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Pulverbeschichten

Pulverbeschichten: 13.03.2013

Forum für Pulverbeschichter bietet Erfahrungsaustausch und direkten Praxisnutzen

Die Qualitätsgemeinschaft Industriebeschichtung QIB führt in Zusammenarbeit mit besser lackieren! am 8. und 9. November das "Praxisforum Industriebeschichtung" durch. In dieser Vorschau kommen Referenten zu Wort: über den Praxisnutzen, den die Veranstaltung bietet, und Trends in der industriellen Lackiertechnik.

Moderne Pulverlacke – hier auf ein Tretlager appliziert – erfüllen Ansprüche an Funktionalität und Wirtschaftlichkeit. Quelle: KABE Pulverlack

Moderne Pulverlacke – hier auf ein Tretlager appliziert – erfüllen Ansprüche an Funktionalität und Wirtschaftlichkeit. Quelle: KABE Pulverlack

Aktuelle Umfragen bestätigen: Energieeffizient arbeitende Beschichtungsanlagen sind und bleiben im Trend. Bei den Pulverlacken wird sich Experten zufolge die Tendenz zu Niedrigtemperatursystemen verstärken, da Anwender durch ihre Verwendung Energie und Kosten sparen können. So drehen sich auch die Vorträge auf dem zweiten "Praxisforum Industriebeschichtung 2012" am 8. und 9. November 2012 in Wetzlar um neue Materialien und Verfahren, mit denen Beschichter die Wirtschaftlichkeit steigern können. Die befragten Fachleute und Referenten auf dieser Veranstaltung geben ihre Prognosen, welche Themen die industrielle Lackiertechnik im Jahr 2013 weiterhin bestimmen werden. Nach Einschätzung von Frank Berger von der Emil Frei GmbH & Co. KG sind die wichtigen Themen dieselben wie in den vergangenen Jahren: Energieeffizienz, VOC-Reduzierung und Gesamtwirtschaftlichkeit des Lackierprozesses. Darüber hinaus würden die Pulverbeschichtung immer schwererer Bauteile sowie der zusätzliche Einsatz von Strahlungswärme bei der Pulverlackaushärtung Themen sein, die die Branche beschäftige.

Vorbehandlung im Fokus

"Sicherlich werden weiterhin zahlreiche Beschichter auf die chromfreie Vorbehandlung umstellen", sagt Daniel Tiemann von Hang + Mask. Neben der Automobil- und Elektroindustrie, wo die chromfreie Vorbehandlung bereits gesetzlich vorgeschrieben ist, setzen viele Beschichter aus dem Bereich Bau/Fassadenbau auf die frühzeitige Umrüstung. Dies ist ein Trend, der bereits in den letzten Jahren zu beobachten gewesen ist. Durch die Umstellung beim Kunden sei auch Hang + Mask unmittelbar betroffen, da die Beschichter durch diese Änderung in der Regel ihr vorhandenes Haken- und Gehängeportfolio auf Edelstahl umstellen müssten, so Tiemann. Weiterhin werde der Beschichter ein Hauptaugenmerk darauflegen, die Energiekosten in seinem Prozess möglichst gering zu halten. Neben Weiterentwicklungen im Niedrigtemperaturpulver könne hier auch die richtige Aufhängetechnik die Energiekosten reduzieren. "Mit Sicherheit werden Beschichtungsstoffe, die Produktivität und Arbeitserleichterungen schaffen und darüber hinaus merklich Kosten einsparen, in der Zukunft verstärkt zum Einsatz gelangen", sagt Marko Büttgen von KABE Pulverlack. Einen Beitrag dazu leiste das Unternehmen mit den Ultradünnschicht (UDS)- und u.a. mit den höchst witterungsbeständigen Pulverlacken. Weiterhin rechnet er damit, dass Niedrigtemperaturpulverlacke im Zuge stetig wachsender Energiepreise mittelfristig in zunehmendem Maße nachgefragt und "hoffentlich branchenweit" geliefert würden. Nur so seien die Anwender in der Lage, die Einbrennparameter merklich zu reduzieren.

Praxisnahe Vorträge
Mit Hilfe von intelligenter Aufhängetechnik können Beschichter viele Kosten einsparen. Quelle: Hang+Mask

Mit Hilfe von intelligenter Aufhängetechnik können Beschichter viele Kosten einsparen. Quelle: Hang+Mask

Der Fokus der Veranstaltung steht auf direktem Praxisnutzen. Befragt, was die Teilnehmer konkret aus den Vorträgen im Betrieb umsetzen könnten, sagt Marko Büttgen von KABE Pulverlack, dass die Anwender auf UDS umstellen könnten ohne größere Investitionen zu tätigen. Erfolgreiche Umsetzungen verzeichne das Unternehmen im Ladenbau, im Bereich der Lager- und Betriebseinrichtungen, der Innenarchitektur sowie in der Serienbeschichtung bei Deutschlands größtem Fahrradhersteller. Die Vorteile von UDS lägen im hervorragenden Verlauf, der hohen Funktionalität – mitunter müssten Gewinde oft nicht mehr abgedeckt werden, da sie trotz der Pulverbeschichtung noch gängig sind – sowie in den konstanteren Schichtdicken durch geringere Schichtdickenschwankungen z.B. in der Innenarchitektur. Zudem wären kein Kantenaufbau und "Bilderrahmeneffekt" erkennbar – dadurch sei hohe Passgenauigkeit bei nachträglicher Montage erzielbar. Bei zahlreichen Anwendern lasse sich im Gegensatz zu konventionellen Pulverlacken der Verbrauch häufig halbieren. Daniel Tiemann von Hang + Mask sieht es als Ziel seines Vortrags, dem Zuhörer zu vermitteln: Die Aufhängetechnik ist ein wesentlicher und auch wichtiger Bestandteil des Pulverbeschichtungsprozesses.

