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01. Sep 2018 // Unternehmensmeldungen

Technikum modernisiert

Da auf der bestehenden Versuchsanlage Beschichtungen nur beschränkt praxisnah abgebildet werden konnten, hat die Karl Bubenhofer AG jetzt in ein modernes Pulverbeschichtungssystem investiert. Dieses ist von den Entwicklungsingenieuren speziell auf die Bedürfnisse des Familienunternehmens angepasst und für jegliche Varianten der automatischen und manuellen Pulverbeschichtung gerüstet. Mit der Ausrüstung der Anlage beauftragte der Farbenhersteller die J. Wagner GmbH.

Mit der neuen Pulverbeschichtung sind praxisnahe Versuche möglich. Fotos: KABE

Eine Kunststoffkabine mit Absaugtechnik der neuesten Generation ist beidseitig mit je drei vertikal angeordneten Automatikpistolen auf Hubgeräten ausgestattet. Bei Bedarf ist jede Seite auf bis zu fünf Pistolen aufrüstbar. Die Abmessungen der zu beschichtenden Teile werden über ein Lichtgitter erkannt und entsprechend die Hubbewegungen ausgeführt. Die Steuerung von Applikation, Förderkette und Batch-Ofen erfolgt zentral über Touchscreens. Der Transport des Pulverlacks erfolgt aus einem teilautomatischen Pulverzentrum mit integrierter Steuerung und Ultraschallsieb, durch welches das gesamte Frisch- und Rückgewinnungspulver fließt. Der Innenbereich des Pulverzentrums ist aus Chromstahl gefertigt. Die häufigen Reinigungsvorgänge im Technikum werden so schneller und ohne Rückstände abgewickelt. Der geschlossene Kreislauf ermöglicht den Laborexperten der Karl Bubenhofer AG verifizierte Aussagen über das Verhalten von Standardprodukten und den selbst gebondeten Metallic-Pulvern. Neben der aktuellen Beschichtungs- und Steuerungstechnologie überzeugt die Anlage durch ihre Energieeffizienz. Optimierte Abluftrohre und ein strömungsoptimierter Zyklon ermöglichen den Einsatz eines kompakten Absaugfilters, der mit geringem Energieverbrauch auskommt. Die Technikumsanlage eignet sich für praxisgerechte Schulungen. Teilnehmer verfolgen am zentralen Steuerungsmodul in Echtzeit, welche Einstellungen die Labortechniker vornehmen und wie sich diese auf das Beschichtungsergebnis auswirken.

Die Kunststoffkabine mit Absaugtechnik ist beidseitig mit je drei vertikal angeordneten Automatikpistolen auf Hubgeräten ausgestattet.

Die Kunststoffkabine mit Absaugtechnik ist beidseitig mit je drei vertikal angeordneten Automatikpistolen auf Hubgeräten ausgestattet.

Bedeutung temperatursensitiver Substrate wächst

Für die Karl Bubenhofer AG wächst die Bedeutung der Märkte für alternative und temperatursensitive Materialien. Dazu gehören Kunststoffe und besonders Holzwerkstoffe. Die installierte Anlage ist mit Gegenelektroden bestückt und mit Software ausgestattet, welche die Durchführung qualitativ hochwertiger Beschichtungsversuche von Teilen aus MDF, zum Beispiel für Möbel, und anderen Materialien erlauben. Der Einbrenn­ofen ist eine Sonderanfertigung. Die beschichteten Teile werden direkt von der Kabine in den Batch-Ofen transportiert, wo der Pulverlack mit mittelwelligen IR-Strahlern kontrolliert vernetzt wird. Bei Bedarf können die Heizkassetten gegen langwellige IR- oder UV-Strahler ausgetauscht werden. Zudem ist der Ofen wahlweise im Umluftbetrieb oder im Kombibetrieb fahrbar. Eine integrierte IR-Kamera analysiert und dokumentiert die Vernetzungsprozesse. Mit dieser Variabilität können die Entwicklungstechniker jegliche Pulverlackvarianten kontrolliert vernetzen, prüfen und protokollieren. Die neue Installation im Technikum der Karl Bubenhofer AG vereint in sich eine realitätsnahe Schulungsanlage und eine Laboranlage für die Entwicklung von Produkten. Dies erlaubt den Technikern, ihre Produktentwicklungen praxisgerecht zu prüfen, das Verhalten von Pulverlacken in Automatikanlagen intensiv zu testen und den Qualitätsstandard weiter zu erhöhen.

Zum Netzwerken:
Karl Bubenhofer AG, CH-Gossau, Michael Loretan, Tel. +41 71 387-4136, loretan.michael@kabe-farben.ch, www.kabe-farben.ch

Bücher

Arbeits- und Aufgabenheft der Lackiertechnik

Das Arbeits- und Aufgabenheft unterstützt angehende Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik (VfB) bei ihrer Ausbildung und hilft ihnen dabei, sich optimal auf Klassenarbeiten und Prüfungen vorzubereiten. Es bildet - zusammen mit dem Lernbuch der Lackiertechnik - eine wichtige Grundlage für die Aus- und Weiterbildung in der Beschichtungstechnik. In seiner jüngsten Auflage bietet das Heft einen erweiterten Umfang von insgesamt 120 Seiten sowie aktualisierte Inhalte. Die praxisorientierten Themen und Fragen im neuen Arbeits- und Aufgabenheft befassen sich mit allen relevanten Bereichen der Lackiertechnik, von den Materialien über die verschiedenen Zerstäubungsvarianten bis zum Arbeitsschutz. An die Lackierpraxis angelehnte Fallbeispiele ergänzen das Heft. Das Arbeits- und Aufgabenheft der Lackiertechnik ist jetzt in einer neuen, erweiterten Auflage erschienen. Die Autoren Thomas Feist und Dennis Lehmann haben die Inhalte umfassend überarbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht.

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