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13.11.2019

Nasslackieren

Nasslackieren: 01.06.2016

Gemeinsam gegen Mikroben

Mittelständler und Wissenschaftler forschen an antimikrobiellen Oberflächen

An einem vom Netzwerk Oberfläche NRW initiierten Interreg-Projekt sind 19 Partner aus den Niederlanden und Deutschland beteiligt. Elf Stellen für ­Wissenschaftler entstanden.

Ein Pseudoalteromonas ruthenica-Biofilm verschmutzt eine keramische Oberfläche (2500-fache Vergrößerung). Quelle: Mikrobiologisches Labor Dr. Michael Lohmeyer GmbH

Ein Pseudoalteromonas ruthenica-Biofilm verschmutzt eine keramische Oberfläche (2500-fache Vergrößerung). Quelle: Mikrobiologisches Labor Dr. Michael Lohmeyer GmbH

Der Schwerpunkt des aus EU- sowie aus nationalen und regionalen Mitteln geförderten Projekts "Sustainable Surfaces & Membranes (S²M)" liegt in der Entwicklung antimikrobieller Oberflächen. Ziel ist, Alternativen zu finden zu bislang verwendeten Methoden wie etwa der mechanisch-chemischen Reinigung oder der Additivierung des Lacks durch Biozid-Zugabe. Die Ergebnisse des Projekts sollen diesen Zustand deutlich verbessern. Hygienische Oberflächen werden dabei in verschiedenen Anwendungen erprobt und etabliert. Unter den zwei Oberthemen mit insgesamt acht Arbeitspaketen ist für die Lackiertechnik besonders das Arbeitspaket "Lacke & Farben" interessant, in dem neue antimikrobielle Lacke und Farbpasten erforscht werden. Dazu werden neue Labormuster und Verfahren entwickelt, die auf antimikrobiellen Bindemitteln bzw. Emulgatoren basieren und die in die komplexen Farbformulierungen integriert werden. Die Fachhochschule Münster synthetisiert die neuen antimikrobiellen Bindemittel bzw. Emulgatoren. Die neuen Farbformulierungen werden auf marktrelevante Anforderungsprofile abgestimmt. Nach der Prüfung der antimikrobiellen Wirkung werden die neuen Farbformulierungen im anwendungstechnischen Vergleich zu bestehenden Rezepturen getestet. Ziele des Arbeitspakets sind unter anderem die Reduzierung oder die Vermeidung flüchtiger Konservierungsstoffe (wie z.B. MIT) und damit einhergehend eine Verringerung der allergenen Wirkung der Farben und Lacke auf Isothiazolinon-Allergiker und die Vermeidung einers Auswaschens, wie es bei den bisher eingesetzten niedermolekularen Filmkonservierungsstoffen ("Leaching") häufig der Fall war. Als Partner sind bislang beteiligt die Firma Van Wijhe, die die Formulierung von antimikrobiellen Lacken und Farbpasten sowie die anwendungstechnische Prüfung übernimmt. Die Firma J.W. Ostendorf (JWO) erforscht die Formulierung von antimikrobiellen Dispersionen und führt auch die  anwendungstechnische und mikrobiologische Prüfung durch. Das mikrobiologische Labor von JWO hat Erfahrungen bei der Prüfung von antimikrobiellen Dispersionen. JWO entwickelt, optimiert und zertifiziert ein Standardtestverfahren für Dispersionssysteme, das in einem Technologietransfer zu anderen Unternehmen übertragen wird. Die FH Münster mit ihrem KT-Labor erforscht die Synthese maßgeschneiderter antimikrobieller Bindemittel bzw. Emulgatoren und ermittelt die Struktur-Eigenschaftsbeziehungen.

Netzwerk Oberfläche NRW e.V., Münster, Martin Gründkemeyer, Tel. +49 251 980-1125, mg@oberflaeche-nrw.de, www.oberflaeche-nrw.de

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