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Metalllackierung

Sonstige Beschichtungen, Vorbehandeln & Entlacken, Metalllackierung: 21.01.2011

Umweltfreundliche Metallvorbehandlung ersetzt Eisenphosphatierung

Polaris Industries hat die Vorbehandlung seiner Motorschlitten von einem konventionellen Eisenphosphatierprozess auf die umweltfreundliche "Gardobond EPP"-Technologie von Chemetall umgestellt. Damit senkt das Unternehmen seine Vorbehandlungskosten pro Unit um fast die Hälfte.

Bei der Produktion seiner motorisierten Schneemobile legt Polar Industries großen Wert auf umweltfreundliche Produkte und nachhaltige Prozesse und hat sich deswegen von der konventionellen Eisenphosphatierung verabschiedet. Quelle: Chemetall

Bei der Produktion seiner motorisierten Schneemobile legt Polar Industries großen Wert auf umweltfreundliche Produkte und nachhaltige Prozesse und hat sich deswegen von der konventionellen Eisenphosphatierung verabschiedet. Quelle: Chemetall

Von Beginn an hat Polaris Industries, nach eigenen Angaben Erfinder und Weltmarktführer motorisierter Schneemobile, sich auf Innovationen und Produktentwicklung konzentriert und sich als Weltmarktführer für Off-Road-Fahrzeuge, z.B. motorisierte Schneemobile und andere Geländefahrzeuge, etabliert. Während die ersten entwickelten Fahrzeuge von 1954 einen einfacheren Zugang zur Jagd gewährleisten sollten, sind die Fahrzeuge von heute für den Familien- und Winterspaß kreiert. Stetes Ziel der Ingenieure und Designer:

  • Verbesserte Leistung,
  • Fahrqualität
  • Komfort
  • bei gleichzeitiger Beibehaltung der hohen Sicherheitsstandards.

Nachhaltige Prozesse im Fokus

Polaris legt dabei Wert auf umweltfreundliche Produkte und nachhaltige Produktionsprozesse. So hat sich der Weltmarktführer dazu verpflichtet, nicht nur Fahrzeuge mit niedrigen Abgaswerten anzubieten, sondern auch den bei der Produktion anfallenden Energie- und Wasserverbrauch zu reduzieren. Dazu hat Polaris 2009 die Vorbehandlung seiner motorisierten Schneemobile von dem konventionellen Eisenphosphatierprozess auf die umweltfreundliche Chemetall-Technologie umgestellt und kann nun ein Fazit ziehen: Die neu eingesetzte Konversionsbeschichtung ermöglicht durch einen deutlich geringeren Energie- und Wasserverbrauch nunmehr signifikante Einsparungen hinsichtlich der Prozesskosten – bei einer gleichzeitig wesentlich vereinfachten Wasseraufbereitung. "Gardobond Enhanced Performance Pretreatment" (EPP) erfüllt die steigenden Umweltanforderungen. Frei von gefährlichen Schwermetallen, sorgt der Prozess für eine vereinfachte Wasseraufbereitung sowie Wartung, da nur geringe Schlammablagerungen anfallen. Da die neue Technologie bei Raumtemperatur arbeitet, kann die Heizung im Konversionsbad entfallen. Hohe Kosteneinsparungen lassen sich so erzielen. "Mit der neuen Vorbehandlung konnten wir deutlich unsere Prozesskosten senken”, bestätigt Al Derosier, Production Manager bei Polaris Industries und bezieht sich auf die erzielten Energieeinsparungen von 80% und einem reduzierten Wasserverbrauch von 35%. "Während der Wechsel unsere Vorbehandlungskosten pro Unit um fast die Hälfte senkt, können wir weiterhin unseren hohen Qualitätsansprüchen gerecht werden und gleichzeitig unseren umweltfreundlichen Gedanken treu bleiben", so Derosier.

3 FRAGEN AN...

Werner Rentsch, Technical Marketing Automotive bei Chemetall

Werner Rentsch

Werner Rentsch

Wo findet die neue Vorbehandlungs-Technologie ihre Hauptanwendung?

"Gardobond EPP" wird bevorzugt als Ersatz für die Eisenphosphatierung eingesetzt. Hintergrund der Entwicklung war es, dem Kunden ein umweltfreundliches und prozesskostenoptimiertes Verfahren zur Verfügung zu stellen. Moderne Ersatzverfahren für die Eisen- oder Zinkphosphatierung erfordern gerade bei höheren Qualitätsanforderungen oftmals eine Vorbehandlungsanlage aus Edelstahl oder den Einsatz von vollentsalztem Wasser. Für unser Produkt genügen Bäder aus Normalstahl und eine entsprechende Prozesswasserqualität: Wasserhärte <10°dH, Chlorid <50 ppm, Sulfat <200 ppm.

Wann lohnt sich die Umstellung auf Ihr Verfahren?

Die Umstellung lohnt sich vor allen Dingen bei Kunden, die eine Eisenphosphatierung in Kombination mit einem alkalischen Reiniger im Einsatz haben und ihre Prozesskosten reduzieren wollen. Diese Kosteneinsparung erzielen wir dadurch, dass sich die Menge an Prozess-Schlamm verringert und das "EPP"-Bad im Gegensatz zum Eisenphosphatierbad nicht beheizt werden muss. Oftmals lässt sich zusätzlich eine Wasserverbrauchseinsparung erzielen, die wiederum eine verringerte Abwassermenge zur Folge hat. Bei entsprechender Auswahl des Reinigers ist dieses Abwasser phosphatfrei. Und schließlich kann man die Produktqualität (Vorbehandlung in Kombination mit dem Lacksystem) ohne aufwändige Anlagenumbauten verbessern.

Welchen Trend in der Vorbehandlung verfolgen Sie derzeit bei Ihren Weiter- und Neuentwicklungen?

Im Bereich der Oberflächentechnik arbeiten wir an neuen Lösungen, die die Arbeitsschritte in einer Prozesskette reduzieren, z.B. durch die Zusammenführung der Vorbehandlungs- und ersten Lackschicht. Das Vereinfachen bestehender Vorbehandlungstechnologien ist ein weiterer Arbeitsschwerpunkt. Diese Vereinfachung beziehen sich z.B. auf die Handhabung der Produkte, die Lagerung und die Prozesskontrollen. Und natürlich streben wir beim Thema nachhaltige und umweltfreundliche Verfahren, auch vor dem Hintergrund der REACH-Gesetzgebung, weiter nach Verbesserungen und Optimierungen im Sinne unserer Kunden.

Chemetall GmbH, Frankfurt a. Main, Werner Rentsch, Tel. +49 69 7165-2233, werner.rentsch@chemetall.com, www.chemetall.com

Polaris Industries, USA-Medina (MN), Al Derosier, Tel. +1 888 704 5290, al.derosier@polarisind.com, www.polarisindustries.com; Chemetall GmbH, Frankfurt a. Main, Sandra Zirm, Tel. +49 69 7165-3605, publicrelations@chemetall.com, www.chemetall.com

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