Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Metalllackierung

Metalllackierung: 18.02.2019

Qualität für alle Klimazonen

Sechster Serienteil zum BESSER LACKIEREN Award: Wie GSB- und Qualicoat-Mitglied Piesslinger bestmögliche Beschichtungsergebnisse erzielt

Als Sensenschmiedebetrieb 1553 gegründet, ist die Piesslinger GmbH aus Molln/Oberösterreich heute einer der größten Aluminiumkomponentenerzeuger, Eloxal- und Pulverbeschichtungsbetriebe in Mitteleuropa. Das Unternehmen beliefert Fenster- und Türenhersteller sowie Metallbauer, aber auch die Automobilindustrie oder Produzenten von Haushaltsgeräten.

Für Ernst Weigl, Spartenleiter Eloxal und Pulverbeschichtung, bürgen GSB- und Qualicoat-Siegel für eine hohe Beschichtungsqualität.

Für Ernst Weigl, Spartenleiter Eloxal und Pulverbeschichtung, bürgen GSB- und Qualicoat-Siegel für eine hohe Beschichtungsqualität.

Bereits in den 1980er-Jahren hat sich das Traditionsunternehmen der GSB International angeschlossen. "GSB- und Qualicoat-Siegel bürgen für eine besonders hohe Beschichtungsqualität, die vier unangemeldeten jährlichen Kontrollen durch zwei unabhängige externe und akkreditierte Prüfinstitutionen unterliegt", sagt Ernst Weigl, Spartenleiter Eloxal und Pulverbeschichtung. Piesslinger erfüllt den höchstmöglichen Qualitätsstandard für Beschichtungen, die Premium-Klasse im "Sea Proof Plus"-Standard. "Durch unsere Mitgliedschaft erhalten die Kunden eine Vergleichsmöglichkeit sowie einen fundierten Qualitätsnachweis", sagt Weigl, "und die Garantie, dass wir ausschließlich geprüfte und zugelassene Materialien verwenden." Zusätzlich haben die Mollner jetzt auch das "Qualicoat Seaside"-Siegel erhalten.

Reklamationsrate senken

Das Pulver wird automatisiert appliziert. Fotos: Redaktion; Jochen Kratschmer

Das Pulver wird automatisiert appliziert. Fotos: Redaktion; Jochen Kratschmer

Um das GSB-Siegel auf Dauer zu behalten, müssen Beschichter wie Piesslinger einen enormen Aufwand betreiben. Das betrifft beispielsweise eine minutiöse Dokumentation sämtlicher Prozessschritte – von der Vorbehandlung über die Haftwassertrocknung bis zum exakten Beschichtungszeitpunkt oder auch der Labor­ausstattung. Zwei eigens für das Qualitätsmanagement abgestellte Mitarbeiter kümmern sich kontinuierlich um die Qualitätsauflagen. Profile, Bleche, Kantteile, Rahmen und Kleinteile aus Aluminium werden auf drei Pulverlackierungs- und drei Eloxalanlagen veredelt; jährlich durchlaufen rund 3 Mio. m² die Oberflächenbeschichtung. Der Pulverbeschichtungsprozess erfolgt in sechs Schritten und wird nach den Vorgaben der GSB dokumentiert: 

Schritt 1: Teileaufgabe
Optische Kontrolle, Regis­trieren und Aufhängen der Rohware unter Beachtung der definierten Sicht- und Nebensicht­flächen.  