Teilnehmer sensibilisieren

Die richtige Aufhängetechnik berge enorme Potenziale, die bei vielen Beschichtern noch lange nicht ausgeschöpft wären, so Tiemann. Dieses Verständnis beim Zuhörer zu wecken sei sein Anspruch an den Vortrag. Konkret möchte er dem Zuhörer weiterhin auch Lösungen aus dem Standard- aber auch Sondergestellbereich aufzeigen, die in der Praxis vom Beschichter adaptiert werden könnten. Gerade im Kleinteilebereich gebe es standardmäßig kostengünstige und vor allem flexible Lösungen. Durch den Einsatz dieser Systeme sei der Beschichter in der Lage auf unterschiedliche Teilegeometrien flexibel und schnell reagieren zu können. Die Praxisnähe des Vortrags von Frank Berger von der Emil Frei GmbH & Co. KG liege darin, dass sich Beschichter und deren Kunden auf Basis der dargestellten Erkenntnisse über die Qualität ihrer Produkte verständigen können. Beschichter lernen, welche Angaben hinsichtlich des Korrosionsschutzes dem Kunden gegenüber gemacht werden können. Neben dem Einsatz geeigneter Lacksysteme werde der Einfluss des Untergrundes und der Vorbehandlung thematisiert. Endkunden könnten lernen, welche Qualitäten realistisch erwartet werden können. Konkret wird der Praxisnutzen in einem Online-Tool, welches ebenfalls im Rahmen des Vortrags vorgestellt wird: Die Korrosionsschutzdatenbank des Unternehmens ermöglicht es dem Benutzer, für seine Lackieraufgabe in Abhängig-keit von Untergrund, Vorbehandlung und der gewünschten Korrosionsschutzklasse, geeignete Lacksysteme auszugeben

(→www.freilacke.de/produkte/korrosionsschutzsysteme).

AUS DEM PROGRAMM DER TAGUNG
  • "Korrosionsschutz für Industriegüter – Anforderungen, Auswahlkriterien für Beschichtungsaufbauten und Kosten-Nutzen-Betrachtung" von Frank Berger, Emil Frei GmbH & Co. KG

Der Vortrag dreht sich um den Korrosionsschutz von Industriegütern. Im Zentrum der Betrachtung stehen pulverbeschichtete Teile. Da die bekannteste Norm für den Korrosionsschutz (DIN EN ISO 12944) nur die Verwendung von Nasslacken vorsieht, besteht Klärungsbedarf, wie im industriellen Umfeld pulverbeschichtete Bauteile klassifiziert werden können. Im Vortrag wird deutlich, welche Korrosionsschutzklassen mit Pulverlacken unter Berücksichtigung verschiedenster Vorbehandlungsmethoden erreichbar sind.

  • "Kostenersparnis durch die Auswahl der richtigen Aufhängung" von Daniel Tiemann, Hang + Mask Jürgen Emptmeyer GmbH

Die Wahl der richtigen Aufhängung kann bares Geld sparen. Gerade unter der Prämisse sinkender Beschichtungspreise und steigender Kosten für Energie, Personal und auch Materialkosten lassen sich durch eine optimierte Aufhängetechnik die Kosten für die Beschichtung drastisch reduzieren. Berechnungen aus unserem Hause belegen, dass sich durch die Umstellung von losen Haken auf Gehängetechnik teilweise Einsparungen von theoretisch bis zu 40% ergeben können.

  • "Ultradünnschichtpulver" von Marko Büttgen, KABE Pulverlack

Bei unseren UDS- (UltraDünnSchicht)-Pulverlacken "Polyflex" handelt es sich - wie der Name schon sagt - um Pulverlacke, die mit extrem niedriger Schichtdicke appliziert werden. Die Oberfläche dieser Pulverlackfilme ist vom Verlauf her vergleichbar mit der von Flüssiglackierungen. UDS-Pulverlacke stellen eine Synthese aus Ästhetik, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit dar.

KABE Pulverlack Deutschland GmbH, Graben-Neudorf, Marko Büttgen, Tel. +49 7255 99-161, marko.buettgen@kabe-pulverlack.de, www.kabe-pulverlack.de;

Emil Frei GmbH & Co. KG, Bräunlingen, Frank Berger, Tel. +49 151 17117908, f.berger@freilacke.de, www.freilacke.de;

Hang + Mask Jürgen Emptmeyer GmbH, Bad Essen, Daniel Tiemann, Tel. +49 5472 95500-31, tiemann@emptmeyer.de, www.emptmeyer.de

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