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Weißrost im Vergleich
Jüngst wurde die DIN EN ISO 4628-3 zur Beurteilung von Beschichtungsschäden mit Fokus auf die Bewertung des Rostgrades überarbeitet und veröffentlicht. Mit der novellierten Norm können Beschichter nun bereits das unbeschichtete Grundsubstrat überprüfen, um ggf. auch Reklamationen durchführen zu können.
Die Überarbeitung diente dem Zweck, eine Norm für flächenmäßige Korrosionserscheinungen bereitzustellen, die alle auftretenden Rostarten von Weiß- bis Rotrost beinhaltet. Der Weißrost wird in der Norm nun als „Rostbildung auf unbeschichteten verzinkten Stahl-, Zinklegierungs-, Aluminiumlegierungs- und Magnesiumlegierungssubstraten“ definiert.
Darüber hinaus ist auch durchgebrochener Rost und sichtbare Unterrostung auf beschichteten Substraten als Weißrost definiert. Die typische weiß-graue Schicht aus Korrosionsprodukten kann auf verzinkten Oberflächen aus verschiedenen Zinkverbindungen entstehen. Diese poröse, spröde oder pudrige Schicht ist nicht nur optisch abstoßend, sie kann unter bestimmten Bedingungen die schützende Zinkschicht zerstören.
Zur Bewertung legt der aktualisierte Leitfaden nun ein Verfahren fest, welches entweder mit Hilfe der in der Norm enthaltenen Vergleichsbildern erfolgt oder per Abschätzung der verrosteten Fläche in Prozent.
Mehr hierzu lesen Sie in BESSER LACKIEREN 19/2023.
Zum Netzwerken:
DIN – Normenausschuss Beschichtungsstoffe und Beschichtungen (NAB), Berlin, Bernd Reinmüller, Tel. +49 30 2601-2447, bernd.reinmueller@din.de, www.din.de