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21. Jun 2022 // Holzlackierung

Biobasierte Bindemittel für Holzbeschichtungen

In einem neuen Forschungsprojekt geht es darum, biobasierte Polyhydroxyurethan-Bindemittel (PHU) gegenüber herkömmlichen Polyurethanen (PU) wettbewerbsfähig zu machen. Die biobasierten Bindemittel könnten bessere Eigenschaften als etablierte Systeme besitzen.

Symbolfoto Lackierter Holztisch
Die Wissenschaftler des IHD erwarten, dass NIPU-basierte Beschichtungen die Eigenschaften der etablierten Systeme im Bereich der chemischen Beständigkeit und Porosität der Oberfläche sogar übertreffen können.
Foto: PublicDomainArchive_Pixabay

Im Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) ist die Entwicklung biobasierter NIPU (Non-Isocyanate PolyUrethanes)-Bindemittel sowie daraus herstellbarer Lacke und Öle für die Beschichtung von Holz ein zentrales Forschungsthema. Beschichtungssysteme auf Basis nachwachsender Rohstoffe sind nach wie vor ein Nischenprodukt. Aufbauend auf schon vorhandenen Forschungsergebnissen im Bereich isocyanatfreier Polyurethane (NIPU) aus nachwachsenden Rohstoffen sollen in einem neuen Forschungsprojekt Voraussetzungen geschaffen werden, die biobasierte Polyhydroxyurethan-Bindemittel (PHU) gegenüber herkömmlichen Polyurethanen (PU) wettbewerbsfähig machen sollen. Hierbei liegt der Fokus auf Bindemitteln für Farben und Lacke. Diese Bindemittel werden in Kooperation mit Beschichtungsmittelproduzenten eingesetzt, um sowohl schichtbildende Lacke als auch nicht-schichtbildende Öle für Holz herzustellen. Die Formulierungen werden unter Applikationsbedingungen charakterisiert, um Vorzugsvarianten für ein Upscaling im technischen Maßstab zu entwickeln. Die Wissenschaftler des IHD erwarten, dass NIPU-basierte Beschichtungen die Eigenschaften der etablierten Systeme im Bereich der chemischen Beständigkeit und Porosität der Oberfläche sogar übertreffen können. Im Verlauf des Projekts werden allgemeine Erkenntnisse wie zu Formulierung und Rezeptur sowie Know-how für die industrielle Synthese und Applikation entwickelt, die sich auch auf andere Polyurethan-Produkte übertragen lassen (z.B. Klebstoffe, Schaumstoffe, Kunstleder, etc.). Langfristig sollen die Ergebnisse des Forschungsprojekts einen Beitrag zum nachhaltigen Ersatz rohölbasierter Polyurethanchemikalien leisten.

Zum Netzwerken:

Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH (IHD), Dresden, Dr. Andreas Fischer, Tel. +49 351 4662-317, andreas.fischer@ihd-dresden.de, www.ihd-dresden.de

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