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16.10.2019

Pulverbeschichten

Pulverbeschichten: 18.11.2011

Energieeffiziente Pulverlacke für perfekte Oberflächen

Hohe Einbrenntemperaturen sind Kostentreiber im Lackierprozess. Je niedriger die Ofentemperaturen, desto geringer ist der Energieverbrauch. Neue Niedrigtemperatur-Lacke (NT-Lacke) versprechen hier Abhilfe, weil sie Ofentemperaturen von bis zu 40 °C weniger benötigen. Das senkt auf Dauer die Betriebskosten und entsprechend auch die CO2-Emissionen.

Bei Wilbert Turmkrane werden Kranbauten mit Abmessungen von 14 m Länge, 2,5 m Breite und 3,5 m Höhe mit einem optimierten Prozess effizient pulverbeschichtet. Die Teile wiegen bis zu 20 t und weisen Materialstärken von 3 bis 250 mm auf. Quelle: IGP

Bei Wilbert Turmkrane werden Kranbauten mit Abmessungen von 14 m Länge, 2,5 m Breite und 3,5 m Höhe mit einem optimierten Prozess effizient pulverbeschichtet. Die Teile wiegen bis zu 20 t und weisen Materialstärken von 3 bis 250 mm auf. Quelle: IGP

Der Schweizer Lackhersteller IGP aus Wil / Sankt Gallen hat jetzt NT-Lacke auf reiner Polyester-Basis entwickelt, die für Außen- und Innenanwendungen geeignet sind. Bislang gab es im Sortiment des Unternehmens ausschließlich NT-Lacke auf Mischbasis – also aus Epoxy und Polyester – die sich aber nur für den Innenbereich nutzen ließen. "Steigende Energiekosten und eine wachsende Umweltsensibilität haben einen Bedarf für Niedrigtemperatur-Pulverlacke geschaffen", erklärt Gerd Salzmann, bei IGP zuständig für industrielles Produktmanagement. "Gleichzeitig können mit NT-Lacken die Durchlaufzeiten gesteigert werden, weil die Bauteile nicht mehr so lange Zeit im Ofen verbleiben müssen." Üblicherweise ist auch keine Umrüstung der Lackieranlage bei der Umstellung auf NT-Lacke nötig.

Neue Anwendungen und höhere Leistungsfähigkeit

Doch die NT-Lacke punkten nicht nur in Bezug auf Kosten und Fertigung: Auch komplexe und massige Teilegeometrien werden so wirtschaftlich und nachhaltig beschichtbar. Auf diese Weise können die Vorteile der Pulverlacktechnologie neuerdings auch für Kräne, An- und Aufbauten von LKW sowie für Windkraftanlagen genutzt werden. So unterstützte der Lackhersteller seinen Kunden Wilbert Turmkrane GmbH aus Rheinland-Pfalz bei der Installation einer komplett neuen Lackieranlage. Hier galt es, Kranbauten mit Abmessungen von 14 m Länge, 2,5 m Breite und 3,5 m Höhe zu beschichten. Die Teile wiegen bis zu 20 t und weisen Materialstärken von 3 bis 250 mm auf. Ziel des Projekts war ein hoher praktischer Gebrauchsnutzen und ein nachhaltiger Korrosionsschutz mit einer geforderten Korrosivitätskategorie von C5 mittel. Diese Zielsetzung wurde durch die Kombination der richtigen Vorbehandlung – bestehend aus Strahlen nach DIN EN ISO 12944-4 sowie einer nass-chemischen Reinigung – und einem hochwertigen Beschichtungsprozess erreicht. Die schweren Bauteile werden mit einem NT-Primer, dem "IGP-Korroprimer 1809" grundiert, der bereits nach 15 min bei 130 °C Objekttemperatur vollständig vernetzt. Das System bietet aber auch die Möglichkeit des sogenannten "Angelierens": Damit wird bei einer Baugruppe mit 20 t Gewicht und einer Ofentemperatur von 180 °C bereits nach 30 bis 45 min. eine ausreichende Objekttemperatur von 100 °C erreicht, bei der sich der Lack bereits gut vernetzt. Die Prozesszeiten verkürzen sich auf diese Weise erheblich.

Kombination erhöht Leistungsfähigkeit

Durch die Kombination des Niedrigtemperatur-Primers "IGP Korroprimer 1809" und des Polyesterdecklacksystems "IGP DURA pol 68" können laut Hersteller Korrosivitätskategorien von C4 oder sogar C5 erreicht werden, was das Einsatzspektrum und die Leistungsfähigkeit der Niedrigtemperatur-Systeme noch deutlich vergrößert. Die IGP bietet ein umfassendes Programm von NT-Pulverlacksystemen für die Innen- und Außenanwendung und verfügt über ein Lagersortiment mit gängigen Farbtönen in verschiedenen Glanzgraden und Oberflächenstrukturen, sodass eine schnelle Belieferung möglich ist. Darüber hinaus zeichnen sich alle IGP-NT-Pulverlacksysteme durch eine hohe Praxistauglichkeit und Überbrennstabilität aus.

3 FRAGEN AN...

Gerd Salzmann, bei IGP zuständig für industrielles Produktmanagement

Gerd Salzmann

Gerd Salzmann

Seit wann sind die IGP-Niedrigtemperatur-Lacke am Markt?

Bereits seit einigen Jahren, allerdings in Mischpulverqualität, also auf Epoxy- und Polyesterbasis. Seit rund einem Jahr bieten wir sie als reine Polyesterqualität an – und damit funktionieren diese Lacke auch für Außenanwendungen. Sie sind in allen RAL-Farben und ganz unterschiedlichen Strukturen erhältlich.

Wo liegt der Vorteil gegenüber herkömmlichen Pulverlacken?

Pulver wird durchschnittlich bei 180 bis 200 °C eingebrannt. Niedrigtemperatur-Systeme brauchen ca. 40 °C weniger. Wegen der höheren Reaktivität der NT-Lacke ist auch das Beschichten schwerer Teile möglich und wird wirtschaftlich. Das Ergebnis sind verkürzte Durchlaufzeiten und ein deutlich niedrigerer Energieverbrauch. Aber: Es gibt kein System, das nur Vorteile hat. Noch haben diese NT-Industriesysteme keine Qualicoat- bzw. GSB-Zulassung. Ein weiterer Faktor ist, dass je tiefer die Lacke eingebrannt werden können, umso mehr auch die Reaktivität steigt und damit die Lagerstabilität abnimmt. Eine ordnungsgemäße Lagerung muss also sichergestellt sein.

Werden sich die NT-Lacke durchsetzen?

Davon bin ich überzeugt: Ihr Marktanteil wird deutlich steigen. In zwei Jahren wird es in West-Europa keine Pulverlacke mit großen Marktanteilen mehr geben, die mit über 180 °C eingebrannt werden müssen.

Wilbert Turmkrane GmbH, Waldlaubersheim, Andreas Glaser, Tel. +49 6707 6668-1160, aglaser@wilbert.de, www.wilbert.de; IGP Pulvertechnik AG, CH-Wil, Gerd Salzmann, Tel +41 71 9298111, gerd.salzmann@igp.ch, www.igp.ch

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