Elektrostatische Effekte

Im letzten Teil der Serie rund um die Parameter bei der Beschichtung mittels Hochrotationsglocke geht es um die Auswirkung der Elektrostatik auf andere Parameterkombinationen.

Nahaufnahme einer Applikation mit Hochrotationszerstäuber
Auf Abstand achten: Ein Überschlag ist aufgrund der Anlagensicherheit und des Explosionsschutzes unbedingt zu vermeiden. Foto: Höfer

Als Hilfestellung für die Anwender von Hochrotationszerstäubern haben die Staatlich geprüften Techniker für industrielle Beschichtungstechnik Jonathan Höfer und Kristijan Widmann einen methodischen Werkzeugkoffer erstellt. „Die Elektrostatik ist der einflussreichste Parameter, wenn es darum geht, spürbare Veränderungen an Ergebnis und Effizienz zu realisieren“, erläutert Höfer. Weil es den beiden Technikern nicht möglich war, diesen Parameter bis ins Letzte auszureizen, entschieden sie sich bei den Parameterkombinationen, die Spannung nicht zu variieren, sondern konstant bei 70 kV zu belassen. Sie stellten u.a. fest, dass es bei den Versuchen mit der Drehzahl unterschiedliche Auswirkungen auf die verschiedenen Tropfengrößen gab. Der Effekt der Elektrostatik (Esta) ist deutlich stärker bei größeren Tropfen zu sehen als bei feineren Tropfen und konnte mit dem SB50-Messwert bestätigt werden. Bei einer Drehzahl von 10.000 U/min ergab die Messung eine Schichtbreite von 195 mm und eine ½-Schichtdicke von 8,5 μm. Mit angelegter Hochspannung liegt die Messung bei einer Schichtbreite von 288 mm und einer ½-Schichtdicke von 11,9 μm. Das ergibt eine 40% höhere und eine fast 48% breitere Schicht.

Weitere Ergebnisse sowie zum Einfluss der Esta bei veränderter Materialmenge und unterschiedlichem Abstand, lesen Sie in Ausgabe 13/2021 von BESSER LACKIEREN.

Die sechsteilige Serie über den Einfluss verschiedener Parameter der Hochrotationsglocke

  • Teil 1: SB50 – Ein Wert ohne Norm
    Im ersten Teil geht es um die Methode, die notwendig ist, um Parameter zu prüfen und zu messen. Jonathan Höfer und Kristijan Widmann entschieden sich für das dynamische Spritzbild und den daraus messbaren SB50.
  • Teil 2: Lackausflussmenge und Abstand
    Im zweiten Serienteil befassen sich die Autoren mit der Lackausflussmenge und dem Abstand zwischen der Glockenkante und dem zu lackierenden Objekt
  • Teil 3: Auf die Drehzahl kommt es an
    Im dritten Serienteil über den Einfluss von Parametern der Hochrotationsglocke geht es um Zerstäubung und Drehzahl.
  • Teil 4: Den Sprühnebel formen
    Im vierten Serienteil geht es um den Einfluss der Lenklüfte: Lenkluft 1 (außen) und Lenkluft 2 (innen)
  • Teil 5: Unter Hochspannung
    Im fünften Serienteil befassen sich Jonathan Höfer und Kristijan Widmann mit dem Einfluss der Elektrostatik.
  • Teil 6: Elektrostatische Effekte
    Im sechsten und letzten Teil der Serie geht es um die Auswirkung der Elektrostatik auf andere Parameterkombinationen.

Zum Netzwerken:

Jonathan Höfer, Tel. +49 176 32282481, jhoefer@gmx.de

Kristijan Widmann, Tel. +49 173 9475200, kristijan.widmann@gmail.com

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