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Vorbehandeln & Entlacken

Vorbehandeln & Entlacken: 27.01.2019

Trockene Reinigung

Die Reinigung von Kunststoffkomponenten erfolgt vor der Lackierung oft mit Powerwash-Anlagen. Die Bauteile durchlaufen dabei zunächst einen Reinigungsschritt mit einem meist alkalischen Medium; daran schließen sich mehrere Spülzonen, ein Haftwassertrockner sowie eine Kühlzone an.

Der Reinigungsprozess ist dem Lackierprozess mit Robotern sehr ähnlich. Foto: acp systems AG

Der Reinigungsprozess ist dem Lackierprozess mit Robotern sehr ähnlich. Foto: acp systems AG

Die Reinigung beansprucht daher nicht nur viel Produktionsfläche, sondern auch Ressourcen. Hinzu kommt, dass sich Teile aus Kunststoffen anders verhalten als ihre Pendants aus Metall. Durch die beim Reinigungsschritt eingebrachte Wärme dehnen sich die Kunststoffe aus, so dass Wasser eingelagert wird. Während der Trocknung werden die Teile erneut erwärmt. Dies könnte ein Grund sein, dass sich später auf der gereinigten Oberfläche teilweise Formulierungsbestandteile des Kunststoffs wie Trennmittel, Additive oder Füllstoffe finden, die aus tieferen Schichten nach oben migriert sind und zu einer Störung der Haftfestigkeit des Lacks führen können. Im Gegensatz zum nasschemischen Prozess erfolgt die Reinigung mit dem "quattro­Clean"-System der acp systems AG trocken, als Reinigungsmedium dient flüssiges Kohlendioxid. Dieses wird durch die Zweistoff-Ringdüse geleitet und entspannt beim Austritt zu feinem CO2-Schnee. Dieser wird durch einen ringförmigen Druckluft-Mantel­strahl gebündelt und auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt. Beim Auftreffen des kalten, nicht abrasiven Schnee-Druckluftstrahls kommt es zu einer Kombination aus thermischem, mechanischen Sublimations- und Lösemitteleffekt. Durch diese vier Wirkmechanismen werden partikuläre und filmische Verunreinigungen entfernt. Die Reinigung erfolgt materialschonend, so dass auch empfindliche und fein strukturierte Oberflächen behandelt werden können. Da das CO2 unter Atmosphärendruck sublimiert, sind die Werkstücke nach der Reinigung trocken und können sofort ionisiert, aktiviert und lackiert werden. Ein weiterer Vorteil der trockenen Reinigung ist die daraus resultierende höhere Gestaltungsfreiheit bei Bauteilen, da nicht mehr auf schöpfende Geometrien zu achten ist. Ergänzend zur guten Reinigungsleistung wartet der trockene Prozess mit niedrigen Investitions- und Betriebskosten sowie einem geringeren Flächenbedarf auf. Das System lässt sich platzsparend in eine Kabine integrieren. Zudem kann durch modularen Aufbau eine Anpassung an jede Anwendung vorgenommen werden. Je nach Anforderung kommen in Lackieranlagen ein oder mehrere Düsenarrays zum Einsatz.

Zum Netzwerken:
acp systems AG, Ditzingen, Oliver Wöhrle, Tel. +49 7156 480140, mail@acp-systems.com, www.acp-systems.com

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