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Pulverbeschichten

Pulverbeschichten: 08.10.2018

Wareneingangskontrolle für Pulverlacke

Die beste Prozesstechnik und der sorgfältigste Prozessablauf nutzen nichts, wenn die Qualität des Pulverlacks nicht stimmt. "Für die Wareneingangskontrolle gibt es zwei Tests", erklärt Dr. Thomas Herrmann, "den Gelzeittest (DIN EN ISO 8130-6) und den sogenannten Pillenablauftest."

Dr. Thomas Herrmann empfiehlt Pulverbeschichtern den Pillenablauftest. Foto: Dr. Herrmann

Dr. Thomas Herrmann empfiehlt Pulverbeschichtern den Pillenablauftest. Foto: Dr. Herrmann

Der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Pulverbeschichtungstechnologien empfiehlt den Pillenablauftest nach DIN EN ISO 8130-11, weil er sicherer und zuverlässiger ist. Um das Verfahren normgerecht durchzuführen, presst man das Pulver in die Form einer Pille. Diese Pille wird im Laborofen in waagerechtem Zustand 1 min bei ca. 70-110 °C erhitzt, bis das Pulver anfängt zu schmelzen und sich die Pillenform verändert. Dann muss der Prüfer die Pille auf der Prüffläche abwinkeln (60°). Dadurch beginnt der Lackfilm herunter zu laufen, bis die Vernetzung bei ca. 180-200 °C und nach einem bestimmten Zeitraum (Angaben des Pulverlackherstellers) abgeschlossen ist. Die Länge der Lackfilmablaufstrecke gibt Auskunft über die Reaktivität des Lacks. "Bei kurzer Ablaufstrecke vernetzt der Pulverlack schnell, bei längerer Strecke langsamer. Dieses Verhalten ist eine charakteristische Vernetzungseigenschaft für den Kantenaufbau an den zu beschichtenden Substratwerkstoffen." Außerdem eignet sich der Pillenablauftest dazu, die Chargen eines bestimmten Pulverlacks zu kontrollieren und dient somit als Überprüfung der Chargenkonstanz des Beschichtungsmaterials. Veränderungen der Pillenablauflänge sind häufig auf Rezepturschwankungen des Pulverlackes zurück zu führen.

Zum Netzwerken:
Dr. Herrmann GmbH & Co. KG, Dresden, Dr. Thomas Herrmann, Tel. + 49 351 4961-103, th.herrmann@dr-herrmann-gmbh.de, www.dr-herrmann-gmbh.de

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