Verfügung. In diesem Buch finden Anwender umfassende Informationen, ausführliche Tabellen zur Wahl des richtigen Korrosionsschutzes und viele Tipps zum Einsatz von Stahlkomponenten.

Der "Ks" kann direkt über die Website von Galvaswiss bezogen oder als PDF unter http://galvaswiss.ch/de/bestellung-ks-ratgeber herunter geladen werden.

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GSB-Zertifikat garantiert Prozesssicherheit

Die Karl Bubenhofer AG hat für das Polyflexpulver "PES-125-GU" die GSB-Zertifizierung erhalten. "Dank der Ausgasungsresistenz resultieren sehr glatte Oberflächen. GSB hat dem Pulver aufgrund der geforderten Eigenschaften die Zulassung erteilt, was für ein Beschichtungspulver im Verzinkungsbereich selten ist. In diesem Segment steht den Anwendern nur eine beschränkte Auswahl an Produkten zur Verfügung", sagt Roger Zeller, Verkaufs- und Marketingleiter bei der Karl Bubenhofer AG. Diese Zertifizierung hilft den Betrieben, die am 1. Juli 2013 in Kraft getretene Bauprodukteverordnung DIN EN 1090 zu erfüllen. Galvaswiss ist überzeugt, dass nur eine kombinierte Beschichtung mit Primer und Decklack auf feuerverzinktem Stahl einen qualitativ hochwertigen Schutz bietet. "Einfachbeschichtungen, also Decklack direkt auf die Feuerverzinkung, ergeben auch aus Sicht der Norm ISO 12944 nur einen beschränkten Korrosionsschutz. Besonders in Bodennähe kann die Oberfläche erhöhter Feuchte und vermehrten mechanischen Einwirkungen nicht widerstehen. Das kann teure Schadensfälle zur Folge haben. Solche Fälle vermeiden wir, indem wir konsequent auf das ,Thermoplex 2‘-Verfahren setzen", sagt Dr. Matter. Galvaswiss ist von den Ergebnissen, die mit dem Korrosionsschutzsystem der Karl Bubenhofer AG erzielt werden, überzeugt. Die Ausgasungsstabilität des Primers garantiert eine sehr hohe Prozesssicherheit über die ganze Verarbeitungskette und das Gesamt-paket zeichnet sich durch hohe UV-Beständigkeit aus. Der sehr gute Verlauf ergibt eine glatte Oberfläche und erfüllt höchste ästhetische Ansprüche. "Damit ist die Kombination von Primer und Decklack prädestiniert für den Einsatz im öffentlichen Bereich, Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr. Zum einen sind die Teile sehr langlebig und zum anderen brauchen sie kaum Unterhalt und Pflege.

Galvaswiss AG, CH-Aarberg, Dr. Martin Matter, Tel. +41 32 391 2020, m.matter@galvaswiss.ch, www.galvaswiss.ch; Karl Bubenhofer AG, CH-Gossau, Michael Loretan, Tel. +41 71 387-4373, pulver@kabe-farben.ch, www.kabe-farben.ch

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