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18.10.2018

Vorbehandeln & Entlacken

Vorbehandeln & Entlacken: 19.04.2013

Trends in der Strahltechnik kennen

Die Trends in der Strahltechnik sind u.a. Automatisierung, vereinfachtes Handling, Energieeffizienz und Prozesskontrolle, wie drei Hersteller von Strahlanlagen besser lackieren. in einem Redaktionsgespräch verraten haben.

Die moderne Konstruktion der Hochleistungsturbine schont das Strahlmittel und verkürzt die Montagezeiten. Quelle: AGTOS

Die moderne Konstruktion der Hochleistungsturbine schont das Strahlmittel und verkürzt die Montagezeiten. Quelle: AGTOS

Steffen Reimann, Segmentleiter Vertrieb Strahltechnik International bei der Rösler Oberflächentechnik GmbH, sieht aktuell vor allem zwei Themen im Trend – zum einen die bessere Prozesssicherheit und -kontrolle, zum anderen spielen Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit mittlerweile eine immer größere Rolle. "Rösler betreibt verstärkt Forschung und Entwicklung  im Bereich der Prozesskontrolle, z.B. für neue Messsysteme, welche die Parameter des Strahlprozesses erfassen. Damit tragen wir dem Wunsch unserer Kunden nach einer höheren und nachweisbaren Reproduzierbarkeit Rechnung", so Reimann. "Dabei ist u.a. die Kontrolle der Strahlturbine wichtig und – was bisher häufig vernachlässigt wurde  –  die  Ausrichtung des Hot Spots (Strahlzone auf dem Werkstück). Dieser kann zukünftig ständig überwacht und somit durch einfaches Justieren der Turbinen der Strahlprozess immer höchst effizient gehalten werden."

Bei der Konrad Rump Oberflächentechnik GmbH & Co. KG steht aktuell vor allem der Gießerei-Bereich im Fokus. Dabei spielt auch die Energieeffizienz eine Rolle, berichtet Heinz Neise, Prokurist und Vertriebsleiter des Unternehmens. Der größte Energieverbraucher in der Strahltechnik ist jedoch die Turbine und dort wirken sich Einsparungen direkt auf die Leistung aus.

Für Steffen Reimann (li., Rösler) und Heinz Neise (Konrad Rump) sind bessere Prozesssicherheit und -kontrolle sowie Energieeffizenz und Wirtschaflichkeit aktuelle Trendthemen in der Strahltechnik. Quelle (zwei Fotos): Redaktion

Für Steffen Reimann (li., Rösler) und Heinz Neise (Konrad Rump) sind bessere Prozesssicherheit und -kontrolle sowie Energieeffizenz und Wirtschaflichkeit aktuelle Trendthemen in der Strahltechnik. Quelle (zwei Fotos): Redaktion

Prozesse vereinfachen und automatisieren

Die Automatisierung und die Einbindung in den gesamten Produktionsablauf ist eines der aktuellen Themen bei der AGTOS Gesellschaft für technische Oberflächensysteme mbH, wie Ulf Kapitza, Leiter Marketing und Vertrieb, erklärt.

Das Unternehmen setzt zudem auf flexible Anlagen, die sich z.B. bei einem Strahlmittelwechsel schnell anpassen lassen. Ansonsten sei es schwierig, Trends auszumachen, da die meisten Anlagen individuell auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten werden und es wenige Überschneidungen bei den unterschiedlichen Anwendern gibt.

Neise beobachtet ebenfalls einen inhomogenen Markt: "Durch die unterschiedlichen Anforderungen der Kunden lassen sich ständig wechselnde Trends ausmachen. Übergreifende Themen sind jedoch die Vereinfachung des Handlings und die Ergonomieoptimierung."

Agtos setzt auf Anlagen, die sich flexibel anpassen lassen, so Ulf Kapitza.

Agtos setzt auf Anlagen, die sich flexibel anpassen lassen, so Ulf Kapitza.

Ein weiteres branchenübergreifendes Thema ist die Ermittlung der Lebenszykluskosten. Der Arbeitskreis Strahltechnik des VDMA, dessen Sprecher Kapitza ist, hat ein Modell zur Lebenszykluskostenprognose entwickelt, das im Einheitsblatt VDMA 34160 definiert ist.  In die Berechnung werden u.a. Investitionskosten wie der Neupreis der Anlage oder Infrastrukturkosten und die Kosten für Ersatzteile, Energie und Betriebsstoffe einbezogen, um verschiedene Angebote umfassend vergleichen zu können. Der VDMA gibt Anwendern damit ein Werkzeug an die Hand, in dem alle wesentlichen Kosten einbezogen werden und die Wirtschaftlichkeit einer Investition aufzeigt.

Dass solche Berechnungen von Kunden häufiger gewünscht sind, stellt auch Reimann fest. Analysen zu Standzeiten und laufenden Kosten bzw. TCO-Berechnungen (TCO = Total-Cost-of-Ownership, Gesamtbetriebskosten) werden vor einer Investition herangezogen. Durch das Fokussieren des Vertriebs von Komplettanlagen als Generalunternehmer kann Rösler solche Analysen für den gesamten Prozess der Oberflächenbehandlung, inklusive Lackiertechnik anbieten.

AGTOS Gesellschaft für technische Oberflächensysteme mbH, Emsdetten, Ulf Kapitza, +49 2572 96026-200, u.kapitza@agtos.de, www.agtos.de;

Konrad Rump Oberflächentechnik GmbH & Co. KG, Salzkotten, Heinz Neise, Tel. +49 5258 508-112, heinz.neise@rump-oft.de, www.rump-oft.de;

Rösler Oberflächentechnik GmbH, Untermerzbach, Steffen Reimann, Tel. +49 9533 924-249, s.reimann@rosler.com, www.rosler.com

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