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Pulverbeschichten

Pulverbeschichten: 21.03.2017

Qualisteelcoat veröffentlicht Spezifikation 4.0

Neueste Version der technischen Spezifikation soll Beschichtern helfen, die Anforderungen im Betrieb leichter umzusetzen

Die nun vorliegende Version 4.0 der technischen Spezifikation hat vor allem das Ziel, ihre Lesbarkeit zu verbessern und die Umsetzung der Anforderungen zu erleichtern. Wesentlich verändert hat sich, dass ein Beschichter nunmehr alle von ihm angebotenen Systeme im Abstand von zwei Jahren einer externen Prüfung und den entsprechenden Labortests beim Prüfinstitut unterziehen muss.

Die Abbildung zeigt, wie ein Qualisteelcoat-Beschichtungssystem aufgebaut ist. Quelle (Grafik und Tabelle): Qualisteelcoat

Die Abbildung zeigt, wie ein Qualisteelcoat-Beschichtungssystem aufgebaut ist. Quelle (Grafik und Tabelle): Qualisteelcoat

Stahl, das am häufigsten eingesetzte Baumaterial im Architekturbereich und in der Industrie, muss gegen Korrosion geschützt werden. Falls der Korrosionsschutz durch organische Beschichtungen erreicht werden soll, fällt dies in den Anwendungsbereich von Qualisteelcoat. Die Anforderungen des Qualitätszeichens gehen über den Korrosionsschutz hinaus und schließen Vorgaben an die mechanischen Eigenschaften, die Witterungsbeständigkeit und das dekorative Erscheinungsbild mit ein.  Qualisteelcoat legt in seiner technischen Spezifikation das Qualitätsniveau fest, das ein Beschichtungsbetrieb erreichen muss, um sein Produkt auf dem Markt als Qualisteelcoat-zertifizierter Betrieb anbieten zu können. Die Spezifikation definiert die Qualitätsanforderungen an Beschichtungsbetriebe und Beschichtungssysteme. Lizenzierte Beschichtungsbetriebe werden regelmäßig von unabhängigen Prüfinstituten überwacht. Alle Beschichtungssysteme unterliegen einer Zulassung durch Qualisteelcoat, die erst nach umfangreichen Laborprüfungen erteilt wird. 

QUALISTEELCOAT
Das internationale Qualitätslabel für die Beschichtung von Stahl wurde 2006 gegründet. Mit über 80 lizenzierten Beschichtungsbetrieben in 12 Ländern ist Qualisteelcoat inzwischen ein bedeutendes Qualitätszeichen für beschichteten Stahl. 2016 sind weitere Landesverbände aus Polen und Griechenland als Generallizenznehmer hinzugekommen. In Deutschland vergibt die Qualitätsgemeinschaft Industriebeschichtung e.V. (QIB) als Generallizenznehmer die Zulassungen für Beschichtungssysteme und Lizenzen für Beschichtungsbetriebe. Auch 2017 liegen schon Neuanmeldungen von Beschichtungsbetrieben vor. Nahezu 100 Beschichtungssysteme von 25 Materialherstellern haben aktuell die Zulassung von Qualisteelcoat erhalten, weitere Systeme sind bereits in der Prüfung.

Spezifikation definiert die Anforderungen

Für Pulverbeschichtungssysteme gab es in der Vergangenheit keine eindeutigen Vorgaben hinsichtlich der Korrosionsbeständigkeit. Daher bestand für Beschichter und Kunden oft Unsicherheit, welche Beschichtungssysteme für welche Korrosionsbedingungen geeignet wären: "Wie viele Schichten sind erforderlich?", "Welche Vorbehandlungen sind geeignet?", "Was für Anforderungen werden an Duplex-Systeme gestellt?" Diese Fragestellungen werden mit der Qualisteelcoat-Spezifikation beantwortet. Die Anforderungen hinsichtlich des Korrosionsschutzes beruhen auf den Vorgaben der ISO 12944. Diese Norm ist international für den Korrosionsschutz von Stahl anerkannt. Die ISO 12944 ist zwar auf Flüssigbeschichtungen beschränkt, da jedoch die im Teil 2 genannten Korrosivitätskategorien C1-C5 allgemein bekannt und anerkannt sind, verwendet Qualisteelcoat sie als Basis für seine Qualitätsanforderungen. Darüber hinaus erfüllen die Vorgaben von Quali-steelcoat auch die in Deutschland für die Pulverbeschichtung gebräuchliche DIN 55633 und 55634. Verschiedene Arten von Pulverbeschichtungssystemen, die von Qualisteelcoat zugelassen werden, sind in der (Tabelle) aufgeführt. Hier sind auch die jeweils maximal zu erreichenden Korrosivitätskategorien genannt. 

Elektrotauchbeschichtungen  als Systeme aufgenommen

Der Beschichter kann nur die Qualisteelcoat-Systeme anbieten, für die er auf seiner Lizenz eine Zulassung erworben hat. Damit hat er den Nachweis erbracht, dass er diese Systeme qualifiziert herstellen kann. Die nun vorliegende Version 4.0 der technischen Spezifikation hat vor allem das Ziel, ihre Lesbarkeit zu verbessern. Gleichzeitig erleichtert sie es dem Beschichter, ihre Anforderungen im Betrieb umzusetzen. Darüber hinaus haben sich das technische Komitee sowie diverse Arbeitsgruppen mit den auf dem Markt nachgefragten Beschichtungssystemen beschäftigt und die Qualisteelcoat-Systeme ergänzt, z.B. um Elektrotauchbeschichtung.

Verschiedene Arten von Pulverbeschichtungssystemen, die von Qualisteelcoat zugelassen werden, sind in der Tabelle dargestellt. Hier sind auch die jeweils maximal zu erreichenden Korrosivitätskategorien genannt.

Verschiedene Arten von Pulverbeschichtungssystemen, die von Qualisteelcoat zugelassen werden, sind in der Tabelle dargestellt. Hier sind auch die jeweils maximal zu erreichenden Korrosivitätskategorien genannt.

Wesentlich verändert hat sich, dass ein Beschichter nunmehr alle Systeme, die er anbietet, im Abstand von zwei Jahren einer externen Prüfung und den entsprechenden Labortests beim Prüfinstitut unterziehen muss. Damit ist eine noch größere Sicherheit für den Kunden gegeben, dass der Beschichter sich für alle in seiner Lizenz aufgeführten Systeme qualifiziert hat. Neu hinzugekommen ist auch der Anhang 2, der auf freiwilliger Basis die Anforderungen der EN 1090 umsetzt. Quali­steelcoat-Lizenzbetriebe können auf dieser Basis ohne großen Zusatzaufwand ein EN 1090 Beschichterzertifikat erhalten. Die technischen Arbeitsgruppen von Qualisteelcoat arbeiten ständig an einer Weiterentwicklung des Qualitätsstandards. Ziel ist es, diese Spezifikationen immer weiter zu verbessern. Die neue Spezifikation steht in deutscher Übersetzung auf der Website www.qib-online.de zum Download bereit.

Qualisteelcoat c/o Qualitätsgemeinschaft Industriebeschichtung e.V., Schwäbisch Gmünd, Lars Walther, Tel. +49 7171 10408-37, info@qib-online.com, www.qib-online.de; Institut für Oberflächen­technik GmbH, Schwäbisch Gmünd, Michael Müller, Tel. +49 7171 10407-0, info@ifo-gmbh.de, www.ifo-gmbh.de

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