Unter Hochspannung

Beim Einsatz von Hochrotationszerstäubern gilt es, die Parameter richtig einzuschätzen. Um die Elektrostatik geht es im fünften Serienteil des methodischen Werkzeugkastens, den die beiden Staatlich geprüften Techniker für industrielle Beschichtungstechnik entwickelt haben.

Spritzbilder in Zehnerschritten von 10 bis 80 kV
Bei 10 kV bzw. 20 kV konnten in den Untersuchungen kaum Veränderungen des Spritzbildes festgestellt werden. Foto: Höfer/Widmann

„Wie kaum ein anderer Parameter war er der einflussreichste, wenn es darum geht, spürbare Veränderungen an Ergebnis und Effizienz zu realisieren“, erläutert Jonathan Höfer. Die Autoren unterteilen die Wirkung der Elektrostatik bei der Beschichtung mit einem Hochrotationszerstäuber in drei Zerstäubungsphasen: die Desintegrationsphase, die u.a. für ein Abstoßen der Tropfen vom Zerstäuber sorgt, die Mehrphasenströmung, in der u.a. ein Ausrichten der Lackpartikel an den Feldlinien stattfindet, und die Deposition, bei der die Lackteilchen senkrecht auf dem Substrat auftreffen.

In der Praxis sind Kontaktaufladungswerte von 40 kV bis 100 kV gängig. Bei niedrigeren Spannungen konnten die beiden staatlich geprüften Techniker kaum Veränderungen des Spritzbildes feststellen, bei Einstellungen über 100 kV besteht die Gefahr von Überschlägen.

Lesen Sie hierzu mehr in Ausgabe 12/2021 von BESSER LACKIEREN.

Die sechsteilige Serie über den Einfluss verschiedener Parameter der Hochrotationsglocke

  • Teil 1: SB50 – Ein Wert ohne Norm
    Im ersten Teil geht es um die Methode, die notwendig ist, um Parameter zu prüfen und zu messen. Jonathan Höfer und Kristijan Widmann entschieden sich für das dynamische Spritzbild und den daraus messbaren SB50.
  • Teil 2: Lackausflussmenge und Abstand
    Im zweiten Serienteil befassen sich die Autoren mit der Lackausflussmenge und dem Abstand zwischen der Glockenkante und dem zu lackierenden Objekt.
  • Teil 3: Auf die Drehzahl kommt es an
    Im dritten Serienteil über den Einfluss von Parametern der Hochrotationsglocke geht es um Zerstäubung und Drehzahl.
  • Teil 4: Den Sprühnebel formen
    Im vierten Serienteil geht es um den Einfluss der Lenklüfte: Lenkluft 1 (außen) und Lenkluft 2 (innen).
  • Teil 5: Unter Hochspannung
    Im fünften Serienteil befassen sich Jonathan Höfer und Kristijan Widmann mit dem Einfluss der Elektrostatik.
  • Teil 6: Elektrostatische Effekte
    Im sechsten und letzten Teil der Serie geht es um die Auswirkung der Elektrostatik auf andere Parameterkombinationen.

Zum Netzwerken:

Jonathan Höfer, Tel. +49 176 32282481, jhoefer@gmx.de

Kristijan Widmann, Tel. +49 173 9475200, kristijan.widmann@gmail.com

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