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06.08.2020

Pulverbeschichten

Pulverbeschichten: 16.10.2019

Pulver-Potenzial

Prozesse ohne große Investitionen optimieren

Grimm Pulverlack hat, basierend auf Anwenderbefragungen, Analysen und praxisnahen Beschichtungsversuchen die Pulverlackserie "EVO+" entwickelt (BESSER LACKIEREN, Ausgabe 16/2019). Aktuell haben zwei Beschichter die Prozesse materialseitg umgestellt.

Mit der Umstellung konnten die Anwender die Prozesse optimieren. Fotos: Grimm

Mit der Umstellung konnten die Anwender die Prozesse optimieren. Fotos: Grimm

Bei der Caleg Schrank- und Gehäusebau GmbH werden hochindividualisierte Gehäuse- und Schaltschranklösungen aus verschiedensten Substraten entwickelt, gefertigt und nach Kundenwünschen komplett montiert. Zu Projektbeginn haben die zuständigen Mitarbeiter Sven Giedow, Bereichsleiter Pulverbeschichtung, und Roberto Badack, Oberflächen­technologe/Abfallbeauftragter, gemeinsam mit dem Lackhersteller analysiert, wie hoch der Anteil an strukturpulver­beschichteten Produkten ist und welche Verbräuche sowie Entsorgungskosten zu Buche schlagen. "Innerhalb dieser Analyse, die zum Großteil in der Produktion mit sämtlichen Mitarbeitern schichtübergreifend durchgeführt wurde, war es von Beginn an das gemeinsame Bestreben, Einsparpotenziale zu generieren und diese dann prozesssicher in Verbindung mit der neuen "EVO+"-Dünnschicht-Strukturpulverlack-Serie entsprechend umzustellen", erklärt Bernd Dispan, Vertriebsleiter bei Grimm Pulverlack. Schaltschränke, die aufgrund der komplexen Geometrie im Innern zusätzlich manuell beschichtet werden müssen, wiesen häufig erhebliche Schichtdickenschwankungen auf. Dies ging zu Lasten des Pulverlackverbrauchs. Ein nicht zufriedenstellender Erstauftragswirkungsgrad sorgte dafür, dass gelegentlich die Fördergeschwindigkeit minimiert oder das Band für die manuellen Beschichtungsgänge gestoppt wurde. Hinzu kam ein weiteres Problem: "Immer wieder kam es aufgrund schwieriger Teilegeometrien zu Nacharbeiten, da die Beschichter bzw. die Pistolen der Automatikbeschichtung nicht genügend Pulverlack in die neuralgischen Ecken bekamen. Die Folge war, dass sich die Täler bei niedrigeren Schichtdicken nicht geschlossen haben und somit der geforderte und benötigte Korrosionsschutz verloren ging", erläutert Oberflächentechnologe Roberto Badack. Er war von Beginn an mit dem Projekt durch die Geschäftsleitung der Caleg Schrank- und Gehäusebau GmbH beauftragt und hat zwischenzeitlich bei allen anderen Unternehmen der Caleg-Gruppe den Einsatz der "EVO+"-Pulverlacke befürwortet.

Umfassende Prozessanalyse

Markus Baum (li.) von Grimm Pulverlack und Roberto Badack von Caleg überprüfen und optimieren die Beschichtungsparameter.

Markus Baum (li.) von Grimm Pulverlack und Roberto Badack von Caleg überprüfen und optimieren die Beschichtungsparameter.

Auch bei der Wagner Metall Concept GmbH aus dem bayrischen Blaibach stand zu Beginn der Prozessanalyse die Daten­erfassung in der Fertigung an. Das Unternehmen verfügt über eine sehr hohe Fertigungstiefe mit eigener Blechfertigung, eigener Schweißerei und Oberflächenabteilung. Die gefertigten Produkte kommen in den verschiedensten Sparten zum Einsatz, z.B. in technischen Spezialgehäusen, Spiel­automaten, Geldautomaten oder Kompressorengehäusen. Daher müssen die Oberflächen unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden. "Durch die Möglichkeit von der Einzel- bis hin zur Serienfertigung unterschiedlicher Produkte war es unabdingbar, dass sämtliche Parameter innerhalb der bestehenden Fertigung genauestens unter die Lupe genommen werden, da diese auch zukünftig ineinander greifen müssen", so Xaver Frisch, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Wagner Metall Concept GmbH. Zeit ist Geld – aber Prozesssicherheit und Qualität gehen für Inhaber und Geschäftsführer Manfred Wagner vor. Unter dieser Devise erfolgte zu Beginn der Zusammenarbeit eine Prozessanalyse, in der sämtliche Parameter sowie Anforderungen und Vorschriften der jeweiligen Kunden festgehalten wurden. Die Analyse zeigte, dass oft der Einbrennofen das Nadelöhr der Anlage ist. Für den Einsatz des neuen Pulverlacks ergab sich daraus folgende Anforderung: Einbrennen ab 140 °C, prozesssicher bis 200 °C im Bereich glänzend und seidenglänzend, um entsprechend kürzere Ofenverweilzeiten zu ermöglichen und auch einem Überbrennen bei unterschiedlichen Materialstärken vorzubeugen.

Vorteile
  • höherer Auftragwirkungsgrad und reduzierter
  • Pulverlackverbrauch
  • gute Ladbarkeit, hohes
  • Eindringvermögen und ein optimierter Kantenumgriff
  • Umlufttemperatur senken, um Energiekosten zu sparen
  • bei gleichbleibenden Temperaturen den Durchsatz aufgrund kürzerer Ofenverweilzeit erhöhen

Aus Sicht der Fa. Wagner ist eine höhere Anlagenausbringungen zwar wünschenswert, aber die vollständige Vernetzung des Pulverlacks musste mit dem bestehenden Einbrenn­ofen gewährleistet sein. Auf Basis der in der Prozessanalyse erfassten Daten wurde die weitere Vorgehensweise beschlossen. Vor dem Serienversuch war es wichtig, eine Abschätzung des zu erwartenden Einsparpoten­zials zu erhalten. Da diese Frage trotz vorliegender Prozess- und Verbrauchsdaten nur vage zu beantworten ist, gab es seitens Grimm Pulverlack die Aussage zu einer Einsparung im Bereich Pulverlackverbrauch im zweistelligen Prozentbereich, was alle Beteiligten überraschte. In einem aussagekräftigen Beschichtungsversuch unter Serienbedingungen hat man dieses Ziel erreicht. "Wir haben zwar jetzt einen leicht höheren Einkaufspreis beim Pulverlack, sparen aber erheblich im Verbrauch. Der Pulverlack haftet besser und wir haben somit weniger in der Rückgewinnung. Auch haben wir einen geringeren Aufwand bei der manuellen Vorbeschichtung, was wiederum zu einer Steigerung der Bandgeschwindigkeit führt", so Xaver Frisch. Die "EVO+"-Dünnschicht-Strukturpulverlacke sind in Polyester- und Epoxid-Polyester-Qualität erhältlich.

Zum Netzwerken:
Caleg Schrank und Gehäusebau GmbH, Calau, Roberto Badack, Tel. +49 3541 84-0, vertrieb@caleg.de, www.caleg.de

Grimm Pulverlack GmbH, Schwäbisch Gmünd, Bernd Dispan, Tel. +49 7171 9801-0, b.dispan@grimm-pulverlack.de, www.grimm-pulverlack.de

Wagner Metall Concept GmbH, Blaibach, Manfred Wagner, Tel. +49 9941 77003-0, info@wagner-metall-concept.de, www.wagner-metall-concept.de

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