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05. Jul 2018 // Umwelttechnik

Gut gepresst

Der dänische Anlagenhersteller D3 System hat jetzt eine Schlammpresse zur Entwässerung von Lackschlamm entwickelt. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Schneckenpresse.

Die Grafik veranschaulicht das Prinzip der Schneckenpresse. Grafik: D3 System:

Der Dünnschlamm aus der jeweiligen Anlage wird in einem Schlammvorlagebehälter gesammelt. Die Zuführpumpe drückt den Schlamm aus dem Vorlagebehälter in die Presszone, wo er verdichtet und entwässert wird. Bei Bedarf können Entwässerungshilfsmittel hinzugegeben werden. Der entwässerte Schlamm wird am oberen Ende der Presse kontinuierlich ausgetragen und über die Förderschnecke in einen Entsorgungsbehälter transportiert.

Chemie und Mechanik in perfekter Abstimmung

Die Presse wurde speziell für den Einsatz in Lackieranlagen konzipiert. Aus diesem Grund hat D3 System eng mit der D2M Chemie GmbH zusammengearbeitet. Der Spezialist für chemische Prozessoptimierung und Verfahrenstechnik hat die Presse optimiert und speziell dafür chemische Hilfsmittel entwickelt, sodass selbst die unterschiedlichsten Lackschlämme besonders effizient verdichtet werden können. "Diese Presse füllt die Lücke zwischen Dekanter und Sackentwässerung und ermöglicht eine deutliche Reduzierung von Arbeitsaufwand und Entsorgungskosten", resümiert Geschäftsführer Dr. Michael Schlipf. Als treibende Kraft hinter dem Gemeinschaftsprojekt der beiden Unternehmen steht der Grundgedanke, dass ein reibungsloser Ablauf des Filterprozesses und weiterer Wasserbehandlungsprozesse in Lackierbetrieben technisches und chemisches Fachwissen zu gleichen Teilen erfordert. "Chemie und Mechanik müssen exakt aufeinander abgestimmt sein", betont Schlipf. Im Vergleich zu anderen Entwässerungsverfahren bietet die Schneckenpresse einige entscheidende Vorteile. Anders als z.B. Dekanterzentrifugen, die aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs einen entsprechenden Kostenaufwand erfordern, zeichnet sich die Schneckenpresse durch ihre vergleichsweise niedrigen Unterhalts- und Anschaffungskosten aus. Dank ihres vollautomatischen und kontinuierlichen Betriebs erfordert sie nur einen geringen personellen Bedienungsaufwand und senkt zusätzlich die Entsorgungskosten. Aufgrund des reduzierten Geruchaufkommens und weniger Pfützen durch entwässernde Schlammsäcke sind die Arbeitsbedingungen wesentlich sauberer.

Zum Netzwerken:
D3 System A/S, DK-Herlev, Hans Henrik Moldow, Tel. +45 44 53 47 53, hhm@d3system.dk, www.d3system.biz

D2M Chemie GmbH, Göppingen, Dr. Michael Schlipf, Tel. +49 7161 250305, Michael.Schlipf@d2m-chemie.com, www.d2m-chemie.com

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