Benetzungsstörungen

In einem aktuellen Schadensfall konnten die Experten der DFO dabei helfen, die Ursachen von Benetzungsstörungen zu klären. Für die Bildung von Kratern kommt eine Vielzahl an Stoffen in Frage.

Aufsicht eines Beschichtungsfehlers
Siloxane können in Trennmitteln Foto: DFO

Schon die Existenz des „Einheitsblatt 24364 – Prüfung auf lackbenetzungsstörende Substanzen“ der VDMA weist darauf hin, dass viele verschiedene Stoffe in teils geringen Mengen für Krater im Lackbild sorgen können. Eine der bekanntesten Gruppen an benetzungsstörenden Substanzen sind die Polysiloxane, kurz auch „Silikon“. Kontaminationen mit Siloxanen können an vielen Stellen eintreten, von der Lackherstellung über die Lackapplikation. In Gussprozessen werden beispielsweise Polydimethylsiloxane (PDMS) als Trennmittel verwendet. Diese sind in Vorbehandlungsprozessen nicht einfach zu entfernen. In einem von der DFO bearbeiteten Schadensfall kam es bei der Pulverbeschichtung von Aluminiumdruckgussbauteilen zu äußerst hohen Nachbearbeitungsraten. Eine Untersuchung hat zu Tage gefördert, dass ein siloxanhaltiges Trennmittel, welches im Gussprozess eingesetzt wurde, verantwortlich war. Das Trennmittel, das laut Datenblatt eine gute Kriechwirkung hat, war in kleine Poren des Gussbauteils eingedrungen.

Weitere Informationen zu dem Schadensfall und den möglichen Quellen von Siloxanen lesen Sie in BESSER LACKIEREN 13/2021.

Zum Netzwerken:

Deutsche Forschungsgesellschaft für Oberflächenbehandlung (DFO) e.V., Neuss, Ernst-Hermann Timmermann, Tel. +49 2131 40811-22, timmermann@dfo-service.de, www.dfo.info

Hersteller zu diesem Thema

 

Sie wollen BESSER LACKIEREN abonnieren?

Sie können zwischen zwei unterschiedlichen Angeboten wählen:

Weitere Pluspunkte: Sie können BESSER LACKIEREN auf dem PC, dem Tablet und dem Smartphone lesen und Artikel in den Ausgaben ab 2016 nachschlagen. Und es dürfen vier Kollegen mitlesen.

Das könnte Sie auch interessieren