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17. Nov 2019 // Unternehmensmeldungen

Glätten additiv gefertigter Werkstücke durch Lackieren

Ein 2018 abgeschlossenes Forschungsprojekt verfolgte das Ziel, die Oberflächen additiv gefertigter Bauteile zu optimieren. Bei dem "CORNET"-Gemeinschaftsprojekt haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung (IAP) sowie des belgischen Beratungsunternehmens Sirris kooperiert. Sirris hat den Bereich Lackieren abgedeckt; das IAP befasste sich mit der Analyse der Oberflächeneigenschaften sowie mit der Aktivierung und Metallisierung.

Komplexe AM-gefertigte Bauteile trocknen nach ihrer Metallisierung. Foto: IAP

Komplexe AM-gefertigte Bauteile trocknen nach ihrer Metallisierung. Foto: IAP

Die steigende Nachfrage nach kleinen Serien von schichtweise aufgebauten Kunststoffprodukten, die in Industrie- und Konsumanwendungen eingesetzt werden können, erfordert eine höhere Oberflächenqualität als im Prototypenbau (Rauigkeit, Porosität). Durch Lackieren können die Oberflächen gut geglättet und Poren verschlossen werden. Die Kombination von Lackieren und Polieren führt oft am erfolgreichsten zu glatten Oberflächen. Viele der in der additiven Fertigung verwendeten Polymermaterialien wie PA12 und ABS sind schwer polierbar. Für eine optimale Haftfestigkeit von Lackschichten auf Kunststoffteilen ist im Allgemeinen eine Aktivierung notwendig. Es wurde geprüft, welche Aktivierungstechnologien für die Anwendung im Bereich der Additiven Fertigung geeignet sind. Auf eine Aktivierung vor dem Lackieren kann hier jedoch meist verzichtet werden, da die Oberflächen häufig durch den Herstellungsprozess oxidiert sind. Das Glätten dieser Oberflächen durch Lackieren kann auch für das Einbringen weiterer Eigenschaften wie Kratzfestigkeit, UV-Schutz oder antimikrobielle Eigenschaften genutzt werden. Dieser innovative Ansatz kann zu einer deutlichen Steigerung des Gebrauchswerts dieser Bauteile führen und erschließt neue Anwendungsbereiche.

Zum Netzwerken:
Institut für Angewandte Polymerforschung IAP, Potsdam, Dr. Andreas Holländer, Tel. +49 331 568-1404, andreas.hollaender@iap.fraunhofer.de, www.iap.fraunhofer.de

Bücher

Arbeits- und Aufgabenheft der Lackiertechnik

Das Arbeits- und Aufgabenheft unterstützt angehende Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik (VfB) bei ihrer Ausbildung und hilft ihnen dabei, sich optimal auf Klassenarbeiten und Prüfungen vorzubereiten. Es bildet - zusammen mit dem Lernbuch der Lackiertechnik - eine wichtige Grundlage für die Aus- und Weiterbildung in der Beschichtungstechnik. In seiner jüngsten Auflage bietet das Heft einen erweiterten Umfang von insgesamt 120 Seiten sowie aktualisierte Inhalte. Die praxisorientierten Themen und Fragen im neuen Arbeits- und Aufgabenheft befassen sich mit allen relevanten Bereichen der Lackiertechnik, von den Materialien über die verschiedenen Zerstäubungsvarianten bis zum Arbeitsschutz. An die Lackierpraxis angelehnte Fallbeispiele ergänzen das Heft. Das Arbeits- und Aufgabenheft der Lackiertechnik ist jetzt in einer neuen, erweiterten Auflage erschienen. Die Autoren Thomas Feist und Dennis Lehmann haben die Inhalte umfassend überarbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht.

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