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09. Okt 2018 // Sonstige-Beschichtungen

„ECCO“ für eine energieeffizientere Stahlbandtrocknung

Durch ein neuartiges Ofendesign lassen sich bei der industriellen Stahlbandtrocknung die Energieeffizienz deutlich erhöhen und die Anlagengröße drastisch reduzieren. Die Investitions- und Produktionskosten können mit dem geplanten Verfahren um mindestens 40% gesenkt werden.

Das auf vier Jahre angelegte Projekt "ECCO" wird vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordiniert und von der Europäischen Union im Programm "Horizon" gefördert. Im Oktober 2017 gestartet, hat das Projekt eine Laufzeit von vier Jahren. Beteiligt sind zwölf Partner aus der Industrie und weiteren akademischen Einrichtungen aus Deutschland, Italien, Portugal, Schweden, Griechenland, Belgien und der Schweiz. Beim konventionellen Verfahren wird die Stahlbandrolle lackiert, in einem Ofen getrocknet und ausgehärtet, dann wieder gekühlt und zusammengerollt. Damit während des Prozesses kein brennbares Gemisch aus Lösemittel und Luft entsteht, müssen die Lösemitteldämpfe mit Luft auf eine nicht entzündliche Konzentration verdünnt werden. Dies setzt große Luftmengen und Produktionsanlagen voraus. Die zum Trocknen und Aushärten der lackierten Stahlbänder notwendige Wärme stellt das neue Verfahren in Form von Infrarot-Strahlung über Strahlungsbrenner bereit. In der Trocknungssektion entsteht durch Verdampfen eine sehr hohe Lösemittelkonzentration, die nicht entflammbar ist, weil die Verbrennungsluft fehlt. Diese Lösemittelatmosphäre wird aus der Trocknungs- und Aushärtesektion herausgezogen, den Strahlungsbrennern als Brennstoff zugeführt und vollständig verbrannt. So entfallen die großen Mengen heißer Trocknungsluft und das Entfernen der Lösemittel aus dieser Luft am Ende des Verfahrens.

Zum Netzwerken:
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Engler-Bunte-Institut, Teilinstitut Verbrennungstechnik, Karlsruhe, Prof. Dr.-Ing. Dimosthenis Trimis, Tel. +49 721 608-42571, dimosthenis.trimis@kit.edu, www.ebi.kit.edu

Bücher

Arbeits- und Aufgabenheft der Lackiertechnik

Das Arbeits- und Aufgabenheft unterstützt angehende Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik (VfB) bei ihrer Ausbildung und hilft ihnen dabei, sich optimal auf Klassenarbeiten und Prüfungen vorzubereiten. Es bildet - zusammen mit dem Lernbuch der Lackiertechnik - eine wichtige Grundlage für die Aus- und Weiterbildung in der Beschichtungstechnik. In seiner jüngsten Auflage bietet das Heft einen erweiterten Umfang von insgesamt 120 Seiten sowie aktualisierte Inhalte. Die praxisorientierten Themen und Fragen im neuen Arbeits- und Aufgabenheft befassen sich mit allen relevanten Bereichen der Lackiertechnik, von den Materialien über die verschiedenen Zerstäubungsvarianten bis zum Arbeitsschutz. An die Lackierpraxis angelehnte Fallbeispiele ergänzen das Heft. Das Arbeits- und Aufgabenheft der Lackiertechnik ist jetzt in einer neuen, erweiterten Auflage erschienen. Die Autoren Thomas Feist und Dennis Lehmann haben die Inhalte umfassend überarbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht.

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