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24.03.2019

Nasslackieren

Nasslackieren: 29.10.2013

Rotorblätter optimal vor Erosion schützen

Die Rotorblätter von Windkraftanlagen, vor allem an großen Offshore-Anlagen, sind enormen Belastungen ausgesetzt: An den Blattspitzen können Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h erreicht werden. Dazu kommen Einflüsse durch Regen, Hagel, Schnee, Sand und UV-Strahlung. Besonders belastet werden die Kanten der Rotorblätter. Für deren Schutz hat BASF jetzt ein neues, einfach anzuwendendes Produkt entwickelt.

Die Rotorblätter von Windkraftanlagen, insbesondere von Offshore-Anlagen, können mittels spezieller Kantenschutzbeschichtung künftig noch besser für Erosion geschützt werden.Quelle: fotolia/zentilia

Die Rotorblätter von Windkraftanlagen, insbesondere von Offshore-Anlagen, können mittels spezieller Kantenschutzbeschichtung künftig noch besser für Erosion geschützt werden.Quelle: fotolia/zentilia

Rotorblätter an Windkraftanlagen sind heute  40 - 90 m lang. Viele dieser Blätter bestehen aus  verklebten Teilen, deren Klebenaht genau an der Blattkante verläuft. Mittels eines hochwetterfesten Spachtels lassen sich kleine Fehlstellen im Untergrund auffangen. Zum Schutz der Kanten vor Erosion, Sand und Wasser ist eine speziell für diesen Einsatz ausgelegte Beschichtung notwendig. Die neue Generation der Polyurethanbeschichtung "Relest Wind LEP" ist genau für diesen Einsatz konzipiert worden.

Vorhandene Applikationsmöglichkeiten nutzen

Bei der Entwicklung war neben den guten Schutzeigenschaften auch die einfache Verarbeitung wichtig. Die Lackierung von Rotorblättern erfolgt je nach Hersteller händisch durch Pinseln, Rollen oder Spritzen oder automatisch per Spritzapplikation mittels Robotern. Der neue, zweikomponentige Lack ist durch alle genannten Verfahren applizierbar. So ist er z.B. auch in Unternehmen einsetzbar, die an unterschiedlichen Standorten mit unterschiedlichen Applikationsverfahren arbeiten. Für die direkte Verarbeitung von Kleinstmengen ohne Abwiegen stehen außerdem 2K-Kartuschen zur Verfügung. Zudem ist die Beschichtung bei unterschiedlichen klimatischen Bedingungen verarbeitbar. Das Material lässt sich darüber hinaus per Hand oder Maschine anmischen.

ANFORDERUNGEN

hohe Erosionsbeständigkeit:

  • > 10 h bei unbeschädigter Beschichtung
  • Beständigkeit nach UV-Exposition
  • "hail slay"-Beständigkeit

einfache Anwendung:

  • 2K-Anlage, Kartusche
  • pinseln, spritzen

schleifbar
Reparaturkonzept

Realitätsnahe Prüfungen durchführen

Zur Untersuchung der Regenerosionsbeständigkeit von Beschichtungen nutzt BASF in Oldenburg einen Regenerosionsteststand. Dieser liefert außerordentlich realitätsnahe Daten.Die Prüfkörper rotieren auf speziellen Halterungen im Teststand, wobei sie Geschwindigkeiten von 500 km/h erreichen können. Bei dieser Geschwindigkeit werden Wassertropfen in den Teststand eingebracht (rund 30 l/h), sodass diese auf die Probekörper treffen. Durch diese Versuchsanordnung ergeben sich Bedingungen, die denen an einem realen Rotorblatt sehr ähnlich sind. Die neue Beschichtung erzielt eine drei- bis vierfach bessere Beständigkeit als derzeit am Markt übliche Lösungen. Ebenfalls wichtig bei der Entwicklung war die Schleiffähigkeit des Materials. Trotz der Elastizität der Beschichtung kann diese, z.B. für Ausbesserungsarbeiten, angeschliffen werden.

Bei ersten Versuchen mit dem neuen Kantenschutz wurde die großflächige Applikation per Rolle (links) und Pinsel (rechts) getestet. Der zweikomponentige Lack ist jedoch ebenfalls per Lackierpistole oder automatisch per Roboter applizierbar.Quelle: BASF

Bei ersten Versuchen mit dem neuen Kantenschutz wurde die großflächige Applikation per Rolle (links) und Pinsel (rechts) getestet. Der zweikomponentige Lack ist jedoch ebenfalls per Lackierpistole oder automatisch per Roboter applizierbar.Quelle: BASF

Neben dem Kantenschutz bietet BASF Coatings weitere "Relest"-Beschichtungen für Rotorblätter an. Das System aus Gelcoat, Spachtel, Kantenschutz und Decklack besteht durchgängig aus lösemittelfreien, zweikomponentigen Polyurethan-Verbindungen und entspricht den aktuellen VOC-Richtlinien. Dazu bietet das Unternehmen mit dem "Relest Wind RepKit" ebenfalls Reparaturlösungen für kleinere Lackschäden. Alle Systeme zeichnen sich laut BASF durch eine sehr hohe Abriebfestigkeit, eine sehr hohe Elastizität, hervorragende UV-Stabilität sowie eine hohe Umweltfreundlichkeit aus. Die meisten Materialien sind über verschiedene händische oder automatisierte Verfahren applizierbar und bieten so eine hohe Flexibilität für den Anwender.

BASF Coatings GmbH, Oldenburg, Markus Stieglbauer, Tel. +49 441 3402-159; markus.stieglbauer@basf.com, www.basf-coatings.de

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