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Nasslackieren

Automobillackierung, Nasslackieren, Kabinen-Anlagen-Technik: 06.10.2016

Sonderfarbversorgung für Autohersteller

Molchbares System sorgt für hohe Effizienz und Flexibilität

Dürr stattet erstmals in den USA eine komplette Lackiererei mit einer "EcoSupply P"-Sonderfarbversorgung aus. Das molchbare System sorgt für effiziente Abläufe und verspricht geringe Lackverluste, reduzierten Spülmittelverbrauch und kurze Farbwechselzeiten.

Die Sonderfarbversorgung ermöglicht dem Automobilhersteller die Anzahl der verwendeten Farben deutlich zu erhöhen. Quelle: Dürr

Die Sonderfarbversorgung ermöglicht dem Automobilhersteller die Anzahl der verwendeten Farben deutlich zu erhöhen. Quelle: Dürr

Die ansteigende Farbenvielfalt in der Karosserielackierung bezieht sich nicht nur auf Sonderfarben sondern immer mehr auf Kleinserienfarben. Für diese Anwendungen hat Dürr das standardisierte, modulare Farbversorgungssystem "EcoSupply P" im Einsatz. Das mit Molchtechnik arbeitende System eignet sich für Wasserlack- und Lösemittellackapplikationen gleichermaßen. "Dürr setzt die Sonderfarbversorgungssysteme weltweit bei Automobilherstellern ein. Jetzt haben wir unseren größten Einzelauftrag für ‚EcoSupply P‘ erhalten. Damit statten wir erstmals eine komplette Lackiererei in den USA für Karosserien und Stoßfänger mit insgesamt zehn Systemen aus", erklärt Dr. Hans Schumacher, Leiter der Dürr-Division Application Technology.

Molchsysteme

Die Molchsysteme reduzieren den Verbrauch von Lack und Spülmitteln im Vergleich zu den früher eingesetzten Ringleitungssystemen deutlich. Angesichts steigender Lackpreise im Sonderfarbenbereich ist das ein großer Vorteil. Investitionen in Sonderfarbversorgungssysteme amortisieren sich damit schnell. In dem Projekt in den USA sollen zukünftig neben den Standardfarben weitere 14 Kleinserienfarben lackiert werden, darunter zwei im so genannten "Tri-coat-Premium"-Verfahren. Bei diesem Verfahren werden in der Basislacklinie (BC) unterschiedliche Farbtöne direkt aufeinanderfolgend auf die Karosserie aufgebracht. Da für die vorhandenen Roboter nur maximal 20 Farben an die Farb­ringleitungen angeschlossen werden können, rüstet der Automobilhersteller molchbare Systeme nach.

Farbrückgewinnung und Reinigung

Die Kleinserienfarben werden in Blöcken von 15, 30 oder 60 Karosserien lackiert. Während der Lackierzeit kann der nächste Farbwechsel in einem zweiten System erfolgen. Dazu fördert das "EcoSupply P"-System die Farben in Schläuchen mit gleitfähigen, zylinderförmigen Molchen annähernd verlustfrei bis zur Lackierkabine. Hier werden die Molchziel­module direkt in die Farbwechsler "EcoMCC3" integriert, die in die Andockstation der vorhandenen 32 Roboter der BC-Linien und die sechs Roboter der Stoßfänger-Lackierung eingebaut werden. Nach dem Lackauftrag drücken die Molche die Restfarbe fast vollständig wieder aus den Schläuchen zurück in die Farbbehälter und reinigen die Schläuche. Die Farbversorgungsstationen sind dazu in einem separaten Farbmischraum unterhalb der Lackierkabine installiert. Gleichzeitig liefert der Hersteller die Visualisierung des Systems sowie die Steuerungseinheit mit, die künftig mit den bestehenden Anlagen- und Robotersystemen kommunizieren wird. Die Visualisierung teilt dem Anlagenbediener mit, welche Farbe in welcher Lackierkabine benötigt wird. Nach dem Anschluss der Farbbehälter genügt ein Knopfdruck zum Starten des Befüllungsvorgangs und des automatisierten, molchbasierten Lackierprozesses. Mit dem aktuellen Projekt sind jetzt insgesamt 25 dieser molchbaren Systeme in den USA im Einsatz. Sonderfarbversorgungssysteme werden von Dürr in europäischen Werken bereits seit 1999 eingesetzt. Seither hat der Hersteller weltweit über 420 Systeme bei unterschiedlichen Automobilherstellern sowie darüber hinaus in Kunststoff­lackieranlagen der Zulieferindustrie installiert.

Dürr Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen, Dr. Hans Schumacher, Tel. +49 7142 78-0, apt@durr.com, www.durr.com

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