Schritt 2: Chromfreie chemische Vorbehandlung
Online-Überwachung der Badparameter wie Leitwert, Temperatur und Durchflussmenge; im Falle einer Grenzwert­überschreitung erfolgt ein automatisches Ausschleusen der Ware. Sämtliche Daten werden automatisch erfasst und archiviert. Auch der Beizabtrag wird fortwährend durch das Laborpersonal ermittelt. Prozessparameter sind, wie in der GSB Richtlinie AL 631 vorgesehen, bei der GSB hinterlegt.

vn_bl_award_rgb_2019_preview
Start des Benchmark-Wettbewerbs 2019

Bis zum 31. März 2019 haben Lohnbeschichter und Inhouse-Lackierereien der Industrie ab sofort wieder die Möglichkeit, am Benchmark-Wettbewerb teilzunehmen. Teilnehmende Unternehmen überprüfen auf diesem Wege ihre Fähigkeiten und Abläufe, erhalten ein fundiertes Feedback und vielleicht auch einen der sechs Awards. Der Wettbewerb um den BESSER LACKIEREN Award 2019 ermöglicht eine Standortbestimmung des eigenen Lackierbetriebs im Vergleich zu Mitbewerbern. Sie können sich ab sofort anmelden unter:

https://www.besserlackieren-award.de/anmeldung/

Schritt 3: Haftwassertrockner
Die Messung des Schichtgewichtes wird fortlaufend mit der sehr schnellen Röntgenfloureszenzanalyse ermittelt. Die Messmethode wird auf das Rohmaterial kalibriert, um die wahre Schichtdicke und nicht das möglicherweise im Aluminium vorhandene Titan zu messen. Abweichungen in der Vorbehandlung wären also sofort korrigierbar.

Schritt 4: Pulverapplikation
Das Pulver wird mittels Automatikkabinen appliziert. Diese befinden sich in Reinräumen mit eigener, gefil­terter Zuluft. Zur Schichtdickenkontrolle wird bereits vor dem Einbrennen eine berührungslose Schichtdickenmes­sung per Ultraschall durch­geführt.

Schritt 5: Pulvertrockner
Ständige Ofentemperaturkontrolle mit Dokumentation und Speicherung der Daten sowie eine Objekttemperaturmessung dreimal pro Woche. Zudem erfolgt am Ausgang Farbkontrolle, Schichtdicken- und Glanzmessung.

Schritt 6: Abnahme des Werkstücks
Schlussendlich wird die Be­schichtung noch einmal per Gitterschnitt- und Schlagtest geprüft und optisch kontrolliert.

Anschließend erfolgen weitere Kontrollen im Labor mit Farb- und Glanzmessung, einem optischen Vergleich mit Prüfmustern, einem 60-minütigen Druckkochtopftest mit Gitterschnitt, Dornbiegetests, Erichsentiefung, Bohr- und Schneidtests sowie Korrosionsprüfungen. Ob sich ein solcher Aufwand lohnt? Daran hat Ernst Weigl keine Zweifel: "Wir sind quasi reklamationsfrei, die Qualität stimmt einfach."

Serienmäßig ohne Makel und Fehler

Er empfiehlt auch anderen Unternehmen, sich der GSB anzuschließen, weil sie den Kunden ein Höchstmaß an Sicherheit gäbe, die sich sonst nicht finden lässt. Nicht von ungefähr sei man bei Piesslinger so gut ausgelastet. "Wir arbeiten für viele namhafte nationale und internationale Kunden. Und sie kommen immer wieder auf uns zu, weil sich ihre Bauteile ohne Makel und Fehler direkt weiterverarbeiten lassen", erklärt der Spartenleiter zufrieden.

Zum Netzwerken:
Piesslinger GmbH, A-Molln, Ernst Weigl, Tel. +43 7584 2456-230, ernst.weigl@piesslinger.at, www.piesslinger.at

Dieser Beitrag stammt aus der Kategorie:

Kommentare (0)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

Kontakt

Marko Schmidt

Marko Schmidt

Redaktion

BESSER LACKIEREN

Tel.: +49 511 9910-321

zum Formular

Technik & Produkte

Technik & Produkte: 19.10.2018

Achtung Steinschlag

Die Steinschlagprüfung simuliert Schäden am Fahrzeug und ist eine Methode mit relativ geringem Prüfaufwand. Dennoch sollten Anwender auf diese Parameter und Eigenschaften der Prüfmaterialien achten.

mehr
Bücher