Laborprüfungen nach Automobilstandards

Die Kommunikation der Qualitätsansprüche für Anbauteile erfolgt in der Regel über die Technischen Lieferbedingungen (TL) des Automobilherstellers. Was passiert, wenn hier unklar oder nicht eindeutig kommuniziert wird, zeigt der aktuelle Bericht in BESSER LACKIEREN 3/2021.

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Prüflinge nach der Multisteinschlagprüfung: Die beiden linken Proben haben den nach der DIN EN ISO 20567-1 kleinstmöglichen Kennwert (0 Foto: IFO

In der Regel bestätigen akkreditierte, unabhängige Prüfinstitute und -labore die Einhaltung der TL. Wenn jedoch die Anforderungen oder die zur Prüfung vorgeschriebenen Methoden nicht klar, vollständig und eindeutig formuliert und beschrieben werden, kann dies zu Problemen führen. Spielräume in der Prüfung oder deren Auswertung verhindern die Vergleichbarkeit von Ergebnissen.

Ein praktisches Beispiel an Hand einer Dachreling: Die zu prüfenden Dachrelingabschnitte werden eloxiert oder mit Pulverlack beschichtet. Die Prüfung erfolgt nach der TL 212, welche wiederum bezüglich der Korrosionsbeständigkeit auf die DIN EN ISO 9227 verweist. Dort wird für die neutrale Salzsprühnebelprüfung gefordert, dass das zu prüfende Teil im Winkel beprüft wird. Dies soll eine Ansammlung der korrosiven Flüssigkeit in schöpfenden Bereichen verhindern, um eine unrealistisch hohe Korrosionsbelastung zu vermeiden. Dem steht der Anspruch gegenüber, dass eine möglichst realitätsnahe Prüfung stattfindet, etwa indem das Bauteil in Einbaulage beprüft wird.

In BESSER LACKIEREN 3/2021 lesen Sie eine ausführliche Beschreibung der Problematik.

Zum Netzwerken:

IFO Institut für Oberflächentechnik GmbH, Schwäbisch Gmünd, Andreas Eva, Tel. +49 7171 10407-20, andreas.eva@ifo-gmbh.de, www.ifo-gmbh.de

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